Kontakt Regionalgruppe Düsseldorf

EMail an die Gruppe : duesseldorf@gfbv-rg.de

  • Klaus Deuchert  
    Im Umweltzentrum 
    Merowingerstraße 88
    D-40225 Düsseldorf 
    Tel.: 0211  46 82 74 84
  • Anke Konietzny
    Tel. : 0211 75 05 38
    mobil : 0157 57 94 95 86
    anke.gfbv@gmx.de 
  • Mike Harrington
    Tel.: 0203  37 14 33
    mobil : 0157 88 05 72 94
    m.harrington@gmx.de

Interessieren Dich fremde Kulturen ?
Liegen Dir Menschenrechte am Herzen ?
Bist Du selber betroffen ?

Unser Themenschwerpunkt ist die Schnittstelle
zwischen indigenen Gemeinschaften
und Klima- und Umweltfragen.

Hier siehst Du ein Beispiel :  https://youtu.be/F5YwLGzJwnk

Wir suchen Verstärkung für gemeinsame Aktionen.

Wir verabreden uns spontan telephonisch und per eMail.

Trau Dich und sprich uns an !

(Photo : Dietmar Hasse)

Photos soweit nicht anders angegeben : Anke Konietzny

Links und Rechts

GfbV-Bildkalender 2020 "Freunde - Partner - Nachbarn"

https://www.gfbv.de/de/informieren/bildkalender-2020/

Und bald kommt schon der neue ...

...

POGROM - Bedrohte Völker - FÜR VIELFALT

Ausgewählte Ausgabe, die sich schwerpunktmäßig mit "Klima, Umwelt und Indigenen" beschäftigen, wie z.B. 

Frühlingsfrisch, brandaktuell und punktgenau unser Thema KLIMAWANDEL UND MENSCHENRECHTE

https://www.gfbv.de/de/informieren/zeitschrift-bedrohte-voelker-pogrom/317-klimawandel-und-menschenrechte-handeln-wir-jetzt/

 

# 317 - 02/2020 -  Klimawandel und Menschenrechte - Handeln wir jetzt

# 312 - 03/2019 - In Gefahr: Menschen der Inseln
# 309 - 06/2018 - Bedeutung von Wasser: Wasser ist Leben
# 307 - 04/2018 - Trump und die Minderheiten: Gekommen, um zu spalten
# 294 - 03/2016 - Indigene Völker in Australien und Neuseeland: Wir waren schon immer hier!
# 297 - 06/2016 - Brennpunkte Weltweit: Im Schatten großer Kriege.
Darin ein Bericht von Claus Biegert über Standing Rock :
https://www.gfbv.de/de/informieren/zeitschrift-bedrohte-voelker-pogrom/297-im-schatten-grosser-kriege/standing-up-at-standing-rock/
# 290 - 05/2015 - Indigener Umweltschutz: Hüter der Erde
# 288 - 03/2015 - Indianer in Nordamerika: Stark, selbstbewusst und ungebrochen
# 275 - 01/2013 - Ohne Wasser kein Leben. Der Kampf um das blaue Gold hat längst begonnen.
# 273 - 05/2012 - Kostbare Erde. Gier nach Land gefährdet Menschen rund um den Globus.
# 266 - 03/2011 - Uranabbau, Atomtests, Endlagersuche: Ureinwohner bangen um ihre Zukunft
Aktuelle Ausgaben : https://www.gfbv.de/de/informieren/zeitschrift-bedrohte-voelker-pogrom/ 
Ältere Ausgaben (leider meist immer noch aktuell) : https://www.gfbv.de/de/informieren/zeitschrift-bedrohte-voelker-pogrom/aeltere-ausgaben/ 

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Lausch- und Kuck-Tips

Ohne Garantie einige Links zu Radio- und TV-Beiträgen, die (hoffentlich) noch in den Mediatheken verfügbar sind.
 

Wenn der Boden schmilzt: Russlands Probleme mit dem Permafrost
Ende Mai liefen wegen des auftauenden Permafrostbodens rund 21 000 Tonnen Diesel in die sibirische Tundra. Es ist die wohl grösste Ölpest der russischen Arktis. Und, die tauenden Böden könnten für noch grössere Probleme sorgen.
NZZ Neue Züricher Zeitung - 18.06.2020 2:55 min
https://www.youtube.com/watch?v=qs-ZDhIrfiQ

 

Überwacht : Sieben Milliarden im Visier
China erprobt die totale Überwachung an den Uiguren. Hunderttausende sind in Umerziehungslagern, Millionen fürchten Sippenhaft.
Auch westliche Demokratien setzen im Kampf gegen den Terrorismus immer mehr der Künstlichen Intelligenz. Ist bald jeder verdächtig ? 
ARTE - 15.05.2020 90 min. dort verfügbar bis 19.06.2020
https://www.youtube.com/watch?v=4DchNIXzmHM


Klimafluch und Klimaflucht 
Beispiele von der Meeresküste, den nördlichen Steppen und der Sahelzone - Indonesien, Russland, Kamerun.
ARD 3SAT - 18.03.2020 58 min. Verfügbar bis 18.03.2025
https://www.3sat.de/dokumentation/natur/klimafluch-und-klimaflucht-102.html 


Reset im Regenwald - Der Hype um Ayahuasca
Dok 5 - Das Feature 23.02.2020 52:56 min. Verfügbar bis 20.02.2021 WDR 5 von Lorenz Rollhäuser
https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-dok5-das-feature/audio-reset-im-regenwald---der-hype-um-ayahuasca-100.html

       
ZeitZeichen  16.02.2005 - Kyoto-Protokoll tritt in Kraft - von Thomas Pfaff         
https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/kyoto-102.html

       
ZeitZeichen  02.02.1970 - Todestag von Bertrand Russell  - Von Wolfgang Burgmerhttps://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/russel-100.html     
   
ZeitZeichen 15.01.1970 - Ende des Biafrakrieges in Nigeria - von Andrea Kath
https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/biafrakrieg-100.html

       
Die Sklaven von Mauretanien - Mit Gospel für die Freiheit
Dok 5 - Das Feature 01.01.2020 53:01 Min. Verfügbar bis 31.12.2020 WDR 5 von Thilo Guschas und Mahmoud Tawfik
https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-dok5-das-feature/audio-die-sklaven-von-mauretanien---mit-gospel-fuer-die-freiheit-102.html

          
Klimakrise in Mali - Über Bauern, Hirten und Islamisten
Dok 5 - Das Feature 15.12.2019 53:07 Min. Verfügbar bis 09.12.2020 WDR 5 von Bettina Rühl
https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-dok5-das-feature/audio-klimakrise-in-mali---ueber-bauern-hirten-und-islamisten-100.html

       
Lithium - die Jagd nach dem "weißen Gold" in Bolivien
Dok 5 - Das Feature 25.08.2019 53:02 Min. Verfügbar bis 22.08.2020 WDR 5 von Karl-Ludolf Hübener
https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-dok5-das-feature/audio-lithium---die-jagd-nach-dem-weissen-gold-in-bolivien-100.html

 

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Februar 2020

Adani - Der Weg der Kohle von Australien nach Indien

Stichworte zum Bau einer der weltweitgrößten Kohleminen Carmichael durch den indischen Konzern Adani im australischen Galilee-Becken und den Auswirkungen auf die indigene Bevölkerung in Australien und Indien.

- Die Mine soll teilweise auf dem Land der Wangan und Jagalingou liegen, die sich seit Jahrezehnten juristisch dagegen wehren. Der Bundesstaat Queensland hat ihnen jetzt den Native Title auf ihr Land abgesprochen.

- Der Betreiber plant jährlich 12,5 Milliarden Liter Wasser aus dem nahegelegenen Suttor River zu entnehmen.

- Per Bahn soll die Kohle zum Hafen Abbot Point transportiert werden, der dafür erheblich erweitert werden musste.

- Die Kohle soll mit dem Schiff durch das Great Barrier Reef und weitere 10.000 km bis nach Indien transportiert werden, wo bereits ein ganz neuer Hafen gebaut wurde. Dafür wurden Mangrovenwälder gerodet, die für den Küstenschutz gegen Stürme und Überschwemmung von zentraler Bedeutung sind.

