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Juli 2022
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  • 27 Jahre Massaker von Srebrenica - Leugnung des Genozids in Srebrenica
  • Mahnwache: 13 Jahren Massaker von Urumqi
  • 27 Jahre Massaker von Srebrenica - Interreligöses Friedensgebet
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  • 27 Jahre Massaker von Srebrenica - "Quo Vadis AIDA" Spielfilm in der Kinemathek
  • 27 Jahre Massaker von Srebrenica - Kundgebung
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Termine im Juli 2022

19:00
04. 07. 2022 - 04. 07. 2022

Vortrag von Belma Zulcic, GfbV Sarajevo: 

Leugnung des Genozids in Srebrenica.
Auswirkungen der Leugnung, Minimisierung und Relativierung des Verbrechens auf den Friedens- und Versöhnungsprozess in Bosnien und Herzegowina

 

Die Leugnung des Völkermords in Srebrenica ist nach wie vor ein ernsthaftes Hindernis für Frieden und Versöhnung in Bosnien und Herzegowina. Trotz des seit Ende Juli 2021 geltenden Gesetzes, das vom Hohen Repräsentanten Valentin Inzko auferlegt wurde und die Sanktionierung der Leugnung vorschreibt, wird noch immer in Bosnien und Herzegowina, Serbien, jedoch auch weltweit, das Ausmaß und der Charakter des Verbrechens in Srebrenica im Juli 1995 geleugnet. Ähnlich ist es auch mit der Großzahl der anderen in Bosnien und Herzegowina begangenen Verbrechen während des Krieges 1992 bis 1995. Die Folgen des Geschichtsrevisionismus sind groß, wirken sich jedoch insbesondere auf den Friedens- und Versöhnungsprozess in Bosnien und Herzegowina aus. Seit Beginn der russischen Invasion auf die Ukraine werden auch in Bosnien und Herzegowina die Spannungen größer und damit auch die Aussichten für einen neuen Krieg.

 

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27 Jahre Massaker von Srebrenica
Veranstaltungen der Gfbv Karlsruhe in Zusammenarbeit mit 
Bosniakisch-deutschen Gemeinde Karlsruhe,
Kulturzentrum Tollhaus
Kinemathek Karlsruhe
Stadtkloster Karlsruhe

Kontakt: 

Bosniakisch – Deutsche Gemeinde Karlsruhe e. V., Pfalzbahnstraße 4, 76187 Karlsruhe
Telefon 0721/9664524, info@dzemat-karlsruhe.de, www.dzemat-karlsruhe.de

Gesellschaft für bedrohte Völker, Burkhard Gauly, Wiesbadener Str. 20b, 76185 Karlsruhe
Telefon 0721/758640, karlsruhe@gfbv-rg.de

17:00
05. 07. 2022 - 05. 07. 2022

Genozid-Verbrechen gegen die uighurische Bevölkerung in China
Mahnwache: 13 Jahren Massaker von Urumqi

Erschreckende Dokumente belegen die Verbrechen gegen die Menschen in Ostturkestan. Ein internationales Team von Journalisten recherchierte  und überprüfte 2022 noch nie gesehene Fotos aus dem Inneren von chinesischen Umerziehungslagern. Die Bild- und auch Textdokumente aus einem großen Leak dokumentieren die Unterdrückung von Uiguren

Zum Hintergrund

Am 5. Juli 2009 eskalierten friedliche Proteste von Uiguren in der Hauptstadt der Autonomen Provinz Xinjiang in Nordwestchina zu blutigen Auseinandersetzungen mit der Mehrheitsbevölkerung der Han. Mindestens 200 Menschen wurden dabei getötet. Die Polizei reagierte mit Massenverhaftungen auch unter vollkommen unbeteiligten Uiguren. Der Verbleib hunderter Uiguren, die damals festgenommen wurden, ist bis heute nicht geklärt. Zu den Verschwundenen zählen Polizist*innen, Unternehmer*innen und viele andere Menschen, die sich zumeist zufällig im Stadtzentrum aufhielten. Seit zehn Jahren warten die Angehörigen vergeblich auf die Aufklärung ihres Schicksals. Die chinesische Regierung hat seitdem ihre Politik der Zwangsassimilierung der muslimischen Minderheiten ins Extreme gesteigert. Mehr als 1,5 Millionen Uiguren, Kasachen und Kirgisen sind heute ohne Anklage in Umerziehungslagern eingesperrt und werden dort einer Gehirnwäsche unterzogen, um sie auf die Linie der Kommunistischen Partei (KP) zu bringen. Die Inhaftierten wissen nicht, wann sie entlassen werden.

