die neue "bedrohte Völker - pogrom" ist erschienen!

Foto: Bartosz Hadyniak/istock.com

Digitalisierung – Chancen und Gefahren

mein Orientierungssinn ähnelt dem eines Kühlschranks – eines kaputten Kühlschranks, dem obendrein ein Bein fehlt. Zum Glück navigiert mich mein Smartphone zuverlässig zu jedem Ziel. Computer, Smartphones und Tablets sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch nicht nur uns geht das so. Die Digitalisierung hat mittlerweile fast jeden Winkel und jeden Menschen unserer Erde erreicht – natürlich auch indigene Gemeinschaften oder Angehörige anderer Minderheiten. Genau dies nehmen wir in unserer neusten Ausgabe von „bedrohte Völker – pogrom“ in unseren Fokus.

Die Möglichkeiten dank Digitalisierung scheinen endlos: Ich habe für diese Ausgabe per Messenger-Dienst mit einer indigenen YouTuberin aus Brasilien gesprochen. Durch ihre Videos räumt sie mit Vorurteilen gegenüber Indigenen auf. Auf einer anderen Internetplattform verschaffen Frauen aus Afghanistan sich und ihren Rechten Gehör. Und mit einer App für das Handy sollen Kinder in Graubünden in der Schweiz die Sprache Rätoromanisch spielend vertiefen.

Gleichzeitig wirft die Digitalisierung Schatten. Die Volksrepublik China etwa führt vor, wie die eigenen Bürger mit Kameras, Gesichtserkennung und Datenanalyse komplett überwacht werden können. Besonders zu leiden haben darunter aktuell die Uiguren, Kirgisen und Kasachen.

Ausgerechnet das Darknet, das bei uns eher als Markt für Drogen- oder Waffenhandel Schlagzeilen macht, bietet in solchen Ländern einen geschützten Rückzugsraum. Daniel Moßbrucker, Experte für Internetfreiheit bei „Reporter ohne Grenzen“, erläutert in unserer Zeitschrift die besondere Bedeutung des Darknets für Menschenrechtler, Journalisten und die Demokratie.

Chancen und Gefahren, Freiheit und Überwachung, Nutzen und Missbrauch – bei der Digitalisierung liegen all diese Gegensätze nah beieinander.

Online können Sie in ausgewählte Artikel dieser Ausgabe unserer Zeitschrift „hineinschnuppern“. Auch ein kostenfreies Probeexemplar schicken wir Ihnen gerne zu. Sie sind überzeugt? Ein Abo unserer Zeitschrift können Sie mit wenigen Klicks auf unserer Website abschließen.

Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre!

Herzliche Grüße,

Ihre Johanna Fischotter

Redakteurin „bedrohte Völker - pogrom“

 

Leider haben wir noch eine sehr traurige Nachricht: Wir trauern um Dr. Ines Köhler-Zülch. Die GfbV hat mit ihr die „Frau der ersten Stunde“ verloren. Sie war internationale Märchenforscherin, hat sich aber auch mit ganzer Kraft ehrenamtlich für Minderheiten engagiert und viele unserer Menschenrechtsinitiativen mitgetragen. Sie hat ihrem Mann Tilman Zülch, der unsere Menschenrechtsorganisation vor mehr als 50 Jahren gründete und bis Frühjahr 2017 leitete, stets den Rücken freigehalten. In den fünf Jahrzehnten hat sie selbstverständlich unzählige Gäste der GfbV aus aller Welt in ihrem Haus beherbergt. Dr. Ines Köhler-Zülch ist am 24. April 2019 nach langer schwerer Krankheit in Göttingen gestorben. Sie wurde 77 Jahre alt.



Lesen Sie weiter


GfbV-Zeitschrift im Abonnement

Wir würden uns besonders darüber freuen, wenn Sie unsere Zeitschrift regelmäßig lesen möchten: Das Abonnement umfasst sechs Ausgaben im Jahr und kostet inklusive Versand 25 Euro pro Jahr (ermäßigt 20 Euro).

Jetzt Zeitschrift abonnieren oder kostenloses Probeheft anfordern.