Seite an Seite gegen Antisemitismus

„Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschah.

Aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon.“  
 

(Max Mannheimer †, Holocaust-Überlebender)

 

Vor wenigen Tagen war der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. 75 Jahre zuvor, am 27. Januar 1945, befreite die Rote Armee das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, das sinnbildlich für die Genozide am europäischen Judentum und den Roma und Sinti steht. An diesem Tag vergegenwärtigen wir uns den Grausamkeiten des nationalsozialistischen Deutschlands, gedenken der Opfer und fordern kollektiv „nie wieder!“.

Auch wir in der Göttinger Geschäftsstelle der Gesellschaft für bedrohte Völker haben uns an der Aktion des Jüdischen Weltkongresses (World Jewish Congress) beteiligt und in den Sozialen Medien mit Porträtbildern und dem Satz „We remember“ in verschiedenen Sprachen – darunter auch kurdisch und polnisch – den Millionen Ermordeten gedacht.

So wichtig wie die Erinnerung an jedes einzelne Opfer ist, ist die Verantwortung gegenüber den Lebenden; jenen Nachkommen der verfolgten und vergasten Jüdinnen und Juden, die weltweit einem stärker werdenden Antisemitismus ausgesetzt sind. Jenen Nachkommen, die in Deutschland aus Sorge vor Angriffen und Hass vielfach auf das Tragen religiöser Zeichen wie die Kippa verzichten. Jenen Nachkommen, deren Religionsfreiheit und Gotteshäuser von Polizei, Sicherheitsdiensten und Panzertüren gesichert werden muss. Nicht zuletzt der perfide Anschlagsversuch auf die Synagoge in Halle, steht für das was der Schriftsteller Primo Levi über Auschwitz und die Shoah allgemein sagte: „Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen.“

Kommendes Jahr kann Deutschland auf 1.700 Jahre nachgewiesenes Judentum zurückblicken. Um Antisemitismus entgegenzutreten und jüdisches Leben in Deutschland zu stärken, widmen wir uns jeden Montag in den Sozialen Medien diesem Thema. Unter dem Motto „Seite an Seite – #MontagsGegenAntisemitismus“ wollen wir eintauchen in die jüdische Kultur, Religion und Zeitgeschehen.

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