Kontakt

Burkhard Gauly

Wiesbadener Str. 20b
76185 Karlsruhe
Tel.: 0721-758640

E-Mail: karlsruhe@gfbv-rg.de

Rückblick

Klicken Sie sich durch unsere Fotogalerie und gewinnen Sie so einen Einblick in unsere Aktivitäten.

 

Veranstaltungen

Freitag, 09. November 2018 | Ganztägig

80 Jahre nach der Reichspogromnacht

Zum Gedenken an die Reichspogromnacht findet eine Mahnwache mit Gebet am Platz der ehemaligen Synagoge und eine Abendveranstaltung im Kulturzentrum Tollhaus statt.

Mahnwache

 

9.30 bis 17.00 Uhr am Platz der ehemaligen Synagoge, Kronenstraße 15.

Schülerinnen und Schüler der Katholischen Fachschule für Sozialpädogogik Karlsruhe, stellen auf Schautafeln das Thema "Stolpersteine erzählen", Biographien jüdischer Bürger, vor.

 

Gedenkgebet für die Ermodeten

 

14.00 Uhr am Platz der ehemaligen Synagoge, Kronenstraße 15.

El Male Rachamin, Kaddisch: Herr Rabbiner Moshe Yudelevitz

 

Abendveranstaltung

 

20.00 Uhr Lesung von Jutta Berendes im Kulturzentrum Tollhaus, Alter Schlachthof 35.

 

"Moses Mendelssohn (1729 - 1786)"

Nach Wahrheit forschen, Schönheit lieben, Gutes wollen, das Beste tun.

 

Moses Mendelssohn der Brückenbauer.

Bei seiner Ankunft in Berlin (1743) war die jüdische Gemeinde vollkommen isoliert. Das Judenreglement von Friedrich II verwehrte den Juden die Teilnahme an einem normalen bürgerlichen Leben. Die Gemeinde selbst schottete sich ab - deutsch zu sprechen pder zu lernen galt als Ketzerei. Das Erlenen der Sprache aber war die Brücke zu den nichtjüdischen Mitbürgern und zur Emanzipation.

 

Die Lesung der Autorin Jutta Berendes wird u.a. mit Barockmusik aus der Lebenszeit von Moses Mendelssohn begleitet

 

Mit Stefan Viering, Mattes Herre, Dmitri Dichtiar und Irene Müller-Glasewald.

Begrüßung für den Arbeitskreis 9. November 1938: Herr stlv. Dekan Erhard Becht.

 

Eine gemeinsame Veranstaltung folgender Karlsruher Organisationen:

 

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Karlsruhe e.V.; amnesty international, Bezirk Karlsruhe; Büro für Integration der Stadt Karlsruhe; Christlich-Islamische Gesellschaft; DGB; Forum Ludwig Marum e.V. Karlsruhe; Freundeskreis Asyl Karlsruhe e.V.; GEW; Gegen Vergessen – für Demokratie e.V.; Gesellschaft für bedrohte Völker; Kulturamt der Stadt Karlsruhe; Menschenrechtszentrum Karlsruhe e.V.. und Kulturzentrum TOLLHAUS.

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ab Sonntag, 11. November 2018

Ausstellung: The Advocacy Quilts Project

Denen eine Stimme geben, die keine Stimme haben

Stephanienbad Karlsruhe, Breite Str. 49A, 76135 Karlsruhe

Die Nonprofit-Organisation "The Advocacy Project" wurde 2001 von Iain Guest gegründet. Sie wollen benachteiligten Menschen- oder Bevölkerungsgruppen die Möglichkeit geben auf sich und ihre Probleme aufmerksam zu machen. Weltweit ermutigen sie Menschen ihre Stimme zu erheben und ihre Rechte als Mensch einzufordern.

Das Advocacy Quilts Project wurde ins Leben gerufen um marginalisierten Menschen zu helfen, ihre persönlichen Geschichte zu erzählen. Misshandelte Kinder und Frauen, Menschen die Krieg erlebt haben oder ihr Leben mit einer Behinderung bewältigen, Indigene Völker oder Minderheiten bekommen durch dieses Projekt eine Stimme. Die zusammen gearbeiteten Quilts ermöglichen ihnen ihre erlebten Kämpfe, Triumphe und Emotionen in Bildern zu verarbeiten. Das Zusammentreffen von Menschen mit ähnlichen Geschichten und die gemeinsame kreative Arbeit, soll ihnen helfen sich über ihre jeweiligen Erlebnisse auszutauschen.

Hier können Sie sich den Flyer für die Ausstellung herunterladen: Austellung Advocacy Quilts (pdf)

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Mittwoch, 21. November 2018 | 19:30 Uhr

Vortrag: „Auf keinem Auge Blind“

Stephanienbad Karlsruhe, Breite Str. 49A, 76135 Karlsruhe

Referent: Burkhard Gauly, Sprecher der Regionalgruppe Karlsruhe 

Im Rahmen der Ausstellung "The Advocacy Project" berichtet Burkhard Gauky über die Ziele und Wege der Menschenrechtsarbeit der Gesellschaft für bedrohte Völker.

Eintritt frei. Spenden erwünscht.

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Vergangene Veranstaltungen

Freitag, 28. September 2018 | 19:30 Uhr

Dokumentarfilm: „Konzerne als Retter?“ – Das Geschäft mit der Entwicklungshilfe

Die Autorin des Films, Caroline Nokel, wird anwesend sein und Fragen beantworten.

