SPD muss Aung San Suu Kyi Menschenrechtspreis entziehen!

„Wer Unrecht duldet, stärkt es.“ 

Diese Worte Willy Brandts sollten Richtschnur der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) sein. Wir werde die Partei am morgigen Donnerstag mit einer weithin sichtbaren Menschenrechtsaktion vor der Zentrale der SPD in Berlin daran erinneren und von ihr fordern, der De-facto-Regierungschefin von Myanmar/Burma, Aung San Suu Kyi, den Internationalen Willy-Brandt-Preis wieder zu entziehen.

Denn ohne dass die Politikerin einschritt, nahm die blutige Massenvertreibung der Rohingya im Nordwesten ihres Landes vor zwei Jahren ihren Lauf. Sie begann am 25. August 2017. Die Vereinten Nationen stufen sie inzwischen als ethnische Säuberung und Völkermord ein. Über eine Million muslimische Rohingya mussten Schutz in Bangladesch suchen.

Vor ein paar Jahren haben wir, wie viele Menschen weltweit, große Hoffnungen in Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gesetzt. Nach langjährigem Hausarrest unter der Militärregierung im Jahr 2010 freigelassen, ist sie heute die mächtigste Politikerin Burmas. Dem Schicksal der Rohingya jedoch begegnet sie mit Gleichgültigkeit, ja, sie hat den Völkermord sogar kleingeredet. Sie hat die Gräueltaten des Militärs hingenommen. Sie tut nichts dafür, dass den Rohingya endlich die vollwertige Staatsbürgerschaft von Myanmar zuerkannt wird und sie ein Leben in Sicherheit und Würde führen können.

Die SPD hat Aung San Suu Kyi 2014 mit dem Internationalen Willy-Brandt-Preis ausgezeichnet. Morgen werden wir gemeinsam mit einer Repräsentantin vom Europäischen Rohingya-Rat von der SPD fordern, endlich ein Zeichen zu setzen: Aung San Suu Kyi ist eines Menschenrechtspreises nicht würdig. Auch das Holocaust-Museum und Amnesty International hatten sie ausgezeichnet, ihr diese Preise jedoch längst wieder aberkannt.

Die SPD, die mit Heiko Maas den Außenminister unseres Landes stellt, darf zu der menschenverachtenden Politik von Aung San Suu Kyi nicht schweigen! Die vielen vertriebenen Rohingya, die in überfüllten Flüchtlingslagern ein elendes Dasein fristen müssen, haben nur Aussicht auf Rückkehr, wenn international Druck auf die Politik und das Militär Myanmars ausgeübt wird. Dazu muss die SPD beitragen!

Falls Sie zu unserer Arbeit für die Rohingya beitragen möchten, freuen wir uns über eine Spende.