Kinder des Krieges und ihre Mütter schützen: Fokus auf Yezid*innen, Rohingya und Bosnien

In diesem Projekt erheben wir unsere Stimme für Kinder, die oft selbst keine Stimme haben: für Kinder des Krieges. Sie wurden durch Vergewaltigungen im Krieg gezeugt, symbolisieren in den Augen vieler die Gräuel des Krieges und sind daher zumeist mit schwerem Stigma behaftet. Es fällt ihren Gemeinschaften schwer, sie vorurteilsfrei anzunehmen.

Aktuell sind Kinder von yezidischen Müttern aus dem Nordirak und Kinder von Rohingya Müttern aus Myanmar betroffen. Doch auch in der Vergangenheit waren Kinder das Produkt von Vergewaltigungen im Krieg, etwa in Bosnien. In allen drei Ländern sind die Kinder vergessene Opfer von Völkermorden.

Mit dem Kurzfilm „Geliebt & Geächtet“ thematisiert die GfbV die patriarchalen Hintergründe, die der Stigmatisierung der Kinder oft zugrunde liegt und appelliert: Wenn die Kinder aus den Familien und Gemeinschaften ihrer Mütter ausgeschlossen werden, spielt man den Kriegstreibenden in die Hände!

Um der Ausgrenzung der Kinder entgegenzuwirken, werden Lösungen erarbeitet, wie die yezidische Gemeinde und die Rohingya mit der schwierigen Situation umgehen können – mit Betroffenen zusammen. In Reporten, Gesprächen mit politischen und religiösen Akteuren, mit Menschenrechtsbildung auf Filmveranstaltungen und juristischen Stellungnahmen ergreifen wir Partei für die Kinder. Die Erfahrungen der bosnischen Kinder des Krieges und ihrer Mütter, im Jahre des 25. Jahrestags des Massakers in Srebrenica, spielen dafür eine maßgebliche Rolle.


Geliebt und Geächtet - Kinder des Krieges


Weiterführende Informationen


"Internationaler Tag der Frauen - Kinder des Krieges" - Interview mit Prof. Dr. Ingvill C. Mochmann

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