Ort: Ständehaussaal, Ständehausstraße 2, 76133 Karlsruhe

Zum Inhalt des Dokumentarfilms:

Die staatliche Entwicklungshilfe setzt zunehmend auf die Privatwirtschaft. Nur sie könne effizient Armut und Hunger in der Welt bekämpfen. "Konzerne als Retter? Das Geschäft mit der Entwicklungshilfe" nimmt den Zuschauer mit nach Kenia, Sambia und Tansania, fragt, wie öffentlich-private Partnerschaften konkret funktionieren und ob die Ärmsten der Armen von ihnen profitieren.

Die Vereinten Nationen haben sich ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis zum Jahr 2030 sollen Armut und Hunger weltweit beendet werden. Um das zu erreichen, setzt die staatliche Entwicklungshilfe zunehmend auf die Privatwirtschaft. Die öffentlichen Gelder seien knapp, zusätzliche Investitionen aus der Wirtschaft nötig, um sogenannte Hebeleffekte zu erzielen.

Der Einsatz unternehmerischen Know-hows kreiere eine Win-win-Situation für alle Beteiligten, so die Befürworter des Trends aus Politik und Wirtschaft. Kritiker halten dagegen, dass das Einbeziehen von Konzernen in die Entwicklungshilfe eine Außenwirtschaftsförderung sei und nicht den Hungernden zugutekomme.

Die Dokumentation analysiert die politischen Hintergründe öffentlich-privater Partnerschaften in der Entwicklungshilfe. Sie beleuchtet sieben unterschiedliche Modelle der Zusammenarbeit im Ernährungs- und Landwirtschaftssektor in Kenia, Sambia und Tansania: vom Versuch deutscher Unternehmen, die Produktivität kenianischer Kartoffelbauern zu steigern, bis hin zum Investmentfonds, der Entwicklungsgelder nutzt, um mit gigantischen Soja- und Maisplantagen Rendite für Anleger in Deutschland zu erzielen.

Der aufwendig recherchierte Film zeigt den Missbrauch staatlicher Entwicklungsgelder durch die Industrie auf und macht den Grundkonflikt zwischen industrieller und kleinbäuerlicher Landwirtschaft deutlich. Ist die Zusammenarbeit von privat und Staat in der Entwicklungszusammenarbeit möglich, so dass die lokale Bevölkerung auch wirklich von ihr profitiert?

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Donnerstag, 18. Oktober 2018 | 19 Uhr

„Verhaftung in Granada, oder: Treibt die Türkei in die Diktatur?“

Lesung und Gespräch mit dem deutsch-türkischen Schriftsteller Dogan Akhanli

Ort: Internationales Begegnungszentrum, Kaiserallee 12 d, 76133 Karlsruhe

Am 19. August 2017 landete der Kölner Schriftsteller Dogan Akhanli im Gefängnis in Granada. Eigentlich sollte es eine harmlose Urlaubsreise nach Südspanien sein. Doch Erdogans Türkei hatte ihn über Interpol zur Festnahme ausgeschrieben. Sicherlich soll der Schriftsteller auch wegen seines Engagements für die armenischen und assyrisch-aramäischen Christen mundtot gemacht werden. Inzwischen ist Dogan Akhanli wieder frei. Er durfte von Spanien nach Deutschland ausreisen. Er wird aus seinem Buch (2018) lesen und über die Verfolgung von Journalisten und Autoren in der Türkei berichten. »Verhaftung in Granada« ist, bei aller Grausamkeit und allem Unrecht, von denen die Rede ist, eine abenteuerliche, poetische und oft auch humorvolle Reise durch die letzten 40 Jahre, die uns hilft zu verstehen, warum in der Türkei noch immer und wieder Willkür und Gewalt herrschen.

Eintritt frei. Spenden erwünscht.

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Freitag, 21. September und Samstag, 22. September 2018

Karlsruher Atomtage

Kooperation mit Die Grünen/Bündnis 90, Land Baden-Württemberg, Kreis Karlsruhe und der Karlsruher Bundestagsabgeordneten Sylvia Kotting-Uhl (Bündnis 90/ Die Grünen)

Ort: Zieglersaal, Baumeisterstraße 18, 76137 Karlsruhe

Themen u.a. Uran-Abbau und ethnische Minderheiten

Die Macht der Atomkraft – in Deutschland mit dem Atomausstieg doch eigentlich bezwungen und doch ungebrochen? Hält die zivil-militärische Verflechtung die Atomkraft am Leben, obwohl jeder AKW-Neubau ein ökonomischer Bankrott ist? Warum fördert die EU bis in das Tschernobyl-Land Ukraine hinein die Lebensverlängerung der Atomkraft? Warum bedroht das Uralt-AKW Fessenheim über alle geplanten Abschaltdaten Karlsruhe immer noch? Was rechtfertigt im 21. Jahrhundert die menschenrechtsverachtende Praxis des Uranabbaus? Und was ist eigentlich aus dem Konsens der Endlagerkommission geworden? Vergessen, Urananreicherung in Deutschland läuft weiter und die Endlagersuche hakt schon am Anfang?

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Samstag, 15. September 2018

Auftaktveranstaltung: 10 Jahre Faire Woche in Karlsruhe

Infostand beim bunten Markt bei der Kirche St. Stephan

Infostand zu Menschenrechte und Fairem Handel Freunde des Fairen Handels und der Einen Welt sowie Interessierte dürfen sich auf Mitmachaktionen, Live-Musik, Produkte aus Fairem Handel und ein faires Freiluftcafé freuen.

