INTERNATIONALE PRESSE ZU DARFUR 
Sudan beantragt Haftbefehl gegen JEM-Führer
Reuters, 10.5.2010

Der sudanesische Justizminister hat Interpol aufgefordert, Khalil Ibrahim zu verhaften. Der Führer der Freiheitsbewegung JEM, mit der die sudanesische Regierung im Februar 2010 ein Waffenstillstandsabkommen schließ, soll wegen eines Angriffs seiner Organisation auf die Hauptstadt Khartum im Mai 2008 gesucht werden. Der Vorstoß mutet kurios an, da Sudans Staatspräsident Bashir sowie der Minister für humanitäre Fragen, Ahmed Haroun, vom Internationalen Strafgerichtshof per Haftbefehl gesucht werden und die sudanesischen Behörden in beiden Fällen nicht bereit sind, mit den internationalen Strafverfolgungsbehörden zusammen zu arbeiten. Die sudanesische Initiative wird als schwerer Rückschlag für alle Bemühungen um einen dauerhaften Frieden in Darfur angesehen, da glaubwürdige Friedensgespräche nun in weite Ferne rücken.


++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
JEM wirft sudanesischer Armee vor, den Waffenstillstand zu brechen
Misna, 30.4.2010

Die Darfur-Freiheitsbewegung "Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit" (JEM) hat der sudanesischen Armee vorgeworfen, mit einem Angriff auf ihre Stellungen in der Nähe von Jebel Moon den im Februar 2010 unterzeichneten Waffenstillstand zwischen der JEM und der sudanesischen Regierung verletzt zu haben. Die Beziehungen zwischen der JEM und Khartum haben sich seit der Ankündigung der Wahlen im Sudan spürbar verschlechtert. Vergeblich hatte die JEM dafür plädiert, die Wahlen zu verschieben, um mehr Vertriebenen aus Darfur die Teilnahme zu ermöglichen. Nach dem Urnengang hat die JEM bereits erklärt, sie werde das Ergebnis der Wahlen nicht anerkennen.


++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
10. Februar 2009
UN-Generalsekretär zurückgewiesen
Sudan Tribune,7.2.2009 / UN News 6.2.2009

Mit barschen Worten habe Sudans Staatspräsident Omar Hassan al Bashir die Bitte des UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon zurückgewiesen, eine zwischen der Freiheitsbewegung JEM und der sudanesischen Armee umkämpfte Stadt in Süd-Darfur zu schonen, um Menschenleben von Zivilisten nicht zu gefährden

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
06. Dezember 2008

Überfall auf Helfer
Reuters, 4.12.2008

Zwei maskierte schwerbewaffnete Männer haben am Donnerstag einen Hilfstransport von drei Fahrzeugen in Süd-Darfur überfallen. Die sechs sudanesischen Helfer wurden ausgeraubt, drei der Helfer wurden geschlagen und später mit Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert.

+++++++++++++++++++++++
12. November 2008

Der sudanesische Präsident Omar al Baschir hat eine sofortige Waffenruhe für die Krisenregion Darfur angekündigt. "Hiermit verkündige ich einen sofortigen, bedingungslosen Waffenstillstand zwischen den Regierungstruppen und den Rebellengruppen unter der Voraussetzung, dass es einen wirksamen Kontrollmechanismus dafür gibt", erklärte der Staatschef in Khartum.


  
Oktober 2008

"Darfur. Ein Wort, das mit Blut und Leiden getränkt ist. Ein Begriff, der schrecklichste Bilder heraufbeschwört. Schmerzen und Grauen, die in der zivilisierten Welt unvorstellbar wären. Aber für mich ist Darfur auch noch etwas anderes: Es ist meine Heimat." Halima Bashir, eine junge Ärztin aus dem Sudan, legt Zeugnis ab.

01. August 2008

Der UN-Sicherheitsrat hat nach zähem Ringen den internationalen Friedenseinsatz in der sudanesischen Krisenregion Darfur um ein Jahr verlängert. Streitpunkt war vor allem der Haftbefehl gegen den sudanesischen Präsidenten Omar Hassan al-Baschir.

16. Juli 2008

Deutschland will sein militärisches Engagement für die Mission von Vereinten Nationen und Afrikanischer Union in der sudanesischen Provinz Darfur (Unamid) verstärken.Das stellte Verteidigungsminister Jung am Mittwoch nach einem Gespräch mit UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in Aussicht. "Ich hoffe, dass es gelingt, den Aufbau von Unamid in Darfur voranzutreiben", sagte Jung.

