Coronavirus - Transparenz statt staatlicher Zensur

Für die Menschen in China ist der Coronavirus eine Katastrophe. Mehr als 1.000 Personen fielen der Infektionskrankheit schon zum Opfer, mindestens 40.000 gelten als infiziert. Täglich steigen die Zahlen. Menschen fürchten, fälschlich ausgegrenzt oder als vermeintlich Todkranke abgeschrieben zu werden. Unter den Betroffenen wächst der Ärger über die katastrophale Informationspolitik der Behörden. Denn statt auf Transparenz setzen sie auf maximale Kontrolle.

Das bekommen vor allem Tibeter*innen und Uigur*innen in Ostturkestan/Xinjiang zu spüren. So wurden in Tibet sieben Personen festgenommen und beschuldigt, falsche „Gerüchte“ über das Ausmaß der Erkrankungen zu verbreiten. Erste Fälle der Virus-Erkrankung werden von dort gemeldet.

Noch heikler ist die Lage in Ostturkestan/Xinjiang. Mehrere Dutzend Fälle sind dort schon bestätigt. Die Stadt Atushi mit ihren rund 200.000 Einwohner*innen wurde systematisch abgeriegelt, weil dort Menschen aus dem besonders betroffenen Wuhan Zuflucht gesucht haben. Nicht auszudenken, welche Folgen es hätte, wenn der Virus auf eines der Umerziehungslager in Ostturkestan/Xinjiang übergreifen würde. In ihnen sind Zehntausende Menschen dicht gedrängt untergebracht. Schon heute kommen aus den Lagern viele Klagen über mangelnde medizinische Betreuung.

Millionen Menschen machen sich um die Eingesperrten große Sorgen. Doch statt öffentlich über Schutzmaßnahmen für die Internierten zu berichten, erklären die chinesischen Behörden alle Informationen über den Virus in Ostturkestan/Xinjiang zur geheimen Staatssache. Chinas staatliche Zensoren gehen unerbittlich gegen alle vor, die den Mantel des Schweigens lüften wollen. Wir haben die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gebeten, auf mehr Transparenz zu drängen, denn das Leben Hunderttausender ist in Gefahr.

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