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Samstag, 1. September 2018

SEEBRÜCKE – Für sichere Fluchtwege

Demonstration auf dem Karlsruher Marktplatz

Es ist Zeit aufzustehen und NEIN zu sagen zur Verweigerung von Hilfe und JA zur Seenotrettung und zu sicheren Fluchtrouten! Niemand kann sagen, nichts gewusst zu haben. Das Sterbenlassen im Mittelmeer geschieht durch unsere Regierungen, in unserem Namen.

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Mittwoch, 23. Mai 2018

Friedensfest zum Staffellauf für den Fieden

Friedensfest am Etappenziel Karlsruhe

Ein Staffellauf gegen Rüstungsexporte führt in den Pfingstferien von Oberndorf am Neckar bis nach Berlin. Am 23. und 24. Mai kommt er durch Karlsruhe. Wir beteiligen uns an der Kundgebung und am Fest als Zeichen gegen den Export von Waffen in Krisengebiete.

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Mittwoch, 16. Mai 2018 | 19:00 Uhr

Jerusalem und das Westjordanland: Welche Zukunft haben die Palästinenser?

Vortrag mit Jamal Juma'a

Ort: Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Gartenstraße 29 a, 76133 Karlsruhe

Seit der Gründung des Staates Israels vor 70 Jahren leidet das palästinensische Volk unter der Vertreibung, seit 50 Jahren unter israelischer Besatzung. Auf Basis der aktuellen Situation im Jahr 2018 diskutiert Jamal Juma’a die Fragen nach der Zukunft der Palästinenser und den Herausforderungen, die sich für die Europäer stellen.

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Donnerstag, 5. April 2018 | 19 Uhr

Film und Kurzvortrag „Das Mädchen aus dem Norden“

Ort: Schauburg, Marienstraße 16, 76137 Karlsruhe

Ein junges Mädchen wird aus ihrem Haus und ihrer Familie geholt und an eine staatliche Schule geschickt, wo indigene Schüler in "akzeptable" Mitglieder der schwedischen Gesellschaft verwandelt werden sollen.

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März bis April 2018

Donnerstag-Demonstrationen

Aktionen mit kurdischen Verbänden und anderen politischen Initiativen in Karlsruhe (sechs Termine)

Im Andenken an die Opfer des Giftgasangriffes auf die kurdische Stadt Halabja in Irakisch-Kurdistan vor 30 Jahren protestiert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) unter dem Motto: „Halabja 1988/Afrin 2018: Damals Giftgas, heute Panzer – Keine deutschen Waffen gegen Kurden!“

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Mittwoch, 14. März 2018 | 19 Uhr

Vortrag: Rohingya – In Burma entrechtet und vertrieben

Internationales Begegnungszentrum Karlsruhe, Kaiserallee 12 d, 76133 Karlsruhe

Vortrag von Ulrich Delius, Direktor der Gesellschaft für bedrohte Völker.

Es ist ein „humanitärer und menschenrechtlicher Albtraum“. So beschreiben die Vereinten Nationen die brutale Vertreibung der muslimischen Rohingya aus Burma. Helfer warnen vor einer Katastrophe biblischen Ausmaßes, denn niemals zuvor mussten in diesem Jahrhundert so viele Menschen in so kurzer Zeit Hals über Kopf fliehen: Zwischen Ende August und Mitte Oktober 2017 erreichten fast 600.000 verängstigte Rohingya-Flüchtlinge das benachbarte Bangladesch. Viele waren total entkräftet und traumatisiert, hatten entsetzliche Gräueltaten an hilflosen Zivilisten, an Familienangehörigen und Nachbarn mitansehen müssen. Auf tagelangen Fußmärschen hatten sich die Überlebenden nur von Wurzeln oder Wildpflanzen ernährt. Andere hatten riskiert, in völlig überfüllten Booten den breiten Grenzfluss zu überqueren.

Bangladesch wollte diesen verzweifelten Menschen nicht helfen und machte die Grenze dicht. Zehntausende drängten sich vor dem Zaun oder mussten am Ufer ausharren, bis sie schließlich doch in Bangladesch in 23 großen Lagern untergebracht wurden. Die Umstände dort sind unsäglich: Es fehlt an frischem Trinkwasser, Nahrungsmitteln, Medikamenten und sanitären Einrichtungen. Bangladesch rechnet damit, dass noch viel mehr Rohingya fliehen müssen. Im Grenzgebiet soll ein riesiges Camp für bis zu 900.000 Flüchtlinge entstehen, auch wenn sich dort Krankheiten rasend schnell ausbreiten und tausende Menschenleben fordern können. Doch dahinter steckt Kalkül: Bangladesch will die Rohingya schnellstens wieder loswerden. Verzweiflung und Verbitterung unter den Flüchtlingen wachsen.

Ulrich Delius, Direktor der Gesellschaft für bedrohte Völker, berichtet über die Lage der Rohingya.
In Zusammenarbeit mit dem ibz Karlsruhe.

 

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2017

Veranstaltungen 2017

Hier gibt es die Veranstaltungen, die wir als Regionalgruppe Karlsruhe 2017 gemacht haben, im Überblick.

Mahnwache am Tag der Menschenrechte: Freiheit für die politischen Gefangenen in der Türkei

10. Dezember 2017 von 17.00 Uhr bis 18.00
Erbprinzenstraße Karlsruhe (vor der St. Stephanskirche)

Seit Sommer 2015 wurden im Kurdengebiet der Türkei mehr als 500.000 Menschen Opfer von Zwangsumsiedlungen und mehr als 7.000 Mitglieder, leitende Angestellte und gewählte Vertreter der pro-kurdischen Partei HDP (Demokratische Partei der Völker) inhaftiert. Seit dem Putschversuch im Juli 2016 wird die Politik des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan immer repressiver und autoritärer: Fast 120.000 Beamte, Staatsanwälte und Richter wurden entlassen, mehr als 100.000 Personen verhaftet und über 2.000 Bildungseinrichtungen geschlossen. Es kam zur Schließung von fast 200 Medien, darunter auch 15 kurdische. 146 Journalisten sind weiterhin in Haft.