 

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Mitveranstalter*in

Gesellschaft für bedrohte Völker
Regionalgruppe Karlsruhe, Burkhard Gauly,Wiesbadener Str. 20b, 76185 Karlsruhe
karlsruhe@gfbv-rg.de

19:00
06. 07. 2022 - 06. 07. 2022

Interreligöses Friedensgebet

Gedenken-Gebet-Musik,
Gestaltung und Musik: Dorothee Schack

 

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27 Jahre Massaker von Srebrenica
Veranstaltungen der Gfbv Karlsruhe in Zusammenarbeit mit 
Bosniakisch-deutschen Gemeinde Karlsruhe,
Kulturzentrum Tollhaus
Kinemathek Karlsruhe
Stadtkloster Karlsruhe

Kontakt: 

Bosniakisch – Deutsche Gemeinde Karlsruhe e. V., Pfalzbahnstraße 4, 76187 Karlsruhe
Telefon 0721/9664524, info@dzemat-karlsruhe.de, www.dzemat-karlsruhe.de

Gesellschaft für bedrohte Völker, Burkhard Gauly, Wiesbadener Str. 20b, 76185 Karlsruhe
Telefon 0721/758640, karlsruhe@gfbv-rg.de

18:00
10. 07. 2022 - 10. 07. 2022

Quo Vadis AIDA

Spielfilm in der Kinemathek

Bosnien, Juli 1995. Aida (Jasna Ðuriči) ist Übersetzerin für die UN in der Kleinstadt Srebrenica. Als die serbische Armee die Stadt einnimmt, gehört ihre Familie zu den Tausenden von Menschen, die im UN-Lager Schutz suchen. Als Dolmetscherin in den Verhandlungen hat Aida Zugang zu entscheidenden Informationen. Sie versucht dabei, Lügen und Wahrheiten auseinanderzuhalten, um herauszufinden, wie sie ihre Familie und ihre Mitbürger*innen retten könnte.

„Dieser Film handelt von einer Frau, die in einem von Männern dominierten Krieg zwischen die Fronten gerät ist. Es geht um Mut, Liebe und Widerstandskraft – und auch darum, was passiert, wenn wir nicht rechtzeitig auf Warnsignale reagieren. Ich habe den Krieg in Bosnien überlebt. An einem Tag hat man alles, und am nächsten existiert fast nichts mehr von dem, was man kennt. Nur weil wir bestimmte Dinge für unvorstellbar halten, heißt das nicht, dass sie nicht geschehen können.“ (Jasmila Žbanić, Regisseurin)

 

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27 Jahre Massaker von Srebrenica
Veranstaltungen der Gfbv Karlsruhe in Zusammenarbeit mit 
Bosniakisch-deutschen Gemeinde Karlsruhe,
Kulturzentrum Tollhaus
Kinemathek Karlsruhe
Stadtkloster Karlsruhe

Kontakt: 

Bosniakisch – Deutsche Gemeinde Karlsruhe e. V., Pfalzbahnstraße 4, 76187 Karlsruhe
Telefon 0721/9664524, info@dzemat-karlsruhe.de, www.dzemat-karlsruhe.de

Gesellschaft für bedrohte Völker, Burkhard Gauly, Wiesbadener Str. 20b, 76185 Karlsruhe
Telefon 0721/758640, karlsruhe@gfbv-rg.de

17:00
11. 07. 2022 - 11. 07. 2022

Kundgebung: 27 Jahre Srebrenica

Der Völkermord in Srebrenica jährt sich in diesem Jahr am 11. Juli 2022 zum 27. Mal. 
ach einer dreieinhalbjährigen Belagerung fiel die eingekesselte ostbosnische Enklave und sogenannte UN-Schutzzone im Juli 1995 nach einer serbischen Großoffensive in die Hände des serbischen Generals Ratko Mladic. Bei den Massenerschießungen unter seinem Kommando und auf Befehl des Serbenführers Radovan Karadzic wurden mindestens 8 372 Menschen getötet – vor allem Jungen und Männer. 571 Opfer waren Frauen. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag (ICJ) bestätigte im Rahmen der Klage Bosnien-Herzegowinas gegen Serbien im Jahr 2007 den in Srebrenica begangenen Völkermord.
Die bosniakisch-deutsche Gemeinde und die Gesellschaft für bedrohte Völker laden Sie mit kurzen Wortbeiträgen herzlich ein an den Völkermord zu erinnern.
Srebrenica ist ein Beispiel dafür, was für tragische Fehler die internationale Gemeinschaft machen kann. Die Lage in Bosnien Herzegowina ist im Jahre 2022 besonders fragil. Wir Europäer werden und müssen das schreckliche Leid der Opfer und die furchtbaren Verbrechen in Srebrenica vor 27 Jahren in Erinnerung rufen und den aggressiven Initiativen entgegentreten .

 

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27 Jahre Massaker von Srebrenica
Veranstaltungen der Gfbv Karlsruhe in Zusammenarbeit mit 
Bosniakisch-deutschen Gemeinde Karlsruhe,
Kulturzentrum Tollhaus
Kinemathek Karlsruhe
Stadtkloster Karlsruhe

Kontakt: 

Bosniakisch – Deutsche Gemeinde Karlsruhe e. V., Pfalzbahnstraße 4, 76187 Karlsruhe
Telefon 0721/9664524, info@dzemat-karlsruhe.de, www.dzemat-karlsruhe.de

Gesellschaft für bedrohte Völker, Burkhard Gauly, Wiesbadener Str. 20b, 76185 Karlsruhe
Telefon 0721/758640, karlsruhe@gfbv-rg.de


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