- Vom Hafen geht es 700 km in den kohlereichsten Bundesstaat im absoluten Nordosten Indiens. Dort - nur 16 Kilometer entfernten von der nächsten indischen Kohlemine - soll die australische Kohle verstromt werden. Auch dort wurde für den Bau des Kraftwerkes fruchtbares Ackerland zerstört und indigene Adivasi enteignet und vertrieben.

https://www.dw.com/de/der-adani-effekt-was-kohle-in-indien-australien-sowie-f%C3%BCr-schwellenl%C3%A4nder-noch-lukrativ-macht/a-52016323

https://www.gfbv.de/de/pm/australische-adani-kohlemine-9905/

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Australien brennt - "Australien ist überall".
Der Wagenbauer Jacques Tilly sagt den Düsseldorfern und der Welt im Karneval schonungslos die Wahrheit.
Sein Greta-Wagen war seit dem Rosenmontag 2019 schon auf einigen FFF-Demos dabei. Vermutlich wird er noch häufig wiederverwendet werden müssen.
Auch der Amazonas Regenwald brennt - wenn er nicht abgeholzt wird. Über die indigenen Völker sagt Jair Bolsonaro : «Die Indios gleichen immer mehr menschlichen Wesen, wie wir es sind.».
Die möchten aber gar nicht werden wie er.
Das Hakenkreuz in der Flagge hatte Tilly selbst noch kurz vor dem Zug herausgerissen.
Unnötige Vorsicht - in solch eindeutig kritischem Zusammenhang ist das Zeigen verfassungswidriger Symbole gestattet.

 

geplante Veranstaltungen

Mittwoch, 26. August 2020 - 17:00-19:00 - Konrad-Adenauer-Platz, Düsseldorf Hbf

3. Mahnwache für Leonard Peltier und speziel auch für gefangene Mapuche

Planmäßig stehen wir diesmal vor dem Düsseldorfer Hauptbahnhof.
(Hilfsweise "dahinter" d.h. auf dem Bertha-von-Suttner-Platz vor der Zentralbücherei.)

Zu Leonard Peltier siehe bitte unter vergangene Veranstaltungen !

Näheres zur Situation der indigenen Mapuche in Chile hier : 
https://www.gfbv.de/de/informieren/laender-regionen-und-voelker/voelker/mapuche/ 
 

...

Sonntag, 30.08.2020 - Keyenberg am Tagebau Garzweiler

Groß-Demo von ALLE DÖRFER BLEIBEN im Rheinischen Braunkohle-Revier

Gegen Kohle - für ein gutes Klima - für den Erhalt der Dörfer bei uns und weltweit.
Alle Infos hier : https://www.alle-doerfer-bleiben.de/ 

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Sommer 2021

Sibirische Steinkohle trifft rheinische Braunkohle

Indigene Aktivisten aus Russland besuchen uns und berichten über ihre Kultur,
ihre traditionelle Lebensweise, die Zerstörung ihrer Heimat durch den Steinkohletagebau und was das alles mit dem Strom aus unseren Steckdosen zu tun hat.

Angedacht ist ein offener Informationsabend für alle sowie anschließend ein zweitägiger Workshop besonders für jugendliche Menschen.

Vorraussichtlicher Veranstaltungsort soll in beiden Fällen ein großes Gartengelände im Düsseldorfer Süden sein. Es wird also rustikal und open-air zugehen. Dafür sind wir mitten im Grünen, was eine Erinnerung an die Ursprünglichkeit und einen interessanten Kontrast zu den aktuellen Zuständen in der Heimat unserer Gäste darstellt.
In diesem Video läd Euch Yana Tannagasheva selbst ein  https://youtu.be/F5YwLGzJwnk

Wer mag, kann sich hier schon einmal einstimmen :

KOHLEFÖRDERUNG IN SIBIRIEN   

Leise rieselt der Staub

von Stefan Scholl

Trotz Absatzproblemen soll die Steinkohleförderung im mittelsibirischen Kusbass auf Rekordumfänge gesteigert werden.
Ohne Rücksicht auf Umwelt und Anwohner.

https://www.fr.de/panorama/leise-rieselt-staub-13701536.html?fbclid=IwAR3l45hxDzQe0XxK3Bs0fcyzlYVRRLPwCQCLWPiSBHdFDT6vhfADDm

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vergangene Veranstaltungen

17. Juni und 29.Juli 2020

Mahnwache für Leonard Peltier

geboren 1944
seit 1972 Mitglied des American Indian Movement
seit 1977 als politischer Gefangener in den USA in Haft

43 (dreiundvierzig) Jahre unschuldig im Knast

Zusammen mit zwei Freundinnen von Tokata – LPSG RheinMain e. V. haben wir am Düsseldorfer Hauptbahnhof zwei Mahnwachen für Leonard Peltier durchgeführt.
Im Juli haben dabei alle Anwesenden einen Brief unterschieben, der Leonard im Gefängnis etwas Mut zusprechen soll.
Beides - Mahnwachen und Briefe - werden wir monatlich fortsetzen.

Mehr Infos gibt es hier :
Tokata – LPSG RheinMain e. V. – Verein zur Unterstützung indianischer Jugend-, Kultur- und Menschenrechtsprojekte & Leonard Peltier Support Group     https://www.leonardpeltier.de/

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Mittwoch, 11. Dezember 2019

Ein Licht für verschleppte Yezidinnen

Die GfbV-Weihnachtsaktion wird auch von Frauen der katholischen Seelsorgeeinheit Düsseldorfer Rheinbogen unterstützt.

https://www.gfbv.de/de/weihnachtsaktion/

Weihnachtszeit ist Familienzeit…, doch leider nicht für alle. Unsere Gedanken sind dieser Tage bei jenen, die wegen Krieg und Verfolgung nicht bei ihren Familien sein können. Darunter sind etwa 3.000 yezidische Frauen aus dem Nordirak. Sie wurden vom sogenannten „Islamischen Staat“ (IS) verschleppt und sind noch immer verschollen.

Damit diese Frauen nicht in Vergessenheit geraten, haben wir uns zur Weihnachtszeit eine besondere Aktion ausgedacht: Dieses Jahr zünden wir „Ein Licht für verschleppte Yezidinnen“ an. Damit erinnern wir an die etwa 3.000 verschleppten, versklavten und vergewaltigten yezidischen Frauen, die noch immer vermisst werden. Wir fordern die Bundesregierung mit der Aktion auf, mehr für die Freilassung und die Aufnahme der vermissten Frauen zu tun. 

In ganz Deutschland leuchteten Lichter für die verschleppten Yezidinnen. Zusammen mit einem Appell wurden die Lichterfotos an die Bundesregierung übergeben – gegen das Vergessen und für die Freilassung und sichere Aufnahme der vermissten yezidischen Frauen und ihrer Kinder.  

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Freitag, 06. Dezember 2019

"In the Name of Confucius"

Filmvorführung über die sogenannten Konfuzius-Institute - von der chinesischen Regierung weltweit finanzierte Sprachschulen.

Volkshochschule, Bertha-von-Suttner-Platz 1, 40227 Düsseldorf, 18:30 Uhr

Die Tibet Initiative Deutschland und die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zeigen im November und Dezember die Dokumentation „In the Name of Confucius“ in zehn Städten in Deutschland und Österreich. Anschließend werden die Regisseurin und Gäste aus Politik und Wissenschaft über den Film und die kontroversen chinesischen Bildungseinrichtungen diskutieren.

Der mehrfach ausgezeichnete Dokumentarfilm „In the Name of Confucius“ beleuchtet die wachsende globale Kontroverse um Chinas milliardenschweres Konfuzius-Institut-Programm: Sind die Institute tatsächlich nur harmlose Bildungseinrichtungen, die jungen Menschen die chinesische Kultur näherbringen?

„Dass Länder, die schwerste Menschenrechtsverletzungen begehen, überhaupt Bildungseinrichtungen in Deutschland betreiben dürfen, sollte grundsätzlich in Frage gestellt werden“, sagt Axel Grafmanns, Geschäftsführer der Tibet Initiative Deutschland. Und Hanno Schedler, GfbV-Referent für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung, fügt hinzu: „Es darf nicht den Konfuzius-Instituten – und damit letztendlich der chinesischen Regierung unter Xi Jinping – überlassen werden, was man in Deutschland über China lernt.“

Gezeigt wird der Film im OmU, im englischen Original mit deutschen Untertiteln. Im Anschluss an die Vorführungen der knapp einstündigen Dokumentation wird die kanadisch-chinesische Regisseurin Doris Liu mit wechselnden Gästen über den Film und über die Konfuzius-Institute diskutieren. Zur Premiere am 27.11.2019 in Berliner Haus der Demokratie und Menschenrechte werden die Bundestagsabgeordneten Margarete Bause (Bündnis 90 / Die Grünen) und Frank Heinrich (CDU) sowie der chinesische Künstler und Dissident Liao Yiwu erwartet.

 

Nützliche Links zum Film

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Xu Pei (Schriftstellerin), Doris Liu (Regisseurin)
Hanno Schedler (GfbV-Referent für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung)

 


 

Donnerstag, 28. November 2019

Das Schicksal der Minderheiten im Irak und Syrien

am Beispiel der Mandäer, Christen und Yeziden

Ein Vortrag von Dr. Kamal Sido (Nahostreferent der Gesellschaft für bedrohte Völker)
gemeinsam mit Salwador Al Berkawi zur Situation der Mandäer und
Gian Aldonani (Vorstandesmitglied des Zentralrat der Eziden) zur Lage der Yeziden.