Stellvertretend für die Tausenden in der Türkei inhaftierten Politiker, Journalisten, Bürgermeister, Regierungsgegner, Angehörigen kurdischer Volksgruppen sowie anderer Minderheiten stehen wir hier, um auf das Schicksal des HDP-Vorsitzenden Selahattin Demirtas, Gültan Kisanak, Oberbürgermeisterin von Diyarbakir, und der Journalistin Mesale Tolu aufmerksam zu machen und ihre Freiheit zu fordern. Die türkische Justiz wirft ihnen vor, „terroristische Aktivitäten“ betrieben zu haben. In Wirklichkeit setzen sie sich gewaltfrei für eine Türkei ein, in der Kurden, Assyrer/Aramäer, Armenier, Aleviten, Christen, Yeziden und Muslime frei und friedlich zusammen leben können.

Veranstaltung: Fotoausstellung über die Waorani in Ecuador und die Zerstörung ihres Lebensraumes

21. Oktober bis 20. November 2017
Kulturzentrum Tollhaus, Alter Schlachthof 35, 76131 Karlsruhe
Eröffnungsveranstaltung: Samstag, 21. Oktober 2017 um 17.00 Uhr

In Ecuador bedrohen aktuelle Regierungspläne zur Erdölförderung in Amazonien die Indigenen der Archuar, Andoa, Kichwa, Sápara, Shuar und Waorani akut in ihrem Überleben. Das sind sieben von zehn im ecuadorianischen Amazonasgebiet lebenden Gemeinschaften. Diese Menschen werden keine weiteren Eingriffe in ihren einzigartigen Lebensraum überleben können. Das Parlament Ecuadors entschied im Oktober 2013, die durch die Yasuni ITT- Initiative weltweit bekannten Blöcke 31 und 43 im Herzen des Yasuni- Nationalparkes für die Erdölförderung freizugeben. Der Yasuni ist ein Gebiet mit bedeutender Artenvielfalt. Bei einer Fortsetzung der Förderung ist zu befürchten, dass Ecuador seine indigenen Völker demwirtschaftlichenWachstum opfert.

Hier können Sie das Plakat zur Veranstaltung herunterladen: Plakat (pdf)

Mahnwache, Gedenkgebet und Vortrag: 79 Jahre nach der Reichspogromnacht

9. November 2017

9.30 bis 17.00 Mahnwache: Platz der ehemaligen Synagoge, Kronenstraße. 15, 76133 Karslruhe,
Schüler und Schülerinnen der Drais-Gemeinschafts- und Realschule, Karlsruhe, Klasse 10a und 10b. Das auf Schautafeln vorgestellte Thema ist „Jüdischer Widerstand und jüdische Widerstandsgruppen“.

14.00 Uhr Gedenkgebet für die Ermordeten: Platz der ehemaligen Synagoge, Kronenstraße. 15, 76133 Karslruhe, El Male Rachamim: NN, Kaddisch: Herr Petr Kupershmidt, Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Karlsruhe

20.00 Uhr „Nach Mord und Zerstörung: Jüdische Existenz im Geiste der Demokratie.“: Kulturzentrum Tollhaus, Alter Schlachthof 35, 76131 Karlsruhe, Vortrag von Prof. Dr. Micha Brumlik, Begrüßung für den Arbeitskreis 9.November 1938: Dr. Susanne Asche, Kulturamt der Stadt Karlsruhe, musikalische Umrahmung: Chor „Alef“ der Jüdischen Kultusgemeinde Karlsruhe, Leitung: Leonid Alpert

Eine gemeinsame Veranstaltung folgender Karlsruher Organisationen: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Karlsruhe e.V.; amnesty international, Bezirk Karlsruhe; DGB; GEW; Menschenrechtszentrum Karlsruhe e.V.; Freundeskreis Asyl Karlsruhe e.V.; Gesellschaft für bedrohte Völker; Christlich-Islamische Gesellschaft; Gegen Vergessen – für Demokratie e.V.; Büro für Integration der Stadt Karlsruhe; Kulturamt der Stadt Karlsruhe; Kulturzentrum TOLLHAUS.

