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Nationalitätenfrage und Demokratie im Iran
Konferenz der Gesellschaft für bedrohte Völker und der Friedrich-Naumann- Stiftung
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Göttingen/Frankfurt, 15. Juni 2009
Die gegenwärtige Lage der nichtpersischen Volksgruppen und nicht-schiitischen Glaubensgemeinschaften im Iran und ihre Zukunftsperspektiven nach der Präsidentenwahl sind Thema einer Konferenz der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und der Friedrich-Naumann-Stiftung am 20. Juni 2009 in Frankfurt am Main. Die Volksgruppen der Aseri, Kurden, Araber, Belutschen, Turkmenen und die religiösen Minderheiten der Baha´i oder christlichen Assyrer sowie andere kleinere Völker und Religionsgemeinschaften leiden in dem Vielvölkerstaat seit Jahren unter Unterdrückung.

Gewalttätige Überfälle, willkürliche Verhaftungen, Schikanen und Diskriminierung prägen den Alltag dieser Menschen. Vor allem politisch oder gesellschaftlich aktive Angehörige dieser Volksgruppen müssen ständig damit rechnen der Willkür der iranischen Geheimdienste zum Opfer zu fallen. Sie werden verschleppt, gefoltert und ermordet. Kurz vor der Präsidentenwahl stieg die Zahl der Hinrichtungen eklatant an. Allein im Mai 2009 wurden 52 Todesurteile vollstreckt.

Mit ihrer Konferenz "Nationalitätenfrage und Demokratie im Iran" am kommenden Samstag in Frankfurt am Main wollen die GfbV und die Friedrich-Naumann-Stiftung Repräsentanten der diskriminierten Volksgruppen des Iran die Möglichkeit geben, ihre Lage zu schildern. Außerdem sollen Ansätze für eine gemeinsame friedliche Zukunft des Iran
diskutiert werden. Dabei soll die Frage im Vordergrund stehen, wie die Verfolgung der unterdrückten Gemeinschaften beendet werden kann.
Auch eine Frauenrechtlerin sowie zwei Experten, die zum Thema Föderalismus im Iran sprechen werden, wurden zu der Konferenz eingeladen.

Wir würden uns sehr darüber freuen, Sie während unserer Konferenz
persönlich begrüßen zu dürfen.

Für Nachfragen ist der GfbV-Nahostreferent Dr. Kamal Sido nahost@gfbv.de
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