Haus der Kirche, Bastionstr. 6, Düsseldorf, 28.11.2019, 14.00 - 17:00

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Dr. Kamal Sido
Erschreckende Zahlen
Mandäer berufen sich auf Johannes den Täufer
Die Vortragenden
Gian Aldonani

 


 

Samstag, 19. Oktober 2019

Zeitgenössische Literatur und mündliche Tradition der Samen

Das einzige indigene Volk Europas ist auch auf der Frankfurter Buchmesse vertreten. 

Hier ist Mikes Bericht über die Vorträge zu den Samen im Pavillon des Ehrengastlandes Norwegen.

Während der Buchmesse vom 16. bis 20. Oktober gab es jeden Tag eine oder mehr Veranstaltungen zu den norwegischen Samen. Ich war nur an dem Samstag, 19.10. vor Ort, aber davor und danach fanden interessante Gespräche mit samischen KünstlerInnen und SchriftstellerInnen statt:
Am Mittwoch 16.10. eine Vorstellung der Samischen Literatur mit Harald Gaski, Inga Ravna Eira und Niillas Holmberg; am 17.10. Sámi-Gedichte von Joik bis Rap – samt Einführung einer Gedichtanthologie auf Deutsch mit Synnøve Persen und Rauni Magga Lukkan, ebenfalls am 17.10. Samische Musik und Literatur; am 18.10. Norwegisch-Samische Beziehungen – als Teil der "Meinungsfreiheit-Serie" - u.a. mit der Schriftstellerin Máret Ánne Sara, sowie Traditionelle Sámi-Joik und - Joikgedichte mit Inga Ravna Eira, Biret Risten Sara, Karen Anne Buljo und Juvvá Pittja, die auch am letzten Tag, Sonntag 20.10. wiederholt wurde.

Am Tag meines Besuchs am 19.10. gab es die Veranstaltung "Tradition und Modernes Leben – Sámi-Literatur für Kinder und Junge Erwachsene" mit den oben erwähnten Máret Ánne Sara und Karen Anne Buljo. Die Letztere, eine Joik-Dichterin (Jahrgang 1964), beschrieb ihre Gedichtsammlung für junge Leute "Šiellaspeajal" ("Der Amulettenspiegel"). Die Gedichte sind in der Nordsamischen Sprache geschrieben. Das Buch ist für den Literaturpreis 2019 für Kinder und Junge Erwachsene des Nordischen Rates in der Kategorie"Samisches Sprachgebiet" nominiert worden. Die Dichterin schreibt über eher traditionelle Themen, die die Lebensweise der Samen betreffen. Dabei lässt sie aber ihren jungen Protagonisten eigene Entscheidungen auswählen, anstatt sie mit Ge- und Verboten zu belegen. Immerhin überlässt sie die Themen, die jüngere Leute interessieren, den entsprechend jüngeren SchriftstellerInnen.
Eine solche junge Schriftstellerin ist Máret Ánne Sara (Jahrgang 1983), die auch Künstlerin ist. In ihrem Buch "Ilmmiid gaskkas" (norw. "Mellom verdener", dt. "Zwischen den Welten", engl. "In between worlds")erarbeitet sie die "Abenteuer des modernen Lebens" (wobei Motocross-Veranstaltungen einen großen Raum in der Handlung einnehmen) neben den alten, kosmologischen Mythologien, die in den Märchen der Samen verkörpert sind. "Alles fängt mit dem Land, mit der Erde an". Daher wollen die Leute ihre Verbindung zur Erde neu aufstellen und u.a. sich gegen die Projekte der Mineraliengewinnung in Sápmi auflehnen. Die Autorin setzt sich mit dem Neokolonialismus in der Arktis auseinander. Sie pflegt die oralen Traditionen und Kultur ihres Volkes, schätzt aber gleichzeitig den Wert des Internets. Auf jeden Fall war ihre Kindheit durch die "vor-internetzeitige" Märchenerzählkunst seitens der Älteren geprägt. Sowohl diese alten Erzählungen als auch die modernen Geschichten habendas Potential, die Leser- bzw. HörerInnen in Angst und Schrecken zu versetzen und gleichzeitig ihren Intellekt zu stimulieren. Dadurch soll ein "superdünnes Gleichgewicht" zwischen diesen beiden Empfindungen entstehen. Ganz im Sinne der norwegischen Erzähltraditionen.
Ebenfalls im Ehrenpavillon aber außerhalb der Sámi-Reihe gab es unter dem Titel "Natur und Literatur" ein Interview mit der auch in Deutschland sehr beliebten norwegischen Schriftstellerin Maja Lunde. Sie erläuterte die Hintergründe zu ihren bisher drei umweltbezogenen Romane (angedacht ist ein "Klimawandel-Quartett") "Die Geschichte der Bienen", "Die Geschichte des Wassers" und "Die Letzten ihrer Art" ("Bienes historie", 2015; "Blå", 2017; "Przewalskis hest", 2019). Die Geschehnisse um die Umweltkatastrophen in den Romanen hat Maja Lunde teilweise in einer etwas ferneren Zukunft, d.h. in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts, gesetzt. Inzwischen stellt sie entsetzt fest, dass die beschriebenen dystopischen Situationen schon jetzt eingetreten sind.

Mehr Infos zu den Sami und ihrer bedrohten Kultur und Lebensweise gibt es hier : 
https://www.gfbv.de/de/aktiv-werden/regionalgruppen/regionalgruppe-nuernberg-mittelfranken/

Weiterlesen
"Unzerstörtes Land - Reines Wasser - lebende Kultur" - so ist es noch und so soll es auch bleiben. Das Plakat mit dieser Forderung hing im Juli 2019 im Protestcamp in Gallok, gelegen zwischen Jokkmokk und Kvikkjokk . Dort will die brit. Firma Beowulf Mining im Tagebau jedes Jahr ca. 10 Mill Tonnen Eisenerz fördern.
Mehr Infos zur Kultur und Lebensweise der Sami und was sie besonders bedroht, gibt es hier : 
https://www.gfbv.de/de/aktiv-werden/regionalgruppen/regionalgruppe-nuernberg-mittelfranken/
Photo : Dietmar Hasse

 

Freitag, 20. September 2019

Dritter globaler Klimastreik

Wie Millionen weltweit demonstrierten auch in Düsseldorf Menschen für effektive Maßnahmen zur Stabilisierung des Klimas und für Klimagerechtigkeit.

...
Land, Luft und Wasser sind nicht käuflich aber sie müssen einen Preis haben.

 


 

Freitag, 30. August 2019

AMAZONIEN BRENNT

Brasiliens Präsident Bolsonaro leugnet die Klimakrise und befeuert sie, indem er die Abholzung des Regenwaldes fördert.

Die Indigenen Amazoniens ringen nicht nur um ihre in der Verfassung zugesicherten Rechte -  sie kämpfen schlicht um ihr Überleben.

https://www.gfbv.de/de/informieren/kampagnen/brasiliens-indigene-in-akuter-gefahr/

...
Vor dem brasilianischen Konsulat in Düsseldorf ...
... protestierten wir gemeinsam mit Fridays for Future gegen die fortschreitende Vernichtung der Amazonas -Region ...
... jeder auf seine Art - hier Mitglieder von FFF bei einem Die-In auf einer Düsseldorfer Einkaufsmeile.

 


 

23. - 25. August 2019

Klimacamp im Rheinland 2019

Die GfbV-Regionalgruppe Düsseldorf ist zum zweiten Mal vertreten.

...
Der GfbV-Pavillion auf dem Klimacamp im Rheinland
ist informativ und hoffentlich einladend.

 


 

Juli 2019

Ein Wald, ein Gefangener und eine Bärenhöhle

Eine Reise zur Pine Ridge Reservation
mit Claudia Wegemann-Koch und Dr.Michael Koch
von Tokata – LPSG RheinMain e. V.  
Verein zur Unterstützung indianischer Jugend-, Kultur- und Menschenrechtsprojekte
& Leonard Peltier Support Group

Im "heißen Herbst 2018" begegnete ich im Hambacher Wald einem Mann, der den Waldschützern und Demonstranten dort Grüße von einem gewissen Leonard Peltier überbrachte.
Leonard Peltier ist ein indianischer Bürgerrechtler, Aktivist des AIM, des American Indian Movement und wegen des Todes zweier FBI-Agenten während einer Schießerei auf der Pine Ridge Reservation in South Dakota in einem äußerst zweifelhaften Gerichtsverfahren verurteilt zu einer zweimal lebenslänglichen Haftstrafe.
Diese sitzt er seit über 43 (dreiundvierzig ! ) Jahren ab - z.Zt. fern der Heimat in einem Gefängnis in Florida. Im September hat er dort schwerkrank seinen 75. Geburtstag verbracht.
Menschen und Menschenrechtsorganisationen wie die Gesellschaft für bedrohte Völker setzen sich rund um die Welt für ihn ein.
https://gfbvblog.wordpress.com/2016/12/01/obama-muss-leonard-peltier-begnadigen/#more-15018 ,
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Leonard_Peltier
Indianischer Widerstand war nie nur Kampf um Menschen- und Bürgerrechte sondern immer auch um Land und intakten Lebensraum. Darum also die Verbundenheit mit den Braunkohlegegnern, Waldbewohner und Klimaschützern im Rheinland.