„Amerika nach dem Eis“: Info- Stand auf dem Aktionstag im Naturkundemuseum

7. Oktober 2017 | 10 - 18 Uhr
Naturkundemuseum: Erbprinzenstraße 13, 76133 Karlsruhe

Auf der Spur von Mensch und Tier in der Neuen Welt – mit einem vielfältigen Programm für die ganze Familie! Führungen durch die Sonderausstellung für Kinder und Erwachsene zeigen die ganze Viel­falt dieser faszinierenden Megafauna und führen auf die Spuren der ersten Menschen, die am Ende des Eiszeitalters die Neue Welt erreichten. Wie Fossilien auf die Spur der Megafauna führen oder welche Bedeutung das Rentier für die ersten Amerikaner hatte, können junge Besucher in Kinderkursen erforschen. In den Vorleseaktionen wird die eiszeitliche Welt lebendig. Natürlich gibt es auch einen Basteltisch zum Thema. Bei einem Bilderrätsel-Gewinnspiel für Erwachsene und Kinder sind attraktive Preise wie eine exklusive Kuratorenführung sowie spannende Bücher zu gewinnen. Vorführungen und Präsentationen geben einen Einblick in steinzeitliche Handwerkstechni­ken wie Herstellung von Harpunen und Nähnadeln oder Faustkeilen und Speeren. Unterstützt wird das Naturkundemuseum dabei von Marion Schütz vom Verein Homo heidelbergensis von Mauer e.V., Prof. Dr. Clemens Eibner vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Heidelberg, sowie Rudolf Walter von „Ur­geschichte hautnah“. Die Gesellschaft für bedrohte Völker e.V., die sich für ethnische und religiöse Minderheiten und indigene Gemeinschaften einsetzt, wird ebenfalls zu Gast sein und stellt ihre Aktivi­täten vor allem in Bezug auf die Völker der amerikanischen Kontinente vor. Der Bücherstand des Naturbuchvertriebs Ingo Trepte bietet Bücher zum Thema der Sonder­ausstellung an. Weitere Informationen unter: http://amerika-nach-dem-eis.de/

Veranstaltung: Podiums- Diskussion von Amnesty International und der Gesellschaft für bedrohte Völker

15. September 2017 | 19.30 Uhr
Kulturzentrum Tollhaus, Alter Schlachthof 35, 76131 Karlsruhe

Die Menschenrechtsorganisationen Amnesty International (Bezirk Karlsruhe) und die Gesellschaft für bedrohte Völker (Region Karlsruhe)  laden zu einem Podiums- Gespräch ins Karlsruher Tollhaus ein.

Es beteiligen sich
Frau  Sylvia Kotting- Uhl (Bündnis 90/ Die Grünen)
Herr Johannes Krug i. V. von Herrn Ingo Wellenreuther (CDU)
Herr Michael Theurer (FDP)
Herr Parsa Marvi (SPD)
Herr Michel Brandt (Die Linke)

Der neue Bundestag, der  am 24. September 2017 gewählt werden wird, wird in seiner kommenden Periode sich viel mit Menschenrechtsthemen zu befassen haben. Die vergangenen vier Jahre haben mehr denn je gezeigt, dass jede nationale Politik mit Themen der globalisierten Welt wie Gerechtigkeit, Unterdrückung, Armut und Verfolgung konfrontiert ist. Diese Themen machen an keiner Grenze Halt. Und sie erzeugen Wirkung, verändern auch das Gesicht der Gesellschaft in Ländern, die vielleicht nicht in gleichem Maße unmittelbar davon betroffen sind, so auch in Deutschland.

Die Menschenrechtsorganisationen werden  im Rahmen einer Podiumsdiskussion der Kandidatin und den Kandidaten die Gelegenheit geben, sich zu diesen Fragestellungen zu äußern. Neben einer Diskussion um die Inhalte der Wahlprogramme zum Thema Menschenrechte werden zwei inhaltliche Schwerpunkte im Mittelpunkt des Gesprächs stehen, nämlich

1.    Schutz von Menschenrechtsverteidigen /-innen und Schutz der Meinungsfreiheit
2.    Asyl als Menschenrecht

Moderation Catherine Devaux und Burkhard Gauly

Hier können Sie das Plakat zur Veranstaltung herunterladen: Plakat (pdf)

Veranstaltung: "Keine Hilfe für Afrikas Gewaltherrscher: Fluchtursachen in Äthiopien tatsächlich bekämpfen"

15. März 2017 | 19:30 Uhr
IBZ Internationales Begegnungszentrum, Kaiserallee 12 d, 76133 Karlsruhe

Die Oromo in Äthiopien sind auf der Flucht vor Verfolgung und Massakern. Felleke Bahiru Kum ist Generalsekretär der Union of Oromo Students in Europe- Germany und Menschenrechtspreisträger der Stiftung Pro Asyl 2009. Er berichtet über die aktuelle Politische Situation in Oromia, den modernen Landraub durch die Politik der reichen Welt gegen das Oromo Volk und die Vergessenheit und das Leid der Oromo. Dies alles stellt einen Hintergrund für die Fluchtbewegung aus diesem Teil Afrikas dar. Weitere Informationen stehen hier zum Download bereit (pdf).

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2016

Veranstaltungen 2016

Hier gibt es die Veranstaltungen, die wir als Regionalgruppe Karlsruhe 2016 gemacht haben, im Überblick.

Mahnwache zum Tag der Menschenrechte: Schutz für die Menschen in Aleppo!

10. Dezember 2016 | 15:00 - 16:00 Uhr
vor der kleinen Kirche am Marktplatz, Karlsruhe

"Jeden Augenblick können Bomben fallen, Granaten explodieren, Häuser einstürzen. Es trifft auch die Kleinsten, Unschuldigsten und Hilflosesten - Babys, Kinder, Alte und Kranke - es ist entsetzlich", beschreibt der Nahostreferent unserer Menschenrechtsorganisation, Kamal Sido, die Lage in Aleppo. Etwa 200.000 Zivilisten sind im Ostteil der Stadt eingekesselt. Weil er von Islamisten kontrolliert wird, wird er von syrischen und russischen Kampfflugzeugen aus bombardiert. Die Islamisten werden von der Türkei, Saudi-Arabien und Katar unterstützt. Sie attackieren den Westen Aleppos, der mit Hilfe Russlands vom Assad-Regime gehalten wird. Dort leben 1,5 Millionen Zivilisten. Auch sie haben Hilfe bitter nötig. Doch die Welt schaut zu.

