Eine Reise zu den Guarani-Kaiowá in Brasilien

Foto: Vladyslav Dukhin via pexels.com

Im Auftrag der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und auf Einladung des Häuptlings der Guarani-Kaiowá, Ládio Veron, reisen Katie Mähler und Sabrina Tschiche von der ehrenamtlichen GfbV-Regionalgruppe aus Berlin nach Brasilien. Dort werden sie sich im Bundesstaat Mato Grosso do Sul ein Bild von der aktuellen Lage der Gemeinschaft machen, die mit etwa 50.000 Angehörigen das zweitgrößte indigene Volk in Brasilien ist. Auch nehmen sie als Mitglieder einer internationalen Beobachtergruppe an einer großen Versammlung der Guarani-Kaiowá teil.

Der Häuptling Ládio Veron hatte im Frühjahr 2017 um Hilfe für seine Gemeinschaft gebeten. Denn die Guarani-Kaiowá leiden große Not, weil sie keinen Zugang zu Land, Wasser und Anbauflächen haben. Der Großteil ihres Landes wird von Ranchern und Farmern genutzt, auch wenn die Indigenen rechtmäßig Anspruch darauf erheben. Oft unterstreichen sie ihre Ansprüche mit friedlichen Landbesetzungen und werden dann mit brutaler Waffengewalt vertrieben.

Katie Mähler und Sabrina Tschiche berichten regelmäßig von ihren Erlebnissen in einem Videotagebuch, das wir bei Instagram, Facebook und hier online stellen.

Es geht los

Nach wenigen Stunden Schlaf haben sich Katie und Sabrina auf den Weg zum Frankfurter Flughafen gemacht, um ihre Reise nach Brasilien zu starten. Von dort berichten sie in ihrem ersten Videotagebuch.


Noch immer unterwegs nach Brasilien

Bei ihrer Zwischenlandung im US-Bundestaat Florida haben Katie und Sabrina ihre Zeit für einen neuen Eintrag in ihrem Videotagebuch genutzt. Und stellen sich ganz in Ruhe vor.


Angekommen im brasilianischen Winter

Mittlerweile sind Katie und Sabrina im kalten Sao Paulo angekommen. Und haben schon erste Termine wahrgenommen.


Besuch im deutschen Generalkonsulat

Menschenrechtsarbeit bedeutet oft auch, Politiker und Diplomaten zu treffen und diese über die aktuelle Lage zu informieren. Und so waren auch Katie und Sabrina, gemeinsam mit Jordi Ferré, der das Unterstützernetzwerk für die Guarani-Kaiowá in Europa aufbaut, im deutschen Generalkonsulat in Sao Paulo.


Unterwegs im Bundesstaat Mato Grosso do Sul

Katie und Sabrina gönnen sich keine Pause: Kaum sind sie nach stundenlanger Fahrt nachts im Bundesstaat Mato Grosso du Sul angekommen, geht es früh weiter zur Besichtigung der Gegend. Mato Grosso bedeutet übersetzt eigentlich "dichter Wald", doch davon ist nichts mehr zu sehen.


In zurückeroberten Dörfern der Guarani-Kaiowá

Und weiter geht's für Katie und Sabrina in Brasilien. Sie besuchen zwei Dörfer, die von den Guarani-Kaiowá zurück erobert wurden und bekommen einen Einblick, welchen Einsatz die Guarani-Kaiowá bei ihrem Kampf um Landrechte bringen müssen.


Einblicke in den gefährlichen Kampf der Guarani-Kaiowá

Katie und Sabrina geben in ihrem neuesten Videotagebuch einen bewegenden Einblick in den gefährlichen Alltag der Guarani-Kaiowá, die in sogenannten Retomadas, also in von Guarani-Kaiowá zurückeroberten Landstrichen, leben.


Gewalt gegen die Guarani-Kaiowá

Auf ihrer Reise zu indigenen Gebieten in Mato Grosso, Brasilien, treffen Katie und Sabrina die 90-jähre Dona Damiana und den Sohn des von Paramilitärs ermordeten Anisio Gomez. Ihre Geschichten stehen symbolisch für die traurige Realität der Guarani-Kaiowá in Brasilien und deren ungebrochenen Widerstand gegen Landraub und Vertreibung.


Land ist leben

"Unser Ziel ist es, uns unser Land zurückzuholen. Denn die Erde ist unsere Mutter, unsere Freude und unsere Freiheit." Die Guarani-Kaiowá wünschen sich nichts sehnlicher, als auf ihrem eigenen Land leben zu können. Für diesen Wunsch kämpfen sie. Und für diesen Wunsch sterben sie.


Hausbau im Reservat

Während die Retomadas der Guarani-Kaiowá kleine Orte des Widerstands sind, lebt ein Drittel der indigenen Gemeinschaft noch immer in einem großen gemeinsamen Reservat. Um zu verstehen, was das bedeutet, fuhren Katie und Sabrina dorthin und lernten dabei, wie man ein Haus nach Guarani-Kaiowá-Tradition baut


Bitte tragen Sie zu unserer Menschenrechtsarbeit für bedrohte Völker mit einer Spende bei.

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Herzlichen Dank!