Der Mann, der die Grüße im Wald überbrachte, heißt Dr. Michael Koch. Er leitet zusammen mit seiner Frau Claudia den deutschen Unterstützungsverein für Leonard Peltier. https://www.leonardpeltier.de/
Beide sind im Jugendamtsbereich tätig gewesen und haben fünfzehn Jahre lang deutsche Jugendliche zu musikalischem Austausch und Begegnung mit Gleichaltrigen auf die Pine Ridge Reservation begleitet.
In diesem Jahr fand die Reise nach "Turtle Island" zum zweiten und letzten Mal mit Erwachsenen statt und ich durfte mit.

Im Juli konnte ich mit neun Mitreisenden und unter kundiger Führung von Claudia und Michael die Pine Ridge Reservation sowie die Black Hills und den Yellowstone Nationalpark besuchen.
Wir wurden bekannt mit Henry Red Cloud, den die deutsche (inzwischen verbockte) Energiewende motiviert hat erneuerbare Energien ins Indianerland zu bringen.  http://www.lakotasolarenterprises.com/
Wir pflanzten Bäume auf dem Gelände der Familie Jumping Bull, wo 1975 die unselige Schießerei stattfand - Leonard Peltier erfuhr im Knast davon und freute sich sehr.
Und wir trafen die Leiterinnen des B.E.A.R. CAVE Projects - Bexited about reading https://bearproject.net/. Yvonne “Tiny” DeCory und Eileen Janis sind 24/7 im Einsatz, um indianische Kindern für das Lesen und für das Leben zu begeistern. Das hat einen traurigen Hintergrund. Suizide von Jugendlichen und sogar Kindern sind auf der Reservation epidemisch - verursacht u.a. durch die trostlose Armut und den allgegenwärtigen Alkoholismus. In der "Bärenhöhle" bekommen die Kinder Nahrung für den Körper - Hot Dogs sind am günstigsten -, für den Geist - natürlich Bücher - und für die Seele - Geborgenheit, Trost und Zuflucht. Ihnen wird vermittelt, dass Beten auf viele Arten geschehen kann. Egal ob nach christlicher oder indianischer Tradition oder auf ganz eigene Weise - es kann helfen Rat zu suchen, den Weg zu finden und zu überleben.

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Das Bild am Eingang zur Pine-Ridge Reservation zeigt Selbstbewusstsein.
Michael Koch und Claudia Wegmann-Koch von der Leonard-Peltier-Support-Group Rhein-Main
waren unsere sachkundigen und engagierten Reiseleiter.
Gedenkstein des AIM - American Indian Movement - auf der Farm der Familie Jumping Bull in Erinnerung an die Zeit der "Regierung des Terror" 1973-1976, die Leonard Peltier ins Gefängnis brachte und Joseph KillsRight Struntz und vielen anderen das Leben kostete.
Zu Ehren von Leonard Peltier pflanzten wir viele kleine Kiefern am Ort der unseligen Schießerei und dachten dabei an die Menschen, die ihr Ringen um eine intakte Umwelt mit Gefängnis oder Tod bezahlen.
"HAMBI supports Indigenous Resistance - DeCO2lonize NOW !"
"Burn prisons not Coal - until all are free !"
Zwei Photos von Bannern aus dem Hambacher Wald als Dank für die Soli-Botschaft, die Leonard Peltier im September 2018 an den Hambi übermitteln lies.
Das Grab von Machpiya-luta (Red Cloud), dem großen Strategen, Diplomaten und Friedensstifter der Lakota.
Sein Nachfahr Henry Red Cloud
gründete das Red Cloud Renewable Energy Center.
Henrys Kinder und Enkel halten die kulturelle Tradition lebendig.
Das Gästehaus ist mit einer Art gespritztem Pappmache gedämmt. So ist die Sommehitze erträglich.
Starke Frauen : Eileen Janis
und Yvonne “Tiny” DeCory vom B.E.A.R. Project
Josefine Fire Lame Deer
Medizinfrau und Tochter
von Archie Fire Lame Deer

 


 

Freitag, 21. Juni 2019 und Samstag, 22. Juni 2019

Erste internationale "Fridays for Future"-Demo in Aachen und Aktionstag am Braunkohletagebau Garzweiler

Der Einsatz der GfbV für Indigene Gemeinschaften bedeutet immer auch ein Ringen um Umweltschutz und Klimagerechtigkeit. Darum unterstützen wir die "Fridays for Future"-Bewegung wie hier am internationalen Aktionstag in Aachen.
Mehr als 10.000 Menschen aus mindestens 16 Nationen nahmen daran teil.

Am folgenden Tag protestierten wir im Rheinischen Braunkohlerevier gemeinsam mit dem Bündnis "Alle Dörfer bleiben" und vielen anderen gegen den Tagebau Garzweiler.

Dörfer auf der ganzen Welt sind bedroht von Tagebauen, Landraub, Umweltverschmutzung und den Folgen der Klimakrise.

Indigene Gemeinschaften sind häufig die ersten Opfer - jedenfalls die verletzlichsten.

...
Verpasste Chancen, vergeudete Jahrzehnte
Die bunte Klimagerechtigkeitsbewegung im Spiegel der Ordnungsmacht
Wir sind im Rheinland und sparsam.
Da wird ein Karnevalskostüm mehrfach verwendet.

Mein Kostüm war zwar spektakulär, aber leider nicht selbsterklärend.
Darum folgt auf dem unteren Bild die Legende.
Milan von ausgeCO2hlt beeindruckt immer wieder wenn er das Schneckenhorn bläst, das ihm die Pacific Climate Warriors während der COP 23 in Bonn gegeben hatten. Die vom steigenden Meeresspiegel bedrohten Insulaner wollen ihre Heimat nicht kampflos aufgeben.
Wir sind die gelbe Linie.

 


 

Montag, 03.06.2019, 18:00 - ca 22:00 Uhr (incl. Pause)

Die Friedensbotschaft der Haudenosaunee

Eine irokesische Weltsicht vorgestellt von Tom Porter Sakokwenionkwas,
Mitglied des Bären-Clans der Mohawk-Nation von Akwesasne

Tom Porter Sakokwenionkwas ("The-One-Who-Wins") erklärt in Geschichten, wie die Völker des Langhauses sich regieren. 
Er ist langjähriger Ältester im Longhouse Council der Sechs Nationen der Irokesen und Mitbegründer einer "reisenden Universität". 
Der charismatische Redner und gefragte Dozent überlegt gemeinsam mit uns,
was wir für unser Gemeinschaftsleben und über Verantwortung, Nachhaltigkeit und Ökologie von den Native Americans lernen können.

Workshop mit Mitbring-Picknick

Gefördert vom Eine-Welt-Beirat der Landeshauptstadt Düsseldorf
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Hier liegt die Einladung :

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Details auf Deutsch :

ÖKOTOP Heerdt, Am Ökotop 70, 40549 Düsseldorf
Der Workshop findet planmäßig unter freiem Himmel auf einer Wiese statt.
Bei ungünstiger Witterung können wir uns in einen Veranstaltungsraum zurückziehen. Sitzdecken dürfen gerne mitgebracht werden.

Es wäre nett, wenn jeder eine Kleinigkeit (!) mitbringen würde, damit wir in der Pause gemeinsam davon essen und trinken können. Becher und Teller bringe ich mit, jedoch kein Besteck.

Eintritt frei, Spenden erwünscht
Anmeldung erbeten unter duesseldorf@gfbv-rg.de

Vortrag in englischer Sprache mit deutscher Übersetzung nach Bedarf.

Busse 828 und 833 bis Berzeliusstraße
Bahn U75 bis Aldekerkstraße o. Nikolaus-Knopp-Platz

 

Deutsch
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Die Friedensbotschaft der Haudenosauneee

  • Eine Weltsicht der Irokesen –

Vorgetragen von dem Mohawk-Ältesten

Sakokwenionkwas (Tom Porter)

Europäische Vortragsreise – 3. Mai bis 14. Juni 2019

Tom Porter (Sakokwenionkwas – "Der, der gewinnt") ist seit 1993 Gründer, Sprecher und geistiger Führer der Volksgruppe der Mohawk Kanatsiohareke (Ga na jo ha lay gay), die im Mohawktal bei Fonda, New York ansässig ist. Er ist Mitglied des Bären-Clans der Mohawk-Nation von Akwesasne. (Akwesasne, auch als Mohawk-Reservat von St. Regis bekannt, verteilt sich über die Grenze zwischen dem Bundesstaat New York und Kanada bei Massena, New York.) Er ist mit Alice Joe Porter verheiratet, einer Choctaw-Indianerin, und hat sechs Kinder.