Kreativ- und Unterschriftenaktion für Frieden in Syrien

09. Dezember 2016
Kulturzentrum Tollhaus Karlsruhe, Alter Schlachthof 35, 76131 Karlsruhe

Am Vorabend des Tages der Menschenrechte und im Rahmen des Weihnachtsmarktes „Lametta“ wird im Kulturzentrum Tollhaus eine Petition an die Bürgerkriegsparteien ausgelegt, die eine Einstellung der Kampfhandlungen und die Aufnahme von Verhandlungen mit allen Konfliktparteien fordert. Wer möchte, kann seine Unterschrift, Botschaft, Wünsche oder einen kreativen Beitrag auf dafür ausgelegte Plakate anbringen. Auch sind Kinder und Jugendliche willkommen, sich gestalterisch zu beteiligen. Die gleichlautenden Petitionen und gestalteten Plakate werden danach an die Botschaften der Länder Iran, Russland, Saudi-Arabien, Syrien, USA und Türkei übersandt. „Die ganze Weltgemeinschaft leidet mit dem syrischen Volk und mit den dort bedrängten ethnischen oder religiösen Minderheiten. Mit dieser politisch und weltanschaulich neutralen Aktion wollen wir die Kriegsparteien an ihre Verantwortung erinnern und die Aufnahme von Friedensverhandlungen fordern“, meint Burkhard Gauly, Leiter der Regionalgruppe Karlsruhe der GfbV.

Vortrag und Fotoausstellung: Yeziden auf der Flucht

6. Dezember 2016 | 19:30 Uhr
Internationales Begegnungszentrum, Karlsruhe Kaiserallee 12d, 76133 Karlsruhe

Eröffnung am: Dienstag, 6. Dezember, 19.30 Uhr
Dauer der Ausstellung: 06. - 22. Dezember 2016

Am 03. August 2014 begann der IS einen Genozid an nordirakischen Yeziden. Zwei Wochen danach machte sich Aslan Kizilhan mit einer Delegation der GEA (Ges. Ezidischer Akademiker) auf den Weg in den Irak, um herauszufinden, wie eine humanitäre Hilfe organisiert und welche politischen Perspektiven für die Yeziden entwickelt werden könnten. Er führte Gespräche mit politischen VertreterInnen und geflüchteten Menschen in den Flüchtlingslagern. Die Ausstellung des Fotografen Aslan Kizilhan zeigt aktuelle Bilder nach dem Genozid an den Yeziden im Norden Iraks durch den IS. Der Fotograf berichtet am 6. Dezember um 19.30 im IBZ über seine Reise.

Les Sauteurs - Film zum Tag des Flüchtlings

30. September 2018 | 19:00 Uhr
Kinemathek Karlsruhe e.V., Kaiserpassage 6, 76133 Karlsruhe

Zur Vorstellung ist der Filmemacher Abou Bakar Sidibé zu Gast und steht im Anschluss zum Gespräch zur Verfügung. Moderation: Catherine Devaux, amnesty international Karlsruhe.

Vom Berg Gurugu blickt man auf die spanische Enklave Melilla an der afrikanischen Mittelmeerküste. Afrika und die Europäische Union werden hier durch eine hochgesicherte Grenzanlage, bestehend aus drei Zäunen, voneinander getrennt. In den Wäldern des Bergausläufers leben Geflüchtete, überwiegend Männer aus der Subsahara-Region, die versuchen, diese direkte Landesgrenze zwischen Marokko und Spanien zu überqueren. Der Malier Abou Bakar Sidibé, zugleich Protagonist und Dokumentierender, ist einer von ihnen. Bei einer Begegnung mit Moritz Siebert und Estephan Wagner wird ihm die Kamera übergeben. Nach 14 Monaten im informellen Camp und mehreren gescheiterten Versuchen die Grenzanlage zu überwinden, beginnt er zu filmen - seinen Alltag, die Umgebung, das zermürbende Warten auf den nächsten „Sprung“.

Mit freundlicher Unterstützung Karlsruher Flüchtlingshilfsorganisationen und dem Kulturamt/Kulturbüro der Stadt Karlsruhe.

Zurück aus Syrien: Eindrücke aus dem Krisengebiet zwischen Euphrat und Tigris

20. September 2016 | 19:30 Uhr
Internationales Begegnungszentrum, Karlsruhe Kaiserallee 12d, 76133 Karlsruhe

Bildervortrag von Dr. Kamal Sido, Nahost-Referent der Gesellschaft für bedrohte Völker. Drei Wochen lang bereiste Kamal Sido auf gefährlichen Wegen das Krisengebiet zwischen Euphrat und Tigris. In den von Kurden gehaltenen Regionen besuchte er unter anderem die Städte Kobani, Kamischli, Amuda, Tall Abyad und al Hasakeh. Sido sprach mit Kurdinnen und Kurden, aber auch mit christlichen Assyrern- Aramäern, mit sunnitischen Arabern sowie Angehörigen anderer Konfessionen und Volksgruppen, die sich in die kurdischen Enklaven geflüchtet haben, über ihre Nöte, Ängste, Hoffnungen und Perspektiven.

