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Gegen Sklaverei in Mauretanien

 

Der Förderverein für bedrohte Völker unterstützt die mauretanische Anti-Sklaverei-Organisation IRA-Mauretanien (Initiative pour la Résurgence du Mouvement Abolitionniste, Initiative zur Wiederbelebung der Abschaffungsbewegung) in ihrer humanitären Arbeit.

Offiziell hat Mauretanien die Sklaverei im Jahr 1980 abgeschafft und seit 2007 ist es sogar strafbar, Sklaven zu "halten". Doch es gibt dort noch immer 500.000 von ihnen. Die mauretanischen Behörden gehen nicht konsequent gegen die Sklaverei vor. Im Gegenteil: Wer die Anwendung des Anti-Sklaverei-Gesetzes einfordert, geht selbst ein Risiko ein. So wurden 13 Menschenrechtler in der ersten Augustwoche 2011 verhaftet, weil sie sich für die Freilassung eines zehnjährigen Mädchens eingesetzt hatten.

90 % der Sklaven sind Frauen und Kinder. Sie leben in Leibeigenschaft, die sich meist auf ihre Abstammung aus einer Sklavenfamilie begründet, haben keine Rechte und werden oft menschenunwürdig behandelt. Sie gehören der schwarzafrikanischen Bevölkerungsgruppe an, während Araber und Berber das Sagen im Land haben. Viele Sklaven werden misshandelt und vergewaltigt und finden aufgrund dieser jahrelangen Erniedrigung keinen Weg mehr in ein normales Leben.

Klicken Sie sich durch unsere Präsentation und erfahren Sie mehr zur weiterhin existierenden Sklaverei in dem nordwestafrikanischen Staat, der mutigen Arbeit von Aktivisten vor Ort und wie Sie persönlich helfen können.

Staatspräsident Ould Abdel Aziz leugnet öffentlich, dass in seinem Land noch immer Sklaven gehalten werden. Außerdem scheiterten alle Versuche, Sklavenhalter vor Gericht zur Rechenschaft zu ziehen. Denn das oberste Gericht Mauretaniens hat ein Urteil gegen einen Sklavenhalter wieder aufgehoben. Dennoch hat die von Menschenrechtlern erzwungene Anklage mehrerer Sklavenhalter zur Freilassung von tausenden Sklaven geführt, weil ihre "Herren" Angst vor Strafverfolgung hatten.

Menschenrechtsorganisationen wie die IRA-Mauritanien begleiten Sklaven auf dem Weg in die Freiheit: bei Behördengängen und eventuellen Strafverfahren gegen ihre "Herren. Sie organisieren auch Proteste und Streiks. Doch es kommt selten tatsächlich zu Prozessen und einer Bestrafung der Sklavenhalter. Mauretanische Journalisten und Menschenrechtler, die Sklaverei öffentlich anprangern, werden oft eingeschüchtert und bedroht - nicht nur von Sklavenhaltern, sondern auch von staatlichen Stellen. Sieben Menschenrechtler der IRA stehen dort zurzeit wegen angeblicher Gefährdung der Staatssicherheit vor Gericht, weil sie gegen Sklaverei protestiert hatten.


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Foto: Gfbv-Archiv