Tom "Sakokwenionkwas" Porter ist seit den 60-er Jahren eine landesweit anerkannte Persönlichkeit in den Indigenen Territorien, als er damals die "Weißen Wurzeln des Friedens" mitgründete, eine Wanderuniversität von Indigenen Ältesten, die durch Nordamerika reiste, um traditionelle Lehren zu verbreiten und die Indianer zu ermuntern, ihre jeweiligen einheimischen Traditionen wahrzunehmen. Als es ihm bewusst wurde, dass die Sprache und die Kultur der Mohawk auszusterben drohten, wurde er auch Mitgründer der Freiheitsschule von Akwesasne. Tom ist als mitfühlender, humorvoller und mitreißender Sprecher landesweit anerkannt. Tom hat als Pädagoge an der Freiheitsschule von Akwesasne und an der Trent-Universität gelehrt sowie als kultureller Forscher und Berater für die Wanderhochschule der Indianer Nordamerikas gearbeitet.

Seit 21 Jahren ist er einer der neun Ältesten im Longhouse Council (Langhausrat) von Akwesasne, der als traditionelle Regierung unter dem "Großen Gesetz des Friedens" fungiert. Dieses Gesetz ist die Verfassung des (Irokesen-)Bündnisses. Diese Verfassung existierte schon Jahrhunderte lang bevor die Europäer in Nordamerika ankamen. Die Mitglieder des Bündnisses sind die Mohawk, Oneida, Cayuga, Onondaga, Seneca und Tuscarora. Die Sechs Nationen der Irokesen nennen sich die "Haudenosaunee, die Völker des Langhauses". Ihre matriarchalisch geprägtes Clansystem und ihre Verfassung haben die frühe feministische Bewegung sowie große Denker wie Henry L. Morgan, Friedrich Engels und Benjamin Franklin beeinflusst.

Tom Porter hat viele Bücher verfasst, darunter "Our Ways" ("Unsere Wege") sowie "And Grandma said" ("Und Großmutter sagte"). Er hat mehrere Menschenrechts- und Bildungspreise erhalten und ist mit drei Ehrendoktortiteln ausgezeichnet worden.

Tom wird Deutschland, Österreich, die Schweiz, Italien und die Niederlande besuchen, wobei er von seinem Sohn Aroniennens (Gefallenem Himmel) begleitet sein wird, der dem Schildkröten-Clan angehört und Sanger von traditionellen Liedern im Langhaus von Akwesasne ist.

Zum Einführen seiner Vorträge wird sich Tom Porter für die Jahrzehnte lange Unterstützung der Europäer bedanken, die von den Vereinten Nationen in Genf bis zu Einzelpersonen in den EU-Regierungsorganen sowie den deutschen Grünen reicht.

Die Themen seiner Vorträge:

  • Das Große Gesetz des Friedens – Die Verfassung der Haudenosaunee: Mehr als 800 Jahre alt und immer noch ein Modell für die Zukunft

  • Tadodaho – Eine Geschichte über Güte und Böse / Ein Historischer Meilenstein in der Geschichte der Versöhnung. Was bedeutet dieses für die moderne Welt?

  • Die Clan-Mütter: Hüterinnen des Gleichgewichts in der Langhausregierung

  • Willkommen auf diese Erde. Die Zeremonie bei der Geburt eines Kindes

  • Die Sieben Generationen – Ein Konzept der Verantwortung, Nachhaltigkeit und Ökologie

  • Der Erde eine Stimme verleihen – Die Weltsicht der Haudenosaunee:
    Alle Geschöpfe sind Teil dieser Welt

  • Der Zweireihige Wampum – 400 Jahre Transatlantischer Beziehungen

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Details in English :

Englisch
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The Haudenosaunee

Message of Peace

An Iroquois Perspective of the World –

Presented by

Mohawk Elder Sakokwenionkwas (Tom Porter)

European Speaking Tour May 3 – June 14, 2019

Tom Porter ( Sakokwenionkwas “The One Who Wins”) has been the founder, spokesperson and spiritual leader of the Mohawk Community of Kanatsiohareke (Ga na jo ha lay gay) located in the Mohawk Valley near Fonda, New York since 1993. He is a member of the Bear Clan of the Mohawk Nation at Akwesasne. (Akwesasne, also known as the St. Regis Mohawk Reservation, straddles the New York State/Canadian border near Massena, New York.) He is married to Alice Joe Porter who is Choctaw, and has six children.

Tom "Sakokwenionkwas" Porter has been a nationally recognized figure in Indian Country since the 1960’s when he co-founded the “White Roots of Peace”, a travelling university of Indigenous Elders who toured North America with traditional teachings and encouraging Indians to embrace their respective Native traditions. Recognizing that Mohawk language and culture were dying out, he also co-founded the Akwesasne Freedom School. Tom is recognized nationally as a compassionate, humerous and inspirational speaker. As an educator, Tom has taught at the Akwesasne Freedom School and Trent University and has worked as a cultural researcher and consultant for the North American Indian Traveling College. For 21 years he has been one of the nine chiefs of the Longhouse Council of Akwesasne, the traditional government that follows the “Great Law of Peace”, the confederacy’s constitution which was in existence for centuries long before Europeans came to North America. Members of the confederacy are the Mohawk, Oneida, Cayuga, Onondaga, Seneca and Tuscarora. The Six Nations of the Iroquois call themselves Haudenosaunee – People of the Longhouse. Their matrilinear clan system and their constitution has influenced the early feminist movement as well as great thinkers like Henry L. Morgan, Friedrich Engels and Benjamin Franklin. Tom Porter is the author of many books, among them “Our Ways” and “And Grandma said”. He has received numerous human rights and education awards and holds three honorary doctor degrees.

Tom will visit Germany, Austria, Switzerland, Italy and the Netherlands. He will be accompanied by his son Aroniennens (Fallen Sky) , Turtle Clan, who is a traditional singer in the Akwesasne Longhouse. Tom Porter will start his talks by thanking for the decades of European support – from the UN in Geneva to individuals in the European government and the German Green Party.

 

Topics of his Talks:

The Great Law of Peace – The Haudenosaunee Constitution: Over 800 years old and still a Model for the Future

Tadodaho – A Story about Good and Evil / A Historic Landmark in the History of Reconciliation. What does it mean to the modern world?

The Clan Mothers: Keepers of Balance in the Longhouse Government

Welcome to this Earth – The Ceremony when a Child is Born

The Seven Generations – A Concept of Responsibility, Sustainability and Ecology

Giving a Voice to the Earth – The Haudenosaunee World View: All Beings are Part of this World.

The Two Row Wampum – 400 Years of Transatlantic Relations

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Nach der Veranstaltung mit Tom Porter im Ökotop erreichten uns Kommentare von Teilnehmern, von welchen wir hier einige leicht gekürzt zeigen.

Weiterer Gedankenaustausch, Gespräche und Reflektionen unter den weiterführenden Links.

Gesendet: Dienstag, 04. Juni 2019 um 15:50 Uhr
Vielen Dank erst einmal für die Organisation dieser Veranstaltung, die ich sehr interessant fand. Da sie auf der anderen Seite meine Geduld auf eine Weise strapaziert hat, wie ich es schon sehr lange nicht mehr erlebt habe (obwohl ich vorzeitig, gegen 21:00, gegangen bin), möchte ich euch eine kritische Rückmeldung geben.
Zu Form und Inhalt des Vortrags:
- Der Vortrag von Tom kam mir wie eine religiöse Predigt vor. Deren Essenz, eine vollständig vormoderne schamanistische Weltsicht mit Mutter Erde im Zentrum, war mir nach einigen Minuten klar. Danach nur noch Wiederholungen und Ausschmückungen. Ein für mich extrem langweiliger Monolog.
- Dann die Antwort auf die erste (und so lange ich da war einzige) Frage. Ebenfalls extrem langer Monolog, keine Gelegenheit zum Austausch. Das Rollenspiel, das sich entwickelte, führte bei mir zu einem Hauch von Berührung, weil es ein Versuch war, menschliche Beziehungen lebendig zu machen. Das ging aber im ständigen Reden von Tom für mich schnell wieder unter.
- Toms Weltsicht sehe ich als vormodern. Keine Spuren von moderner Wissenschaft, Demokratie und Menschenrechten. Führungspersönlichkeiten werden schon mit sechs Monaten identifiziert und bleiben es dann ein Leben lang. Sexualität hat den Charakter von unrein. Und das Buddeln von Löcher in "Mutter Erde" fügt ihr angeblich Schmerzen zu, die als Argument gegen den Braunkohleabbau im Hambacher Forst herhalten.
Interessant fand ich, so jemand mal persönlich zu erleben. Ich war allerdings ziemlich erschüttert, dass jemand, an dem die Moderne so vollständig vorübergegangen zu sein scheint, als Sprecher einer heutigen native American Community bei uns auftaucht. Ich frage mich, ob er tatsächlich irgendein Mandat hat von seinen eigenen Leuten, oder ob insbesondere die jüngeren Mohawk ihm schon lange nicht mehr zuhören. Ich hatte gehofft, auf jemand zu treffen, der seine Geschichte und die Geschichte seines Stammes im Kontext einer heutigen Weltgesellschaft versteht und mit uns gemeinsam über Lösungen für die Welt von heute und von morgen nachdenkt.
Freundliche Grüße von Köln nach Düsseldorf     Martin Esch