22. April 2008

Schockierende Hochrechnung: Die Uno vermutet, dass bis zu 300.000 Menschen wegen des Darfur-Bürgerkrieges gestorben sind - das wären 100.000 mehr als die Vereinten Nationen bisher annahmen. Sie berichten zudem über eine drastische Zunahme sexueller Gewalt in der Region.


  Salih Mahmoud Osman
16. Januar 2008

Der Sacharow-Preis für geistige Freiheit (auch EU-Men-schenrechtspreis genannt) wurde am 11. Dezember 2007 offiziell in Straßburg an den sudanesischen Rechtsanwalt Salih Mahmoud Osman verliehen.
Osman (Jahrgang 1957), ist Abgeordneter und ein aus der sudanesischen Region Darfur stammender Rechtsanwalt. Durch seine Arbeit für die Sudanesische Organisation gegen Folter hat er den Opfern von

Darfur-Friedenskonferenz in Libyen


Misna, 16.7.2007

Vertreter aus 18 Staaten und Internationalen Organisationen berieten auf einer zweitägigen Konferenz im libyschen Tripolis über Friedensperspektiven für Darfur. Am Ende der Konferenz zeigte sich der schwedische UN-Sondergesandte für den Sudan Jan Eliasson optimistisch. So war es zumindest gelungen, zahlreiche Widerstandsgruppen aus Darfur wieder zurück an den Verhandlungstisch zu bringen. Seit Mai 2006 hatte sich der Widerstand in Darfur in zahlreiche Gruppierungen aufgesplittert. Ziel der Konferenz war es, wieder eine gemeinsame Verhandlungsposition der Darfur-Bewegungen zu erarbeiten. Doch Experten gehen davon aus, dass Friedensgespräche sehr langwierig sein werden.

+++++++++++++++++++++++
Zeitraum Juni 2007
Internationale Presse zu Darfur

  Jan Eliasson - Foto UNO
Juni 2007


UN-Gesandter legt Zeitplan für Friedensverhandlungen vor


UN News, 8.6.2007

Der UN-Sondergesandte für Darfur hat eine "Road map" für Frieden im westen des Sudan vorgelegt. Demnach sollen in einem ersten Schritt Friedensinitiativen unterschiedlichster Staaten und Organisationen gebündelt werden, erklärte Jan Eliasson. In einer zweiten Phase soll dann in Vorverhandlungen mit einer Shuttle-Diplomatie zwischen der sudanesischen Regierung und den Gruppen begonnen werden, die den Friedensvertrag für Darfur im Mai 2006 nicht unterzeichnet haben. In einer dritten Phase hofft er dann im Sommer mit den eigentlichen Verhandlungen beginnen zu können.

+++++++++++++++++++++++
Heise Online meldet die Zusammenarbeit des United States Holocaust-Memorial Museums mit Google Earth
Darfurkrise

  Quelle: Google Earth
11. April 2007
Der Suchmaschinenprimus Google hat zusammen mit dem Holocaust-Museum in Washington ein Projekt für Darfur gestartet Mehr als 200 Millionen Anwender von Google Earth seien nun weltweit in der Lage, sich durch Bilder vom Genozid, der gegenwärtig dort vor sich gehe, ein besseres Verständnis der Situation zu verschaffen, heißt es bei Google.
Lesen Sie den ganzen Artikel bei heise-online
Zeitraum Januar 2007
Internationale Presse zu Darfur

  


Neue Luftangriffe in Darfur


Sudan Tribune, 30.1.2007

Mehrere Dörfer in Süd-Darfur in den Regionen Jebel Marra und Rokiro wurden am 30. Januar von sudanesischen Flugzeugen bombardiert und später von Kampftruppen angegriffen.

+++++++++++++++++++++++
Zeitraum Dezember 2006
Internationale Presse zu Darfur

  Antonio Guterres - Foto: Chinadaily.com

UNHCR fordert internationale Friedenstruppe


Reuters, 21.12.2006

Der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge Antonio Guterres hat die schnelle Stationierung von einer internationalen Friedenstruppe in Darfur gefordert, um einen Krieg in der gesamten Region zu verhindern. "Eine Lösung des Darfur-Problems ist wichtig, um die Stabilität in der gesamten Region zu sichern", warnte Guterres.

