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08.08.2018

Gewalt gegen indigene Menschenrechtsverteidiger nimmt weltweit zu - Landrechtskonflikte verschärfen sich

Memorandum weist auf schwierige Lage indigener Menschenrechtsverteidiger hin

Protestveranstaltung gegen den Bau der Dakota Access Pipeline im Jahr 2016. Bild: Fibonacci Blue via Flickr CC BY 2.0

Indigene Menschenrechtsverteidiger werden weltweit immer häufiger bedroht und Opfer von Menschenrechtsverletzungen. Besonders in Süd- und Mittelamerika sowie in Asien stehen sie massiv unter Druck. Sie werden sowohl von staatlicher Seite, insbesondere der regulären Armee, als auch von nichtstaatlichen Akteuren (Milizen, Goldsucher, Öl-, Erdgas- und Bergbau-Unternehmen, Drogen-, Holz-Mafia) bedrängt.

Viele dieser Aktivistinnen und Aktivisten setzen sich für Landrechte, Umweltschutz, bäuerliche Gemeinschaften, die Bewahrung ihrer traditionellen Kultur und Religion ein oder engagieren sich gegen Großprojekte, die die Existenz ihrer ethnischen Gemeinschaften gefährden. Ihr Engagement für die Anerkennung ihrer traditionellen Rechte ist eng verknüpft mit dem Kampf ums Überleben der weltweit rund 6.000 indigenen Gemeinschaften mit ihren mehr 450 Millionen Angehörigen. Denn trotz der grundsätzlichen Anerkennung grundlegender traditioneller Rechte indigener Völker durch die internationale Staatengemeinschaft tun sich viele Regierungen in ihrer alltäglichen Politik schwer, diese Rechte bei der Planung von Mega-Projekten oder in ihrer Wirtschafts-, Sozial- und Kulturpolitik angemessen zu berücksichtigen.

Landrechtsaktivisten brauchen Schutz und dürfen nicht mehr wie „Freiwild“ behandelt werden. Denn sie treten für den Schutz ihrer Gemeinschaften ein, die sonst hilflos der Gewalt krimineller Banden, Milizen oder korrupter Soldaten ausgesetzt sind. 

Das Memorandum können Sie hier kostenlos herunterladen (PDF).

Alternativ können Sie das Memorandum auch in unserem Online-Shop bestellen: Zum Online-Shop

 

Headerbild: Fibonacci Blue via Flickr