Gesendet: Mittwoch, 05. Juni 2019 um 14:45 Uhr
Ich habe richtig gute Erinnerungen an die Stunden mit Tom und Euch beiden, vor allem an den Morgen am Bahnhof. War einfach gut, noch mal persönlich mit Tom zu sprechen und ein paar Dinge über Akwesasne heute zu erfahren, auch uns über die Zeit Anfang der Neunziger auszutauschen.
Zu den beiden Reaktionen, die Du übersandt hast: Der erstere Schreiber, er hat ganz andere Erwartungen und Hoffnungen an Tom Porter gehabt, eigentlich falsche Erwartungen - so meine ich das jedenfalls. Die Indianer sind nicht unsere Retter. Sie haben sehr mit sich selbst zu tun, sie müssen sehen, wie sie ihre Traditionen, ihre Kultur erhalten und bewahren können. Und Tom ist da an einer ganz wichtigen Stelle für sein Volk: Er ist einer der hauptsächlichen Bewahrer des eigenen Wissens, der Irokesischen Weltsicht, der Abläufe im Jahr, im Lebenskreis, in der Sprache, in den Mythen. All das war ja in der Mitte des letzten Jahrhunderts schon fast vergangen, es gab nicht mehr viel Mohawks, die all das kannten und wussten.
Tom hat am Montag die große thanksgiving adress der Haudensaunee gesprochen. Die Irokesen halten diese Ansprache vor jeder Versammlung. Auch in der Akwesasne Freedom Scool wird das - soviel ich weiß - jeden Morgen von den Schülern so gemacht: die Danksagung an alle Wesen und Lebewesen auf der Erde, die uns ihre Gaben für unser Leben schenken. Sie ist ein zentraler Bestandteil der irokesischen Weltsicht, nicht aus dem Alltag wegzudenken.
Natürlich hätte man mit Tom auch anders zusammensein können. Klar hätte man über Themen miteinander reden können. Aber Tom hat keinen inneren Drang, ein moderner Mensch zu sein, kann er gar nicht haben - siehe oben. Natürlich gibt es auch Mohawks, vor allem auch jüngere, die mehr in der heutigen Welt sich auskennen, darin leben, es gibt studierte, gut ausgebildete Leute. Aber ihr Hintergrund ist immer ein traditioneller, sie sind keine weißen europäisch denkenden Menschen.
Das muss der Emailschreiber bedenken - wir haben einfach unterschiedliche Gedankenwelten und Lösungsansätze. Man muss sich gegenseitig für voll nehmen, einander so anerkennen, wie man halt ist. Und versuchen, die Botschaft des anderen zu verstehen.
Tja, das ist es, was ich dazu sagen kann.
Die zweite Email - nun ja, sie ist sehr esoterisch - ich möchte da nicht urteilen. Aber das ist es eigentlich nicht, was mit Tom zu besprechen wäre. Die irokesische Weltsicht ist eine in Jahrhunderten gewachsene, sie ist im Volk praktisch verankert. Das Esoterische ist etwas Künstliches, etwas Gewolltes, so sehe ich es. Es wirkt abgehoben, nicht wirklich echt. Es ist natürlich auch der Wunsch, dass die Welt eine bessere werde. Aber es ist eher etwas Ideologisches.
Schwierig, schwierig, wir Menschen!
Trotzdem: denk immer daran: Mindestens 3 mal lachen am Tag!
Herzliche Grüße    Bernd

 

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Weiterführende Links rund um einen Artikel in der Zeitschrift OYA :

 

Am 02.05.2019 unterhielt sich Claus Biegert mit Tom Porter. Hier ist ein Mitschnitt des Gespräches https://www.youtube.com/watch?v=Tv0PWtv4FqE

In Ausgabe 54 der Zeitschrift OYA vom 07.09.2019 erschien dazu eine Reflektion  
https://oya-online.de/article/read/3200-frieden_stiften_und_bewahren.html

Martin Esch aus Köln hat auch der OYA-Redaktion einen Leserbrief geschrieben aus dem sich eine kleine Korrospondenz entwickelte. Die Briefe sind auf seiner Seite zu finden : http://lokotopia.net/index.php/themen

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Das Ökotop in D-Heerdt bot einen angemessenen und angenehmen Rahmen für Toms Vortrag.
Mike sorgte für eine kompetente Übersetzung.
Das Mitbring-Picknick war bunt und kommunikativ.
Tom bereicherte es durch eine Erdbeerbowle, die bei den Mohawk im Frühjahr das wichtigste Fest im Jahreskreis begleitet.
Eine aus Japan gebürtige Teilnehmerin sah ihren Begriff von der Gleichheit aller Menschen, den ihr die europäische Aufklärung geschenkt hatte, durch Toms Verständnis von der Verwandtschaft alles Lebendigen erweitert und bereichert.
Bernd Wehner hatte zu Beginn der 1990er Jahren eine Reise auf die Akwesasne-Reservation unternommen. In seinem Buch "Der Mohawk-Traum" setzte er Tom Porter ein literarisches Denkmal. Beide freuten sich über das Wiedersehen. Möglich gemacht wurde es durch die Vermittlung von Bernds Verleger von der Düsseldorfer Edition Oberkassel.

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Tom Porter besuchte auch den Hambacher Wald

Da Tom Porter schon am Vorabend angereist war, der Vortrag aber erst am Abend stattfand, bot sich Gelegenheit am Montag tagsüber den weltberühmt-berüchtigten Hambacher Wald zu besuchen.
Wir warfen zuerst bei "Terra Nova" einen Blick in die Tagebaugrube. Der Anblick rührte ihn fast zu Tränen.
Dann erhielten wir von den freundlichen Waldbewohner*innen eine kleine Führung.
Schließlich trafen wir in Oaktown, einem der Baumhausdörfer, mit etwa 25 meist jungen Menschen zusammen.
Diese lauschten Tom Porter aufmerksam, als er ihnen z.B. Geschichten über den großen Friedensstifter der Haudenosaunee erzählte. Anschaulich erklärte er, wie wichtig es ist, dass man zusammen hält.
Eine handelte von einem weißen Friedensbaum, der zu fallen droht, ermüdeten Anführern, die ihn nicht mehr stützen können und Kindern, die unter Decken liegend erwachen und zu Hilfe kommen. Den jungen Waldmenschen tat diese Geschichte sehr gut ...
Thilo Klütsch fertigte dazu spontan eine kleine Zeichnung an, die er Tom Porter schenkte.
Außerdem hat Tom natürlich auch die Geschichte vom Mohawk Cut - dem Irokesenschnitt - erzählt. Besonders zwei Anwesende, die eine ebensolche Haartracht trugen, hörten gut zu ...
... und erkundigten sich anschließend, ob die Native Americans denn etwas dagegen hätten, wenn sie diese Frisur kopieren würden, was Tom aber freundlich verneinte.
Thilo schenkte Tom noch eine Portraitzeichnung.
Toms Tabakbeutel ist immer dabei.
Klimagerechtigkeit - ein neuer Begriff für etwas, dass die GfbV schon seit vielen Jahren problematisiert. Indigene Gemeinschaften sind die ersten Opfer des Raubbaus an der Natur und der Klimakrise.
Es geht nicht nur um den Wald. Es geht auch um die Menschen - im Rheinland, in den USA, Russland, Kolumbien, ... weltweit. ALLE Dörfer bleiben !

 


 

Freitag, 03. Mai 2019

IrRWEge stoppen - Protest für gutes Klima anlässlich der RWE Hauptversammlung in Essen

Die RG Düsseldorf nimmt teil an Aktionen unter dem Motto IrRWEge stoppen, die von der Grugahalle bis in die Essener Innenstadt besonders vor dem Hbf stattfinden.
Da die HV diesmal an einem Freitag stattfindet, sind auch viele Schüler*innen und Student*innen von Fridays for Future dabei.

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Schoren in Sibirien
Wayuu in Kolumbien
Kuckumer im Rheinland
Billige Kohle für RWE zerstört Lebensraum von Ureinwohnern.

