Keine deutschen Panzer gegen Kurden!

Afrin war eine Oase des Friedens im syrischen Bürgerkrieg. Es gab Religionsfreiheit und Minderheiten fühlten sich geschützt. Im Rundfunk wurde manchmal ein christlicher Gottesdienst übertragen. Frauen waren gleichberechtigt und an den Schulen durften die Kinder Kurdisch lernen. All das hat Erdogan zerstört. Schlimmer noch: Seine Armee ist mit Islamisten verbündet und lässt sie morden, plündern und Zivilisten einschüchtern. Hunderttausende Kurden – Muslime und Aleviten – und vor allem Yeziden sowie Christen mussten fliehen.

Der türkische Staatspräsident führt Krieg gegen die Kurden in Syrien. Im eigenen Land lässt er sie gewaltsam unterdrücken. Dort werden alle kritischen Stimmen zum Schweigen gebracht.

Doch noch immer genehmigt die deutsche Bundesregierung Rüstungsexporte für Erdogans Armee. Das ist ungeheuerlich! Bitte unterstützen Sie unsere Initiative gegen deutsche Waffenlieferungen an die Türkei.

Genehmigungen für Rüstungslieferungen an die Türkei zurückzunehmen!

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

unterstützt von Islamisten hat die türkische Armee die nordsyrische Kurdenregion Afrin angegriffen und erobert. Dabei wurden auch deutsche Panzer eingesetzt. Mindestens 200.000 Kurden, Yeziden, Aleviten und Christen wurden vertrieben und leiden bereits große Not. Viele Menschen in Afrin wagen sich nicht mehr auf die Straße. Frauen müssen sich verschleiern. Es gilt praktisch schon die Scharia, das islamische Recht. Alles Kurdische wird eliminiert: Denkmale werden abgerissen, Friedhöfe geschändet, Schilder mit kurdischer Aufschrift entfernt, Dörfer bekommen türkische Namen.

Es erschüttert mich, dass deutsche Rüstungsgüter dazu beigetragen haben, die Hoffnung vieler Kurden und der mit ihnen wohnenden Minderheiten auf eine bessere Zukunft in Frieden und Freiheit zu zerstören. Es erfüllt mich auch mit großer Sorge, dass der türkische Präsident Erdogan Tausende Bürger seines Landes inhaftieren, Justiz und Medien gleichschalten lässt. Deutschland darf diese totalitäre Politik nicht unterstützen. Bitte sorgen Sie dafür, dass die türkische Armee nicht länger mit deutschen Waffen und deutscher Technik hochgerüstet wird. Bitte nehmen Sie auch die bereits erteilten Ausfuhrgenehmigungen für Rüstungsgüter zurück!

Mit freundlichen Grüßen

 

Wenn Sie sich an dieser Unterschriftenaktion beteiligen möchten, dann tragen Sie bitte in das untenstehende Formular Ihre Daten ein.

Sie bekommen dann eine E-Mail zur Bestätigung zugesandt. Ihre Daten werden ausschließlich für diese Kampagne der Gesellschaft für bedrohte Völker gespeichert.

Die Türkei ist für deutsche Waffenschmiede trotzdem ein wichtiges Empfängerland geblieben. 2017 erhielt der Nato-Partner Rüstungsgüter im Wert von 55 Millionen Euro. Zwischen dem 18. Dezember 2017 und dem 24. Januar 2018 wurden nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums 31 Rüstungsexporte in die Türkei genehmigt – trotz der totalitären Politik des Erdogan-Regimes. Der Rüstungskonzern Rheinmetall soll die 354 Leopard-2-Panzer, mit der Deutschland die türkische Armee schon vor Jahren hochgerüstet hat, jetzt modernisieren. Angeblich sollen sie im Kampf gegen den „Islamischen Staat“ eingesetzt werden. Doch das ist Augenwischerei. Die Panzer dienen der Türkei als tödliche Waffe im Kampf gegen die Kurden. Sie schossen den Weg frei in das kurdisch verwaltete Afrin in Nordsyrien.

Es ist empörend, dass Deutschland die türkische Armee, die gegen die Kurden marschiert, noch immer hochrüstet. Die Rüstungslieferungen müssen sofort eingestellt werden!

Sie können das gedruckte Infoblatt und den Apell als Postkarte auch kostenlos in unserem Online-Shop (Kategorie: Aktionsmaterial) bestellen: Zum Shop

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Diese Petition wurde im Mai 2018 lanciert.