Antisemitismus: Denen die Shoah nicht genügte
"Der Ungeist geht wieder um in Europa, in der Welt: Ein neuer Antisemitismus – scheinheiliger, subtiler, aber auch weniger monolithisch als jener, der zur Shoah führte. Vieles wurde von der verächtlichen Überlieferung übernommen, wurde zwar der Zeit angepasst, im Wesentlichen aber gleich belassen. Über den Umweg des arabischen Nationalismus hat ideologischer Restmüll des Nationalsozialismus nach Europa zurückgefunden, wo die Glut des Judenhasses nie ganz erloschen war. In einem stammtischgleichen Sammelsurium aus arabischem Nationalismus, sowjetischem "Antiimperialismus" und völkischem Antisemitismus wird von einer Weltherrschaft gefaselt, die angeblich von den USA und von Israel gemeinsam ausgeübt wird, wobei "die Juden" selbstverständlich Amerikas Politik und Wirtschaft und damit das Weltgeschehen bestimmen. Man ist also wieder bei der Weltherrschaft der Juden angelangt, bei der jüdischen Weltverschwörung." (Mateo Taibon, Chefredakteur der GfbV-Zeitschrift "bedrohte Völker – pogrom")
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Ausgabe |
Seiten |
Preis |
| 223 |
01/2004 |
50 |
4.60 EUR |
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