 


 

Mittwoch, 01. Mai 2019 11:00 bis 16:00

GfbV-Stand am Maifeiertag beim DGB-Familienfest am Rheinufer

2019 ist das Jahr der indigenen Sprachen.
Die GfbV wird dazu noch eine besondere Aktion durchführen.
Auch unser Stand ist besonders dem weltweiten Sprachensterben und seinen Ursachen gewidmet.

Wer schon hier mehr über das Sprachensterben erfahren möchte, sollte weiterlesen ...

Wir bringen ein Sprachenrätsel und das "Weltkarten-Memory" wieder mit.
Wer mag, kann bei den Maifeiertags-Veranstaltungen der vergangenen Jahre schon mal lünkern ...

Wir sind in Sichtweite des Apollo-Theaters auf dem Johannes-Rau-Platz in Düsseldorf zu finden.

Bus 726,  Bahnen 706, 708, 709 bis Landtag/Kniebrücke

 

Alle zwei Wochen stirbt eine Sprache.

Glaub‘se nich ?

In den letzten 40 Jahren sind rund 1000 Sprachen ausgestorben 
- die meisten davon in den Regenwäldern am Äquator.
6000 Sprachen gibt es noch weltweit - davon 200 allein in Europa.

 

Alle zwei Wochen stirbt eine Sprache.

Woran denn ?

Am Nichtgesprochenwerden.
Vor allem in schriftlosen Sprachen wird Wissen und Tradition
nur mündlich weitergegeben.

 

Alle zwei Wochen stirbt eine Sprache.

Echt jetz‘ ? Wieso ?

Die Gründe sind vielfältig :
Verbot, Diskriminierung, Kindesentzug, Umsiedlung, Landraub,
Verstädterung oder schlicht
die erdrückende Präsenz der Mehrheitssprache.

 

Alle zwei Wochen stirbt eine Sprache.

Ja und wie reden die Leute dann ?

Sie sprechen notgedrungen die Sprache der Mehrheitsgesellschaft
d.h. häufig die der Unterdrücker.

 

Alle zwei Wochen stirbt eine Sprache.

Ja und ?

Mit der Sprache gehen auch Kultur, Tradition, Weltanschauung
und Identität verloren.

 

Alle zwei Wochen stirbt eine Sprache.

Was kümmert‘s mich ?

Ihr Wissen über lokale Umwelt und Ökologie geben indigene
Völker mündlich an die nächste Generation weiter.
Dieser Reichtum an Erfahrung geht der ganzen Menschheit
verloren, wenn es keine Worte mehr dafür gibt.

 

Alle zwei Wochen stirbt eine Sprache.

Eine für alle reicht doch, oder ?

Mean you that really ?

 

Alle zwei Wochen stirbt eine Sprache.

Ist das nich‘ egal ?

Sprache ist mächtig.
Ohne Sprache ist ein Mensch machtlos.


Alle zwei Wochen stirbt eine Sprache.

Möchtest Du darüber reden ?

Sprichst Du selber eine seltene Sprache ?
Wurdest Du oder Deine Familie daran gehindert, Eure Sprache zu sprechen ?
Erzähl uns von Deinen Erfahrungen !

 

Alle zwei Wochen stirbt eine Sprache.

Hasse‘n Problem damit ?

Dann sprich uns an !
Informier Dich bei der GfbV !
Beteilige Dich an unseren Kampagnen !
Engagiere Dich bei einer unserer Regional- oder Aktionsgruppen
oder mache ein Praktikum in unserem Göttinger Bundesbüro !

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Sprach(lose) Blasen
Sprachen und Völker der Arktis

 


 

Samstag, 13. April 2019, 15:30 Uhr

Die Klimakrise ergreift die Arktis und die Borealen Wälder

Bildvortrag 1 : Die Klimakrise bedroht die Ureinwohner der Arktis
Bildvortrag 2 : Der Muddus-Nationalpark - Beispiel für einen Borealen Wald

Der AKW-Experte der GfbV Dietmar Hasse berichtet.

Gefördert vom Eine-Welt-Beirat der Landeshauptstadt Düsseldorf

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Am auf den Vortrag folgenden Sonntag fand ein er der traditionellen monatlichen Waldspaziergänge durch den Hambacher Wald statt. Der Waldführer Michael Zobel gab Dietmar Hasse Gelegenheit zu den Teilnehmern zu sprechen. Dieser beschrieb die Auswirkungen der CO2-intensiven Braunkohleverstromung auf das arktische und subarktische Klima. Besonders indigene Bewohner wie Samen und Inuit leiden unter den Folgen der Klimakrise, die auch im Rheinland weiter befeuert wird.
Hier ist Dietmars Seite :
https://www.gfbv.de/de/aktiv-werden/regionalgruppen/regionalgruppe-nuernberg-mittelfranken/

 


 

Mittwoch, 20. Februar 2019, 19:00 Uhr

Die Hüter der kalten Regenwälder

Bildvortrag von Joe Martin (Angehöriger der Nootka) 
über das Biosphärenreservat Clayoquot Sound auf Vancouver Island in Kanada, sowie die Kultur der Indigenen an der Nordwestküste und ihr Ringen um Landrechte.


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Joe Martin schlägt zur Begrüßung seine Trommel, ...
... die wunderschön bemalt ist.

 


 

10. Dezember 2018

Die RG Düsseldorf ehrt anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises 2018 die aktuelle Preisträgerin Nadia Murad und die Partner*innen der GfbV, die in der Vergangenheit die höchste Menschenrechtsauszeichnung oder den Right Livelihood Award erhielten.

Am 10 . Dezember 2018 wurde der Friedensnobelpreis an Nadia Murad und Denis Mukwege verliehen. Siebzig Jahre zuvor verabschiedeten die Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Aus diesen Anlässen lud ai zu einer Demo durch die Düsseldorfer Innenstadt ein. Die Regionalgruppe Düsseldorf der Gesellschaft für bedrohte Völker und fast hundert weitere Menschen folgten dem Aufruf und gingen u.a. über die weihnachtlich erleuchtete Königsallee.

Unser Ältester Klaus Deuchert trug ein Plakat zu Ehren der diesjährigen Preisträgerin Nadia Murad. Sie setzt sich unentwegt für ihre yezidischen Leidensgenossinen ein, die immer noch zu Tausenden von IS-Männern versklavt und vergewaltigt werden.

Mit der Vorderseite eines großen Banners ehrten wir zwei weitere Friedensnobelpreisträger*innen und sechs Träger*innen des Right Livelihood Award, die sich gemeinsam mit der GfbV für verfolgte Gemeinschaften einsetzen.
Der Dalai Lama, Rigoberta Menchu sowie die Schwestern Mary und Carrie Dann, Roy Sesana San, Erwin Kräutler, Sheila Watt-Cloutier, Evaristo Nugkuag Ikanan und der hingerichtete Ken Saro Wiwa kämpften und kämpfen mit uns für individuelle und kollektive Menschenrechte.

Auf der Rückseite schließlich erinnerten wir daran, dass billige Kohle Lebensräume von Ureinwohnern zerstört. Beispielhaft wurden Schoren in Sibirien, Wayuu in Kolumbien und Kuckumer im Rheinland genannt - letztere mit einem gewissen Augenzwinkern. Denn natürlich passt der Begriff Ureinwohner hier nicht. Aber auch die Bewohner dieses rheinischen Dorfes sind von der Kohlegewinnung im Tagebau betroffen. Und die Methoden, mit denen sie von RWE verunsichert, gegängelt, übervorteilt und schließlich aus ihrer Heimat vertrieben werden, verschaffen eine Idee davon, wie schlimm es indigenen Gemeinschaften in aller Welt geht, deren Land von Großkonzernen begehrt wird.


Hier nochmal eine Zusammenstellung aller Preisträger :

14.Dalai Lama    Tibeter    1989 Friedensnobelpreis
Rigoberta Menchu    Maya 1992 Friedensnobelpreis
Mary und Carrier Dann    Western Shoshone 1993 "alternativer Nobelpreis"
Ken Saro Wiwa    Ogoni    1994 "alternativer Nobelpreis"
Roy Sesana    San    2005 "alternativer Nobelpreis"
Erwin Kräutler    Indigene Brasiliens    2010 "alternativer Nobelpreis"
Sheila Watt-Cloutier    Inuit    2015 "alternativer Nobelpreis"
Nadia Murad    Yeziden    2018 Friedensnobelpreis

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Klaus ehrt Nadia Murad ...
... und neun weitere Persönlichkeiten
Festliche Beleuchtung auf der Kö - extra für die Menschenrechte ...
Gegen Tagebaue demostrieren wir gleich mit.

     


06.Oktober 2018

Die GfbV feiert ihr 50jähriges Bestehen und gratuliert dem Hambacher Wald zu gerichtlichen Teilerfolg. Das schorische Aktivistenehepaar Tanagashev sendet eine Solidaritätsbotschaft.

