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Sicherheit muss vorgehen: Kein 5G-Netz mit Huawei!

Newsletter, 07. Feburar 2019

Seit über einem Jahr quält Tahir Qahiri die Ungewissheit. Der Kontakt zu seiner Familie in Xinjiang im Nordwesten Chinas ist abgebrochen. Dann erfährt der Uigure, dass sein Vater festgenommen wurde. Sein Verbrechen? Der Vater forschte zur uigurischen Sprache. Das war den Behörden suspekt.

In den vergangenen Monaten wurden vor allem Wissenschaftler, Künstler und Aktivisten Opfer der chinesischen Regierung. Sie wurden in Umerziehungslagern interniert. Die Zahl dieser Camps wird auf über 1000 geschätzt. 800 000 bis zwei Millionen Menschen – vor allem Uiguren, Kirgisen und Kasachen - sind laut US State Department bereits interniert. Der Drill in diesen Lagern soll offenbar dazu beitragen, die uigurische Kultur und Identität auszulöschen.

Auch im ganz normalen Alltag werden Uiguren in Xianjiang schikaniert. Sie müssen dem Islam abschwören, ihre Sprache ist in Schulen verboten. Familien werden entzweit, Leben zerstört. Hauptwerkzeug der Unterdrückung bleibt jedoch der Einsatz hochmoderner Überwachungstechnologie. Unzählige Kameras ermöglichen den chinesischen Behörden die totale Kontrolle in Xinjiang. Sie sammeln riesige Mengen an Daten, die gegen die Uiguren, Kasachen und Kirgisen verwendet werden: Wo fährt welches Auto wohin? Wer ruft wen an? Welche Apps hat man auf dem Handy?

Die Daten werden über ein flächendeckendes 5G-Mobilfunknetz gesendet. Wir gehen davon aus, dass auch der regierungsnahe chinesische Technikgigant Huawei zu diesem Netz beiträgt und so die Errichtung eines Polizeistaates in Xinjiang unterstützt. Zudem muss in China jede Firma dem Geheimdienst auf Anfrage alle Daten übergeben.

Auch in Deutschland soll ein 5G-Netz errichtet werden. Alle Unternehmen, die sich für diesen Auftrag bewerben, wollen mit Huawei zusammenarbeiten. Doch damit wären unsere Daten nicht mehr sicher. Wir setzen uns dafür ein, dass Huawei bei uns nicht am Ausbau des 5G-Netzes beteiligt wird. Helfen Sie uns dabei, Spionage und Missbrauch unserer Daten durch China zu verhindern.

 

Unterschreiben Sie unsere Petition und helfen Sie uns dabei, dem chinesischen Staat keinen Zugang zu unserem Netz und unseren Daten zu geben.

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Ich grüße Sie herzlich und danke für Ihre Unterstützung

Ihr Ulrich Delius

GfbV-Direktor


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