Infothek

22.10.2018

Dokumentation: Wie China die GfbV in den Vereinten Nationen mundtot machen wollte

Totalitäre Regime fürchten GfbV-Menschenrechtsarbeit

Seit 25 Jahren macht die GfbV dank ihres beratenden Status als Nichtregierungsorganisation bei den Vereinten Nationen jedes Jahr mit Dutzenden Eingaben in der Weltorganisation auf die dramatische Lage bedrohter Völker aufmerksam. Bild: Falcon® Photography via Flickr CC BY-SA 2.0

Deutsche Außenminister beklagen seit Jahren, dass die Handlungsspielräume von Menschenrechtsorganisationen in autoritär regierten Staaten immer geringer werden. Doch inzwischen gilt dies auch in den Vereinten Nationen. Denn chinesische Diplomaten gehen im Mai 2018 unmittelbar gegen die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) vor, um sie aus der Weltorganisation zu verbannen. Tatort New York: Nur wenige Minuten vor Dienstschluss reicht Chinas Botschaft am Freitag vor Pfingsten 2018 einen Antrag auf dauerhaften Entzug unseres beratenden Status in der Weltorganisation ein. Chinas Diplomaten werfen der GfbV einen angeblichen Regelverstoß vor. So sollen wir mit Dolkun Isa einen vermeintlichen „Terroristen“ bei einer UN- Konferenz für indigene Völker akkreditiert haben. Wir sind irritiert. Denn Dolkun ist deutscher Staatsbürger, lebt seit Jahren in München und ist langjähriges GfbV-Mitglied. Er ist einer der angesehensten uigurischen Menschenrechtler im Exil. Führende Weltmedien wie Newsweek, Time, die BBC und die New York Times zitieren ihn häufig. In Ministerien und Parlamenten in Europas und Asiens Hauptstädten geht er ein und aus. Denn als Präsident der bedeutendsten Exil-Organisation der Uiguren weiß er, von was er spricht. Seit Jahren dokumentiert er die massive Verfolgung der muslimischen Nationalität in China.

Sie können die Dokumentation hier kostenlos herunterladen.

 

 

Headerbild: Falcon® Photography via Flickr CC BY-SA 2.0