Filmabend: "From Nomad to Nobody" und "Nomadenkind"

25. April 2016 | 19:00 Uhr
Tollhaus Karlsruhe, Alter Schlachthof 35, 76131 Karlsruhe

From Nomad to Nobody (2011, Kanada)

Regie: Michael Buckley, 57 Minuten
Synchronisierte deutsche Fassung von David Demes über die Notlage der tibetischen Nomaden

„Der Dokumentarfilm „From Nomad to Nobody“ zeigt das Verschwinden der tibetischen Nomaden. Diese Dokumentation ist eine persönliche Sicht auf die Notlage der Nomaden in Tibet. Der Film wurde an Originalschauplätzen in Tibet und in Nordindien gedreht. Tibetische Nomaden werden zwangsweise durch die Kommunistische Partei der Volksrepublik China umgesiedelt. Sie müssen ihre traditionellen Weidegebiete verlassen und in Ghettos ziehen, wo sie ausgegrenzt sind und kaum eine Chance haben, einen angemessenen Lebensstandard wieder zu erreichen.

Nomadenkind (2010, China)

Regie: Christophe Boula, 27 Minuten

Irgendwo in Tibet lebt im Hochgebirge ein Nomadenpaar von der Aufzucht einer Yak-Herde mit etwa 30 Tieren. Ihr einziges Kind ist ein siebenjähriges Mädchen namens Lhamo. Ihr Leben verläuft in ruhigen Bahnen nach einer einfachen Routine, bis die Familie eines Tages überraschenden Besuch erhält...

Warum sind Tibets Nomaden in Not?

15. April 2016 | 19:30 Uhr
Tollhaus Karlsruhe, Alter Schlachthof 35, 76131 Karlsruhe

Vortrag von Andreas Printz (Tibetinitiative Freising). Andreas Printz aus Freising ist Landschaftsökologe an der TU München, Schwerpunkt "Nachhaltige Landnutzung". Er ist Sprecher der Regionalgruppe Freising der Tibetinitiative Deutschland. In seinem Vortrag wird er die unterschiedlichen Gründe darstellen, warum Tibets Nomaden und damit die Kultur der Tibeter direkt bedroht sind. Dabei wird es neben der Unrechtsherrschaft Chinas in Tibet auch um unser eigenes Konsumverhalten gehen.

Ausstellung „Tibet – Nomaden in Not“

5. April bis 30. April 2016
Tollhaus Karlsruhe, Alter Schlachthof 35, 76131 Karlsruhe
Schirmherr Bürgermeister Klaus Stapf

Ausstellungseröffnung am Dienstag 5. April 2016, 17:00 Uhr mit
Bürgermeister Klaus Stapf / Uli Delius, Gesellschaft für bedrohte Völker / Musikalische Begleitung EPI

Die Ausstellung „Tibet – Nomaden in Not“  zeigt das Leben, die Traditionen und die heutige Bedrohung der tibetischen Nomaden mit Fotos verschiedener Fotografen. Tibet wurde nach seiner Besetzung durch chinesische Truppen 1949/1950 von China annektiert. Fotografien aus dem alltäglichen Leben der Nomaden geben einen Einblick in ihre optimal an die schwierigen Umweltbedingungen der tibetischen Hochebene angepasste Lebensweise. Gleichzeitig sollen aber auch die Auswirkungen der chinesischen Politik auf das Leben der Nomaden und ihre Kultur gezeigt werden. Nahezu die Hälfte aller Tibeter waren einmal Nomaden. Nun will die chinesische Regierung alle tibetischen Nomaden in „sozialistischen Dörfern“ zwangsansiedeln. Damit steht eine jahrhundertealte Tradition vor dem Aus.

Veranstalter: Gesellschaft für bedrohte Völker, Regionalgruppe Karlsruhe, Tibetinitiative Deutschland e. V., Regionalgruppe Karlsruhe

Förderung: Kulturbüro der Stadt Karlsruhe

Kooperationspartner: Tollhaus Karlsruhe

Die Verfolgung der muslimischen Rohingya in Myanmar

23. März 2016 | 19.30 Uhr
IBZ, Internationales Begegnungszentrum, Kaiserallee 12d, 76133 Karlsruhe

Vortrag von Ulrich Delius, Asienreferent der Gesellschaft für bedrohte Völker , Göttingen

"Sie werden als „bengalische Migranten“ aus dem Nachbarland Bangladesch betrachtet, obwohl sie kein Bengali sprechen: die 800.000 bis 1,3 Millionen muslimischen Rohingya. Mit dem Staatsbürgerschaftsgesetz von 1982 entzog die Militärjunta ihnen sämtliche bürgerlichen Rechte. Die Rohingya verloren ihre Staatsbürgerschaft und wurden de facto zu Ausländern im eigenen Land, obwohl sie zum Teil seit dem achten Jahrhundert auf dem Territorium des heutigen Burma leben. Die Vereinten Nationen bezeichnen sie als am meisten bedrohte Minderheit der Welt."

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat vor einer zunehmenden religiösen Intoleranz gegen Andersgläubige im überwiegend buddhistischen Burma (Myanmar) gewarnt und ein deutliches Bekenntnis der führenden Politiker des Landes zum multireligiösen Charakter des Staates gefordert. Heute sind es in Burma die Muslime, die ausgegrenzt und angefeindet werden.

Sklaverei in Mauretanien: Kinder und Frauen werden vererbt und verschenkt

20. März 2016 | 19.00 Uhr
IBZ, Internationales Begegnungszentrum, Kaiserallee 12d, 76133 Karlsruhe

Vortrag von Abidine Merzough, Europa- Repräsentant  der Menschenrechtsorganisation IRA (Initiative zur Wiederbelebung der Bewegung für die Abschaffung der Sklaverei), Koordinator Mauretanien in der Gesellschaft für bedrohte Völker, Göttingen. Offiziell hat Mauretanien die Sklaverei im Jahr 1980 abgeschafft und seit 2007 ist es sogar strafbar, Sklaven zu "halten". Doch es gibt dort noch immer 500.000 von ihnen. Die mauretanischen Behörden gehen nicht konsequent gegen die Sklaverei vor. Im Gegenteil: Wer die Anwendung des Anti-Sklaverei-Gesetzes einfordert, geht selbst ein Risiko ein. So wurden 13 Menschenrechtler in der ersten Augustwoche 2011 verhaftet, weil sie sich für die Freilassung eines zehnjährigen Mädchens eingesetzt hatten.

