Das war unser 2016!

Für Frieden und Versöhnung: Minderheiten schützen!

 

2016 erreichten uns dringende und Herz zerreißende Hilferufe. Angehörige von Minderheiten wurden gefoltert, ihre Dörfer bombardiert und zerstört, ihre Väter oder Brüder willkürlich in Haft genommen. Viele mussten unter schrecklichen Umständen fliehen. Als Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) sind wir mit diesen Menschen oft ganz eng verbunden. Wir versuchen unser Möglichstes, um zu helfen.

Diese Hilfe kann ganz unterschiedlich aussehen: Wir stärken die Minderheiten in den Staaten, in denen sie bedrängt werden. Wir dokumentieren die Verbrechen und klagen schonungslos öffentlich an. Wir verhandeln mit Politikern und überzeugen die Medien, auch über Themen jenseits des allgemeinen Interesses zu berichten. Wir leisten langfristige Aufbauarbeit, etwa indem wir Delegationen von Minderheiten einladen, ihnen hier Kontakte und Wissen vermitteln, damit sie für eine schwierige Zukunft besser gewappnet sind.

Hochachtung vor all denjenigen, die sich aus dem Kreis der verfolgten Minderheiten trotz aller Gefahren für Menschenrechte einsetzen, kennzeichnet unsere Zusammenarbeit. Wir setzen uns dafür ein, dass ihre Botschaft ausstrahlt und dass trotz des Unfriedens um uns herum Menschen in vielen Orten Schutz, Sicherheit und Frieden finden.


Wir bitten Sie herzlich:
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Herzlichen Dank!

Deshalb setzen wir uns mit aller Kraft für unterdrückte Minderheiten und gegen Verfolgung und Vertreibung ein. So dokumentierten wir 2016 die Verletzung der Religionsfreiheit der Tibeter, als Chinas Behörden mit der Zerstörung des Klosters und buddhistischen Lehrinstituts Larung Gar begannen und ermöglichten einem tibetischen Mönch, in Genf über seine Verfolgung zu berichten. Seit Monaten prangern wir die Zusammenarbeit der EU mit dem Sudan an und erinnern immer wieder durch Gespräche an die schweren Menschenrechtsverletzungen in Darfur und den Nuba-Bergen.

Zehntausende Lehrer, Journalisten und Politiker wurden 2016 durch den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan entlassen, festgenommen oder inhaftiert. Wir haben Politiker in dringenden Schreiben darum gebeten, sich für die Freilassung des inhaftierten Vorsitzenden der prokurdischen Oppositionspartei HDP, Selahattin Demirtas, und seiner Parteikollegen einzusetzen. Immer wieder kritisierten wir auch in Pressemitteilungen, öffentlichen Vorträgen, auf Demonstrationen und in Gesprächen mit Politikern die gefährliche Rolle der Türkei im Syrienkonflikt.

2016 ist die Gewalt in Äthiopien und die Unterdrückung der Oromo weiter eskaliert. Wir informierten die Medien oft als erste über diese Verbrechen, nannten die wahren Opferzahlen, während die Behörden versuchten zu verharmlosen.


Für Menschenrechte in Aktion 2016


Anlässlich der Urteilsverkündung gegen den bosnischen Serbenführer Radovan Karadžic im März 2016 in Den Haag organisierten wir für Frauen und Mütter von Srebrenica eine Mahnwache vor dem internationalen Kriegsverbrechertribunal, um an die Verbechen während des Völkermordes vor 21 Jahren zu erinnern.

Nach der Annexion der Krim und durch den Krieg prorussischer Separatisten im Osten der Ukraine haben vor allem die muslimischen Krimtataren große Sorgen. Um Strategien zum Schutz der Minderheiten zu entwickeln, veranstalteten wir in Zusammenarbeit mit russischen und ukrainischen Menschenrechtlern Workshops.

Auch 2016 haben mir uns wieder unermüdlich für Flüchtlinge eingesetzt: Wir haben ein Ohr, trösten vielfach, übersetzen, stellen Anwälten Hintergrundinformationen zur Verfügung, arbeiten eng mit anderen Flüchtlingsunterstützern zusammen und schreiben Stellungnahmen für Gerichte.

Während der Staatsbesuche von Königin Elisabeth II und dem Premier Australiens Malcolm Turnbull in Berlin brachten wir mit Mahnwachen das Streben der Aboriginal Australians nach politischer Selbstbestimmung und einem Staatsvertrag mit der australischen Regierung unübersehbar zum Ausdruck.



Es gäbe noch so viel mehr zu erzählen und erfahren über unseren Einsatz für bedrohte Minderheiten 2016. Deswegen berichten wir am Ende eines jeden Jahres in einem Informationsblatt über Schwerpunkte unserer Menschenrechtsarbeit. Sie können sich das Faltblatt kostenlos herunterladen: Download des Faltblatts (pdf)

Wenn Sie weitere Fragen oder Anregungen haben, können Sie sich auch gerne jederzeit an uns wenden. Hier finden Sie unsere Mitarbeiter im Überblick: Ihre Ansprechpartner

Wir hoffen, Sie kommen gut ins neue Jahr. Lassen Sie uns dann 2017 gemeinsam angehen - an Herausforderungen wird es uns nicht mangeln!

Ihr GfbV-Team