Red Hand-Day 2009: Missbrauch von Kindersoldaten im Kongo endlich stoppen!
"Ich war auf dem Rückweg zu meinem Dorf, als mich Milizionäre auf der Straße stoppten", erklärt die 15jährige Josephine. "Sie schlugen mich und forderten mich auf, Munition für sie zu tragen. Später gaben sie mir Drogen, drückten mir eine Waffe in die Hand und zwangen mich, mit ihnen Dörfer zu überfallen". Bei einem dieser Überfälle gelang dem Mädchen die Flucht.
Josephine kam frei, doch mehr als 3.000 Kindersoldaten kämpfen noch immer im Kongo. Sie kämpfen sowohl auf Seiten von Milizen, als auch in der regulären Armee. Zwar hat der Kongo sich verpflichtet, keine Kindersoldaten mehr zu rekrutieren, doch die lokalen Kommandeure halten sich nicht an die Zusagen ihrer Regierung. Da die militärischen Auseinandersetzungen anhalten, die im Kongo seit 1996 mehr als vier Millionen das Leben gekostet haben, werden auch immer neue Kindersoldaten rekrutiert.
Weltweit werden mehr als 250.000 Kinder als Soldaten eingesetzt. Menschenrechtsorganisationen in aller Welt machen zum Red Hand-Day am 12. Februar auf ihr Schicksal aufmerksam und fordern eine konsequentere Bekämpfung des Missbrauchs von Kindersoldaten.
Bitte helfen Sie diesen Kindern, dass sie nicht länger zum Töten gezwungen werden. Bitte plädieren Sie an Außenminister Frank-Walter Steinmeier, sich noch engagierter für eine Reform der kongolesischen Armee einzusetzen, damit sie nicht länger Kinder als Soldaten missbraucht. Bitte setzen Sie sich auch dafür ein, dass frei gekommene Kindersoldaten besser betreut und in ihre Dörfer wiedereingegliedert werden. Die meisten dieser Kinder sind traumatisiert. Besonders schwierig ist die Lage der Mädchen. Zwar stellen sie 40 Prozent der Kindersoldaten im Kongo, aber nur zwei Prozent aller in Reintegrationsprogrammen aufgenommenen ehemaligen Kämpfer sind Mädchen. Mehr Hilfe für diese Kinder ist dringend notwendig, jeder zweite dieser ehemaligen Kindersoldaten wird erneut als Soldat rekrutiert.
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