Im Südsudan herrscht Hunger, obwohl das Land fruchtbar ist und viele Südsudanesen Bauern oder Rinderzüchter sind. Die Hungersnot ist keine Naturkatastrophe, sondern von Menschenhand gemacht. Denn seit Dezember 2013 tobt ein blutiger Machtkampf in Afrikas jüngstem Staat.

Dringend braucht das Land einen sofortigen Waffenstillstand. Damit über einen umfassenden Frieden verhandelt werden kann. Und die Zahl der Waffen muss durch ein Waffenembargo der Vereinten Nationen endlich verringert werden. Denn statt Gelder für Schulen und Krankenhäuser zu verwenden, kaufen die Konfliktparteien immer neue Waffen.

Bitte appellieren Sie an Bundeskanzlerin Angela Merkel ein drohendes Massensterben in Afrikas jüngstem Staat zu verhindern. Der Südsudan braucht nicht nur mehr Hungerhilfe, sondern politische Initiativen. Ein Waffenembargo ist notwendig, denn Waffen sind teuer und schüren neuen Krieg.

Waffen kann man nicht essen: Hungersnot im Südsudan

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

mit großer Besorgnis verfolge ich die sich zuspitzende Hungerkatastrophe im Südsudan. Ich möchte Ihnen dafür danken, dass Deutschland deshalb großzügig humanitäre Hilfe leistet. Doch diese Hilfe wird nicht viel bewirken, wenn das Morden nicht beendet wird.

Deshalb möchte ich Sie darum bitten, sich für einen echten Waffenstillstand im Südsudan einzusetzen, damit in neuen Verhandlungen ein dauerhafter Friede erreicht wird. Bitte setzen Sie sich auch für eine Bestrafung der Verantwortlichen für die schweren Verbrechen an der Zivilbevölkerung sowie für ein umfassendes Waffenembargo gegenüber allen Konfliktparteien ein. Denn immer neue Waffen schüren Krieg und schwere Menschenrechtsverletzungen im Südsudan.

Mit freundlichen Grüßen

 

Wenn Sie sich an dieser Unterschriftenaktion beteiligen möchten, dann tragen Sie bitte in das untenstehende Formular Ihre Daten ein.

Sie bekommen dann eine E-Mail zur Bestätigung zugesandt. Ihre Daten werden ausschließlich für diese Kampagne der Gesellschaft für bedrohte Völker gespeichert.

Bürgerkrieg im Südsudan

https://www.flickr.com/photos/babasteve/5808066446

Als der Südsudan im Sommer 2011 ein unabhängiger Staat wird, ist die Hoffnung groß. Endlich Frieden nach mehr als 50 Jahren Völkermord, Krieg und Flucht. Doch die Hoffnung der Südsudanesen auf einen dauerhaften Frieden und ein besseres Auskommen erfüllt sich nicht. Denn die bis an die Zähne bewaffneten Machteliten des Südsudan bekämpfen sich blutig, um ihre Kontrolle über das rohstoffreiche Land zu sichern. 

Unter dem Bürgerkrieg leidet besonders die Zivilbevölkerung. Rund 7,5 Millionen Menschen sind auf internationale Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Selbst Mitarbeiter von Hilfsorganisationen werden umgebracht, so dass es immer schwerer wird, die Not leidenden Zivilisten zu versorgen. Fast 1,9 Millionen Südsudanesen sind im eigenen Land auf der Flucht vor Gewalt und schweren Menschenrechtsverletzungen. Weitere 1,7 Millionen Menschen haben in den Nachbarländern Zuflucht gesucht. 

Und die blutigen Kämpfe nehmen immer weiter zu. Zwar gibt es offiziell seit August 2015 einen Waffenstillstand, doch niemand hält sich daran. Gekämpft wird entlang ethnischer Zugehörigkeit in dem Vielvölkerstaat. Wer das Pech hat, zu einer ethnischen Minderheit zu gehören, muss um sein Leben fürchten. Denn sogar Babies, Kinder und alte Menschen werden willkürlich von regulären Soldaten oder Milizionären ermordet, weil sie vermeintlich gegnerische Kräfte unterstützen. Die Vereinten Nationen warnen vor einem drohenden Völkermord im Südsudan.

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Diese Petition wurde im April 2017 lanciert.