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August 2018

Das Klimacamp im Rheinland 2018

Was ist denn ein Klimacamp ?

Im heißen Sommer 2018 war Tjan von ausgeCO2hlt eingeladen worden im Rahmen der Reihe CONNECTING THE MOVEMENTS einen Vortrag über Kohleabbau in Südsibirien zu halten. Dieser sollte im August im Klimacamp im Rheinland stattfinden. Allgemeine Infos waren schon Monate vorher einsehbar, der genaue Ort wurde erst wenige Tage vorher bekanntgegeben: ein abgemähtes Getreidefeld bei Erkelenz. 

Damit sich die Anreise auch lohnte, verabredeten Tjan und ich eine Woche dort zu verbringen und "Bildungsurlaub" zu machen. Eine gute Idee, wie sich zeigen sollte. 

Klimacamps wurden vor etwa zehn Jahren im Rheinland erfunden, um Vernetzung von Menschen und Gruppen zu forcieren, die sich gegen Braunkohletagebaue und die Klimakrise engagieren. Seitdem breitet sich die Idee in Deutschland und Europa aus.

Klimacamps sind spendenfinanziert, basisdemokratisch und sich selbst organisierend. Wer mag, der kommt und trägt bei, was er oder sie kann. Auf die Frage "Darf ich ... ?" heißt es " Ja, solange es keinen stört." und auf die Frage "Kann ich ... ?" bekommt man die Antwort "Ja, mach doch. Wenn du Hilfe brauchst, such sie dir !". Wir suchten also einen Parkplatz, einen Zeltplatz und einen Ort für unseren grünen GfbV-Info-Pavillion. Dieser reihte sich neben den weißen Zelte ein, die für die Kleingruppen vorgesehen waren. Für größere Tages- und Abendveranstaltungen und Strategiekonferenzen stand ein Cirkuszelt zur Verfügung. In einem zentralen Orga-Zelt liefen die Fäden zusammen. 

Die Infrastruktur war ausgereift. Es gab Gruppen für Orga, Presse, Strom u.v.m. - natürlich auch eine Shit-Brigade. Besonders beeindruckten mich die sanitären Anlagen. Natürlich war alles aus Sperrholz und Plastikfolie. Aber wo sonst findet man ein behindertengerechtes Kompostklo und ein Damen-Pissoir (mit Wasseranschluss !) ? 

Die Stromversorgung wurde im letzten Jahr erstmals ausschließlich solar sichergestellt. Für Vorträge standen auch Beamer zur Verfügung. Einige Workshops wurden in englisch abgehalten. Bei großen Treffen wurden Simultanübersetzungen in beide Richtungen mit Kopfhörern geleistet.

Das Essen war streng vegan, was auch bedeutete, dass nicht einfach Würstchen auf den Grill gehauen wurden, sondern Unmengen von Gemüse geschnibbelt und schmackhaft zubereitet wurden. Jeder war gehalten sich einzubringen und sei es beim Schnibbeln oder Spülen, wo man übrigens bestens miteinander ins Gespräch kam. Beim Schälen von Rote Bete habe ich mindestens so viel über die GfbV erzählt, wie am Flyer-Tisch. Dieser stand regen- und windgeschützt im Pavillion.

Anders als bei aufgeregten Straßenfesten bot dieser ganztägig geöffnete GfbV-Stand den Besuchern ausgiebig Gelegenheit für längere Gespräche und zum ungestörten Studium der Zeitschrift POGROM.

Man trifft auf ein vielfältiges, meist junges, aufgeschlossenes Publikum. Der Umgang miteinander verdient noch besondere Erwähnung. Alle sprechen wertschätzend und respektvoll miteinander. Diskussionen werden ernsthaft und diszipliniert geführt. Die Themen der Workshops und Vorträge waren weitgespannt von theoretischen Grundlagen bis zu direkter Aktion. Ein besonderes Anliegen war dieses Mal der Dalog mit der lokalen Bevölkerung und die Würdigung ihres jahrzehntelangen Widerstandes.

 

Tjans Vortrag war gut besucht. Einen Tag später informierte uns Leona, eine Dineh-Frau, über die untrennbare Verbindung von Steinkohle und Uran, sowohl im Abbau wie in der Verwertung. Mühselig versuchen sich die Native Americans gegen die Ausbeutung und Verdreckung ihres Landes zu wehren.

Spontan verabredeten die beiden Frauen für den Abend eine gemeinsame Veranstaltung im Cirkuszelt. Trotz der kurzen Vorlaufzeit war die Organisation bestens und jeder Platz besetzt.

Auf diesem fruchtbaren rheinischen Acker sprachen also eine aus Sibirien gebürtige Frau und eine aus dem amerikanischen Südwesten gemeinsam über die Bedrohung indigener Völker durch Kohletagebau. Das Forum war von linksgrünen Weltverbesserern organisiert und im Publikum saßen mehrere grundkonservative Menschen aus der Nachbarschaft, deren Heimat nach dem Willen von RWE in Kürze in einem Loch verschwinden soll. 

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Im August auf dem Klimacamp im Rheinland :
Tjan Zaotschnaja von der RG München unterhält sich mit der Waldführerin Eva Töller vor dem grünen GfbV-Pavillion.

 


 

Januar, Mai, Juli, August, September, Oktober, November und Dezember 2018

Waldspaziergänge im Hambacher Wald

Die Waldspaziergänge unter Leitung von Michael Zobel und Eva Töller boten Gelegenheit ein sensibilisiertes Publikum auf zwei Aspekte aufmerksam zu machen :

Erstens wird hier vor der eigenen Haustür mal deutlich wie eine unselige Verstrickung von Politik und Wirtschaft es ermöglicht, geschützt durch die Staatsmacht die Interessen eines Konzerns durchzusetzen auch wenn dies die Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung massiv schädigt. Eine bittere Erfahrung, die indigene Gemeinschaften seit mindestens zweihundert Jahren machen.

Und zweitens ist es nicht damit getan auf die Verstromung von Braunkohle zu verzichten, wenn dafür vermehrt Steinkohle aus Ländern wie Russland und Kolumbien importiert wird, wo die Rücksichtslosigkeit gegenüber Mensch und Umwelt noch sehr viel größer ist.

An den Folgen für das globale Klima ändert der bloße Wechsel des fossilen Energieträgers sowieso nichts Wesentliches.

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Tagebau
vernichtet
Lebensräume
weltweit

 


01. Mai 2018

GfbV-Stand am Maifeiertag beim DGB-Fest auf dem Johannes-Rau-Platz

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Vorsicht : Die Lösung steht oben rechts ...

 


26. und 27. April 2018

Tjan von der RG München und Anke demonstrieren anläßlich der HV von RWE und besuchen den Hambacher Wald

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01.Mai 2017

GfbV-Stand am Maifeiertag beim DGB-Fest auf dem Johannes-Rau-Platz

"Was bedroht Völker weltweit ?"
ist der Name einer Art Memory-Spiel mit Hilfe einer Weltkarte.

Wir bringen es regelmäßig zum Stand auf dem DGB-Fest mit und freuen uns auf ein Spielchen.

Wer sich gut vorbereiten möchte, kann sich die unten stehende Tabelle ja schon mal genauer ansehen.

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Links die Völker, rechts die "Bedrohungen,
und in der Mitte die Weltkarte.
Hier sind schon mal die Völker den richtigen Ländern zugeordnet.
Und hier ist dann auch klar, welchen Bedrohungen die verschiedenen Gemeinschaften ausgesetzt sind.

 


21. April 2016

Protest anlässlich der RWE Hauptversammlung 2016

Unser Protest gegen den Energieanbieter RWE hat gute Gründe :

Hier ein Memorandum zum Import von Steinkohle aus dem Kuzbass nach Deutschland :
https://www.gfbv.de/de/news/memorandum-steinkohle-schoren-7988/

Und hier Hintergründe und aktuelle Nachrichten zum indigenen Volk der Schoren :
https://www.gfbv.de/de/informieren/laender-regionen-und-voelker/voelker/schoren/

 

2018 setzten wir unseren Protest fort. Die Geschichte dazu steht hier :
https://gfbvblog.wordpress.com/2018/05/30/das-rheinland-und-suedsibirien-haben-mehr-gemeinsam-als-man-denkt/#more-15717

 

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Im Frühjahr 2018 war der frischgefallene Schnee ...
... schwarz im südsibirischen Kuzbass.
Die heiligen Berge der Schoren werden weggesprengt, um im Tagebau an die Steinkohle zu gelangen.
RWE importiert diese Steinkohle, um sie in Deutschland zu verstromen.
Dimitri, Vladislav, Tjan und Anke protestierten 2016 dagegen vor der RWE-Hauptversammlung in Essen.

 


Wege zur GfbV

Ein Weg zur GfbV - einer von vielen. Beschrieben im Gemeindeblatt WIR der katholischen Gemeinde Düsseldorfer Rheinbogen 03/2019