Myanmar/Burma: Friedensnobelpreisträgerin unter Druck

Obwohl Aung San Suu Kyi Friedensnobelpreisträger ist, legalisiert sie Apartheid in Myanmar und erzwingt auf internationaler Ebene Stillschweigen zu schweren Menschenrechtsverletzungen an den Rohingya. Illustration: Orsetta Cavallari und Ilaria Cimino für GfbV

von Ilaria Cimino und Ulrich Delius

Zehntausende demonstrieren in diesen Tagen in den Hauptstädten Südostasiens gegen Verbrechen, die die burmesischen Militärs in Burma (Myanmar) an der muslimischen Rohingya-Minderheit begehen. Mit einer beispiellosen Welle von Angriffen auf unbewaffnete Rohingya-Dorfbewohner hatte das Militär auf mysteriöse Überfälle unbekannter Bewaffneter auf drei Grenzposten am 9. Oktober 2016 reagiert. Seither bestimmen im Norden des Rakhine Staates in Burma Folter, Vergewaltigungen, Morde, Verschleppung und willkürliche Zerstörungen von Häusern das Leben vieler Rohingya. Hunderte von ihnen wurden bereits getötet und mehr als 35.000 sind seit dem Ausbruch der Gewalt geflohen.

Durch die öffentlichen Proteste nimmt der Druck auf die demokratisch gewählte Regierung Burmas unter Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi zu, nicht länger zu der Gewalt zu schweigen. So fordern Burmas Nachbarländer mittlerweile ein Ende der Verbrechen und eine unabhängige Untersuchung der Gewalt. Doch vor allem muss Burmas Regierung endlich an einer politischen Lösung der Rohingya-Frage arbeiten, damit die weltweit am meisten verfolgte Minderheit endlich in Frieden und Würde leben kann.


Klicken Sie auf die Slideshow und lernen Sie mehr zu den Hintergründen und dem Verhältnis zwischen Aung San Suu Kyi und den Rohingya. Sie können sich die Slideshow auch als Infografik hier herunterladen: Die Rohingya und "die Lady"


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