22.05.2025
Menschenrechtsaktion in Frankfurt (24.05.)
Drachenbootrennen darf nicht über verheerende Menschenrechtslage in China hinwegtäuschen
Am Samstag protestieren zahlreiche Menschenrechtsorganisationen gegen das Drachenbootfestival in Frankfurt. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), die Tibet Initiative Deutschland (TID), der Verein Freiheit für Hongkong (FfHK) und der Weltkongress der Uiguren (WUC) wehren sich gegen den Versuch der chinesischen Regierung Veranstaltungen wie das Drachenbootfest zu nutzen, um von den verheerenden Menschenrechtsverletzungen der chinesischen Regierung abzulenken.
Zu der Protestaktion in Frankfurt laden wir Sie herzlich ein:
Am Samstag, 24. Mai 2025 ab 11 Uhr am Mainufer vor dem Universitätsklinikum, Theodor-Stern-Kai, 60596 Frankfurt am Main.
In den vergangenen Jahren hat die chinesische Regierung Städtepartnerschaften und Feste wie das Drachenbootfest gezielt genutzt, um das Bild eines freundlichen, harmonischen und partnerschaftlichen Chinas zu erzeugen. Auch in diesem Jahr sind zahlreiche Vertreter des chinesischen Staates sowie der chinesischen Einheitsfront nahestehende Organisationen Veranstalter des Drachenbootrennens. So wird das Festival vom chinesischen Generalkonsulat in Frankfurt, dem Fremdenverkehrsamt der Volksrepublik China, aber auch Organisationen mit Verbindung zu sogenannten chinesischen Polizeistationen unterstützt oder organisiert.
„Während die Veranstalter in Frankfurt ‚spannende Wettkämpfe‘ und ein ‚erweitertes Kulturprogramm mit vielfältigen Highlights‘ versprechen, werden tibetische und uigurische Kinder in China mit Gewalt von ihren Eltern getrennt und in Zwangsinternaten indoktriniert. Und auch in Deutschland schüchtert der chinesische Staat kritische Stimmen ein. Die Stadt Frankfurt darf sich nicht zur Kulisse für Propagandaveranstaltungen machen lassen“, kritisiert Hanno Schedler, GfbV-Referent für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung.
Unter Staats- und Parteichef Xi Jinping setzt die chinesische Regierung zunehmend auf einen großchinesischen Nationalismus, in dem ethnische und religiöse Gruppen gleichgeschaltet werden sollen. Mit ihrer Politik der Zwangsassimilierung von Kindern nicht-chinesischer Volksgruppen hat die Kommunistische Partei Chinas in den vergangenen Jahren ihren bereits bestehenden Katalog an Grausamkeiten erweitert. Tibetische, uigurische und mongolische Kinder sollen von ihren Kulturen, Sprachen, Traditionen und ihren eigenen Familien entfremdet werden. In Tibet und Ostturkestan werden bereits Kinder im Vorschulalter von ihren Eltern getrennt und in staatlichen Internaten systematisch indoktriniert. Die Zivilgesellschaft in Hongkong wird derweil systematisch kriminalisiert.