+ + + + + + + + + + + +
Zeitraum November 2006
Internationale Presse zu Darfur

Grüne fordern Druck auf Merkel


dpa, 29.11.2006

Die Grünen haben die Bundesregierung zu größerem Engagement im Sudan aufgefordert. Bundeskanzlerin Angela Merkel müsse sich für EU-Sanktionen gegen die Verantwortlichen von Menschenrechtsverletzungen in Darfur einsetzen. In der Debatte über einen Bundeswehr-Einsatz im Sudan haben die Grünen die Bundeskanzlerin aufgefordert, ihren

+ + + + + + + + + + + +
Zeitraum Oktober 2006
Internationale Presse zu Darfur

UN-Sondergesandter soll trotz Ausweisung im Sudan bleiben


Xinhua, 29.10.2006 / Associated Press, 27./28.10.2006

Trotz seiner Ausweisung aus dem Sudan, soll der UN-Sondergesandte für den Sudan, Jan Pronk, nach dem Willen des Weltsicherheitsrates und des UN-Generalsekretärs in den Sudan zurückkehren und dort bis zum Ende seines Vertrages Ende Dezember 2006 weiterarbeiten. Die Tagesgeschäfte sollen allerdings von seinem Stellvertreter weitergeführt werden. Die UN beantragten bereits ein zeitlich befristetes Visum für Pronk. Ein Berater des sudanesischen Präsidenten bekräftigte hingegen, dass Pronk für seine Regierung untragbar sei. So ist eine weitere Eskalation der Spannungen zwischen den Vereinten Nationen und dem Sudan zu erwarten.

+ + + + + + + + + + + +
Zeitraum September 2006
Internationale Presse zu Darfur

Weltsicherheitsrat berät über Waffenembargo


UN-Presseerklärung, 29.9.2006

Der Weltsicherheitsrat hat beschlossen, einen Ausschuss von Experten, der sich mit dem Waffenembargo für Darfur beschäftigt, um ein weiteres Jahr zu verlängern und das vierköpfige Gremium um eine Person zu erweitern
Zeitraum August 2006
Internationale Presse zu Darfur

23.08.2006 Stuttgart (ots)


"Brot für die Welt" und Diakonie Katastrophenhilfe zeigen sich besorgt angesichts der Angriffe auf Hilfsorganisationen in Darfur.

"Die Sicherheitslage für humanitäre Helfer hat sich extrem verschärft", erklärt die Direktorin der beiden kirchlichen Hilfswerke, Cornelia Füllkrug-Weitzel. "Die Übergriffe auf unsere und andere Helfer macht die Versorgung der Betroffenen fast unmöglich. Die Gesamtsituation verschlechtert sich dramatisch, da die separaten Friedensabkommen sowohl in Darfur wie auch im Südsudan bislang nicht zu einer umfassenden Friedenslösung beigetragen haben."

Im Juli sind in der westsudanesischen Provinz Darfur mehr Helfer
getötet worden als in den zwei Jahren zuvor.
Zeitraum 24. Juli - 31 .Juli 2006
Internationale Presse zu Darfur
31. Juli 2006


Zeitraum 16. Juni - 7 .Juli 2006
Internationale Presse zu Darfur
07. Juli 2006
Zeitraum 9. Juni - 12 .Juni 2006
Internationale Presse zu Darfur
12. Juni 2006
Die schwierige Jagd nach Völkermördern und Kriegsverbrechern
Ermittler in der Wüste

  Luis Moreno Ocampo - Foto: worldpress.org
11. Juni 2006
Der Haager Strafgerichtshof steht im Sudan vor einer fast unlösbaren Aufgabe – manche halten den Chefankläger für zu zahm

Der Chefankläger, da sind sich alle einig, ist sehr charmant und weltgewandt. Wenn Luis Moreno Ocampo den Raum betritt, dann macht er erstmal lächelnd die Runde und begrüßt jeden Anwesenden per Handschlag. Der Argentinier, der sich mit Prozessen gegen verbrecherische Generäle in seiner Heimat einen Namen gemacht hat, ist eben nicht nur Staatsanwalt, sondern auch ein Diplomat der Weltjustiz.
Zeitraum 18. Mai 2006 - 1 .Juni 2006
Internationale Presse zu Darfur
01. Juni 2006
Top 
©2012 Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV)