STIMMEN ZU DARFUR 

  
(openPR) – Michael Michalsky und Topmodel Eva Padberg engagieren sich für Frieden im Sudan. Im Vorfeld der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin, die morgen beginnt, ließen sich die 27-jährige Wahlberlinerin und der renommierte Designer für RettetDarfur.de in Szene setzen: Die beim Shooting mit Fotograf Alexander Gnädinger entstandenen Fotos, auf denen erstmals die von Michalsky entworfenen T-Shirts für RettetDarfur.de zu sehen sind, dürfen honorarfrei gedruckt werden.
Neue Stimmen für Darfur [2]: Sanktionsforderungen und Friedensappell
Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu - Friedensnobelpreisträgerin Jody Williams - Papst Bendedikt XVI.

  

Sanktionsforderungen und ein Friedensappell sind Inhalte der aktuellsten Statements zur Krise in Darfur.
Hier finden Sie kurze Zitate und ausführlichere Äußerungen verschiedener Personen des öffentlichen Lebens - von Politikern bis hin zu Künstlern - aus allen Kontinenten. |>

  UN-Generalsekretär Ban Ki-moon
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat am 30.Januar die Verzögerung der Stationierung von UN-Friedenstruppen in Darfur scharf kritisiert. "Keine Zeit darf mehr verloren werden. Die Menschen in Darfur haben schon zu lange warten müssen", erklärte Ban Ki-moon. "Das ist einfach inakzeptabel". Bei einem Zusammentreffen am Rande der Jahrestagung der Afrikanischen Union hatte zuvor der Sudan nochmals seine Ablehnung einer Stationierung von UN-Blauhelmen in Darfur bekräftigt.
Darfur-Appell von Intellektuellen aus der arabischen Welt
Um Darfur gibt es keinen Kampf der Kulturen!
Sudans Präsident Bashir mobilisiert in der arabischen Welt Unterstützung für seinen Vernichtungskrieg in Darfur. Mal sind es die Demokratien Westeuropa, mal ist es Israel, was von Bashir verdächtigt wird, der arabischen Welt in Darfur den Krieg zu erklären. Doch es gibt keinen Kampf der Kulturen um Darfur. Eine kleine in Khartum regierende Machtelite versucht mit dem Vernichtungskrieg im Westen des Sudan ihren Einfluss im Land auszubauen. Und die arabische Welt schweigt zu dem Genozid.

Doch inzwischen werden auch in der arabischen Welt die Rufe lauter, nicht länger wegzuschauen. Arabische Intellektuelle appellieren in dem nachstehenden Aufruf an ihre Landsleute, Bashirs zynisches Spiel nicht länger zu decken. Denn in Darfur sterben Muslime unter den Kugeln von Muslimen!
STIMMEN FÜR DARFUR
Grußbotschaft von Desmond Tutu:

  Erzbischof und Friedens-nobelpreisträger Desmond Tutu
"We have no excuse not to act to stop this genocide. Inaction is complicity." Archbishop Emeritos Desmond M. Tutu

"Es gibt keine Entschuldigung dafür, wenn wir nicht handeln, um diesen Völkermord zu stoppen. Untätigkeit ist Komplizenschaft."

Desmond M. Tutu, Erzbischof, Emeritus, Friedensnobelpreisträger

  Charlotte Knobloch, Quelle: spiegel.de
"Wortspende" zur Menschenrechtskampagne "Rettet Darfur" der GfbV

Die Nachrichten der jüngsten Zeit aus der westsudanesischen Provinz Darfur malen ein Bild des Grauens und Schreckens. Viele tausend Menschen sind den Massakern der Reitermilizen, die mit Unterstützung der Regierung die Bevölkerung terrorisieren, bereits zum Opfer gefallen. Ohne Zahl sind die Vergewaltigungen, Verstümmelungen und Vertreibungen. Hunderttausende befinden sich auf der Flucht in den benachbarten Tschad. Verbrannte Dörfer, geplünderte Häuser zeichnen eine Spur der Verwüstung in dem gequälten Land.

  Jacques Delor
Die Situation in Darfur macht mir besonders große Sorgen. Zahlreiche Menschen wurden ermordet und viele andere leiden zunehmend an Hunger, darunter Tausende Kinder.

Angesichts dieser dramatischen Situation antworte ich gern auf den Appell der "Gesellschaft für Bedrohte Völker" und schließe mich den zahlreichen Unterstützern an, die aktiv werden, damit dieser Völkermord

  Kofi Annan - Foto: UN
Als ich im vergangenen Mai die westsudanesische Region Darfur besuchte, war ich voller Hoffnung. Heute bin ich pessimistisch, sollten in den kommenden Wochen auf internationaler Ebene keine neuen Anstrengungen unternommen werden. Im Mai besuchte ich ein Dorf, dessen Bevölkerung nach der Flucht vor Gewalt zurückgekehrt war und dank der Präsenz der Truppen der Afrikanischen Union (AU) in relativer Sicherheit lebte. Sicher, das war nur ein Beginn.

  Javier Solana - Foto: UN
Die leidgeprüfte Bevölkerung von Darfur braucht Hilfe. Nicht nächste Woche oder nächsten Monat, sondern jetzt. Die Gewalt, die die zivile Bevölkerung seit langem in

  Elie Wiesel
Die folgende Ansprache wurde am 14. Juli 2004 anlässlich einer Darfur-Sonder-Konferenz gehalten, die vom American Jewish World Service und dem United States Holocaust Memorial Museum am Graduate Center der City University von New York organisiert wurde.
Kommentar von John Prendergast, International Crisis Group (ICG), bei all.africa.com
Teilen und Zerstören in Darfur

  John Prendergast ( ICG)
Das Ende eines Krieges auszuhandeln ist verzwickt genug. Aber im Fall Darfurs waren die Vermittler auch mit der Aufgabe konfrontiert, das zu beenden, was die Bush-Regierung Genozid nennt und was unzweifelhaft massive Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind.

  Gerhart Baum - Foto: www.transparency.de
Wer sehen möchte, wie ein afrikanisches Dorf von Reitermilizen überfallen wird, dem sei der Film "Der ewige Gärtner" empfohlen. Die Bilder entsprechen der Wirklichkeit in der westsudanesischen Provinz Darfur. Allein im Januar wurden 30 000 Menschen vertrieben.

Seit drei Jahren ist diese Situation bekannt. Sie hat sich trotz punktueller Verbesserungen allerdings nicht nachhaltig verändert. Die sudanesische Regierung ist nicht in der Lage und auch nicht Willens, ihre eigene Bevölkerung zu schützen - im Gegenteil: Sie schürt die militärischen

  George Clooney - Foto: www.savedarfur.org
"Es gibt keine einfachen Antworten, aber wenn wir uns abwenden und nichts tun, wenn wir darauf hoffen, dass das alles von selbst verschwindet, dann werden sie wirklich verschwinden: eine ganze Generation von Menschen! Und nur die Geschichte kann uns richten."

  Angelina Jolie - Foto: UNHCR
Ich habe in Darfur viele Kinder getroffen. Sie trugen löchrige Lumpen und hatten keinerlei Zugang zu Schulen oder medizinischer Versorgung…
Auf die Frage, was ihnen am meisten fehlte, antworten sie, Sicherheit. Es steht allerdings fest, dass es hier keinen Ort gibt, der wirklich sicher ist."

  Cat Stevens alias Yussuf Islam
"Endlich ist die Welt dabei aufzuwachen und die Tragödie von Darfur zur Kenntnis zu nehmen…

Wir können nur beten, dass alle zu einer Lösung kommen und die Gewaltausbrüche beenden, die dieses Gebiet nun schon über zwei Jahre lang bedrohen…

Es ist aber auch wichtig zu zeigen, dass der Sudan eine Landkarte vielfältiger Farben, Sprachen und Gebräuche ist, dass er nicht nur ein Platz von Konflikten, sondern auch ein Ort der Hoffnung ist, der über ein reiches kulturelles Erbe von hohem Niveau verfügt, sowie andere Schwesterländer in Afrika."


  Sade, mit richtigen Namen Helen Folasade Adu, stammt aus Nigeria
Die Sängerin Sade nahm im Herbst 2005 nach Jahren wieder ein neues Lied auf - für die Benefiz-CD "Voices for Darfur", deren Einnahmen dem Kampf gegen das Flüchtlingselend in Darfur gewidmet sind. In einem Interview mit dem UNHCR schilderte sie, wie sie ein grauenhafter Bericht über die Ermordung einer Mutter vor den Augen ihrer Kinder in Darfur dazu bewegte, das folgende Lied zu schreiben:

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