Januar 2017

Während die Welt nervös auf den Amtsantritt von Donald Trump als 45. US-Präsidenten wartet, machen sich der unschuldig inhaftierte indianische Bürgerrechtler Leonard Peltier und seine Unterstützer große Sorgen. Denn die Zukunft des schwerkranken 72-Jährigen sieht unter Trump düster aus. Eine Begnadigung durch Präsident Obama ist seine letzte Chance auf einen Lebensabend in Freiheit. Noch acht Tag lang können wir hoffen, dass dieser Traum wahr wird. Dann scheidet Obama aus dem Amt.

Acht Jahre lang haben wir keinen von Obamas Staatsbesuchen in Deutschland verstreichen lassen, ohne ihn mit einer Mahnwache um Freiheit für Peltier zu bitten. Wir haben zahllose Briefe geschrieben und viele Kampagnen gestartet. Auch jetzt haben wir dem scheidenden Präsidenten am 10. Januar per Post und Mail noch einmal einen Appell mit mehr als 2.000 Unterschriften für Peltiers Begnadigung geschickt.

Leonard Peltier ist seit mehr als 40 Jahren in Haft wegen eines Verbrechens, das er nach menschlichem Ermessen nicht begangen hat. Er muss dafür büßen, dass zwei weiße FBI-Agenten 1975 bei einer Schießerei auf Indianerland in Süd-Dakota im Norden der USA ums Leben kamen. Peltier wurde beschuldigt, der Täter zu sein, und zum Sündenbock gemacht. Beweise gegen ihn wurden nachweislich gefälscht, Zeugen manipuliert und das Urteil schließlich gefällt: Zweimal lebenslänglich wegen Beihilfe zum Mord. Einen fairen Prozess hat es nie gegeben, kritisiert auch Amnesty International (USA). Alle Versuche, dieses Urteil anzufechten und ein neues Verfahren zu erreichen, scheiterten.

Aber wir geben die Hoffnung nicht auf, dass Obama in letzter Sekunde die Begnadigung verkünden wird, und werden in der kommenden Woche bis zur Amtsübergabe die Nachrichten aus den USA sehr genau verfolgen. Wir haben die Kampagne für Peltier jetzt erst einmal abgeschlossen. Aber natürlich werden wir sofort erneut durchstarten und uns an Donald Trump wenden, sollte Barack Obama nicht handeln.

Danke, dass Sie sich engagiert und uns unterstützt haben! Gemeinsam haben wir dem mutigen Menschenrechtler und Aktivisten Leonard Peltier den Rücken gestärkt und ihn durch eine schwere Zeit begleitet, die er sonst vielleicht nicht durchgestanden hätte! Er selbst hat auch immer wieder betont, wie wichtig es ihm ist, dass er von uns nicht vergessen wird.

Bitte unterstützen Sie uns bei unserer Menschenrechtsarbeit!

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