90 Prozent der Sklaven sind Frauen und Kinder. Sie leben in Leibeigenschaft, die sich meist auf ihre Abstammung aus einer Sklavenfamilie begründet, haben keine Rechte und werden oft menschenunwürdig behandelt. Sie gehören der schwarzafrikanischen Bevölkerungsgruppe an, während Araber und Berber das Sagen im Land haben. Viele Sklaven werden misshandelt und vergewaltigt und finden aufgrund dieser jahrelangen Erniedrigung keinen Weg mehr in ein normales Leben.

Menschenrechtsorganisationen wie die IRA-Mauritanien begleiten Sklaven auf dem Weg in die Freiheit: bei Behördengängen und eventuellen Strafverfahren gegen ihre "Herren. Sie organisieren auch Proteste und Streiks. Doch es kommt selten tatsächlich zu Prozessen und einer Bestrafung der Sklavenhalter. Mauretanische Journalisten und Menschenrechtler, die Sklaverei öffentlich anprangern, werden oft eingeschüchtert und bedroht - nicht nur von Sklavenhaltern, sondern auch von staatlichen Stellen. Zwei Menschenrechtler der IRA sind derzeit für zwei Jahre wegen angeblicher Gefährdung der Staatssicherheit in Haft.

Lesung "Vater unser"- und die acht verlorenen Jahre des Hermann Weiß

16.März 2016 | 19.30 Uhr
IBZ, Internationales Begegnungszentrum, Kaiserallee 12d, 76133 Karlsruhe

Anita Awosusi  liest aus der von ihr verfassten Biographie „Vater unser – oder Vom Leben und Leiden des Karlsruher Geigenbauers Hermann Weiß (1925 -2010). Das Buch zeichnet den Lebensweg des Geigenbauers Hermann Weiß, der in Karlsruhe aufgewachsen ist und gibt ein Zeugnis der leidvollen Geschichte der Karlsruher Sinti im Nationalsozialismus. Anita Awosusi ist seit 30 Jahren als Bürgerrechtlerin aktiv. Über 20 Jahre arbeitete sie im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma und war ab  1996 als Leiterin des Referats Dialog tätig. Sie ist Herausgeberin verschiedener Publikationen, arbeitete an Hörfunksendungen, Filmen und Ausstellungen mit. In ihrem Buch erzählt sie auch ihre eigene Geschichte als Nachgeborene einer Familie von Überlebenden der Verfolgung und Holocaustopfern.

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2015

Veranstaltungen 2015

Hier gibt es die Veranstaltungen, die wir als Regionalgruppe Karlsruhe 2015 gemacht haben, im Überblick.

 

Michail Krausnick: „Abfahrt Karlsruhe“ – Lesung und Gespräch

30. November 2015 | 20:15 Uhr
Buchcafé, Regierungspräsidium Karlsruhe, Karl-Friedrich-Str. 17, 76133 Karlsruhe

Vor 75 Jahren, im Mai 1940, begann mit der Deportation in die Ghettos und Konzentrationslager im besetzten Polen der Leidensweg Karlsruher Sinti und Roma. Aus den vielfach verwischten Spuren der Täter, Aussagen der Opfer und Erinner­ungen der überlebenden werden die Umrisse eines staatlich sanktionierten Verbrechens sichtbar. Krausnick ist bekannt für seine Satiren, Drehbücher und Theaterstücke sowie für historische Sachbücher. Einführung: Burkhard Gauly, Gesellschaft für bedrohte Völker

„Die Frauen der Rosenstraße“ - Lesung von Jutta Berendes mit Birgit Bücker und Stefan Viering

9. November 2015 | 20:00 Uhr
Kulturzentrum Tollhaus, Schlachthausstr. 1, 76131 Karlsruhe

Hier können Sie den Flyer zu der Veranstaltung herunterladen.

Kohle aus Kolumbien für Karlsruhe - Konsequenzen für das Klima und die Menschenrechte

17. April 2015 | 19:30 Uhr
Im Internationalen Begegnungszentrum (IBZ), Kaiserallee 12 d,  Karlsruhe

Ein Podiumsgespräch mit

- Yvonne Bangert (Gesellschaft für bedrohte Völker)

- Sebastian Rötters  (Power Shift für eine ökologische Energie und Weltwirtschaft)

- Jochen Osterlink  (EnBW)

Moderation Sylvia Kotting-Uhl MdB

Laut eigenen Aussagen hat die EnBW im letzten Jahr rund 1 Mio. Tonnen Steinkohle aus Kolumbien bezogen – 30 % ihres Gesamtbedarfs. Auch das Kohlekraftwerk in Karlsruhe wird zu 30% aus kolumbianischen Minen beliefert.

Kolumbien ist – was sein Naturerbe betrifft - eines der reichsten Länder der Welt. Das Land liegt weltweit an zweiter Stelle in punkto Biodiversität und an fünfter mit seinem Wasserreichtum. Über 500 Jahre massiver Abbau von Gold, Smaragden, Nickel und Kohle haben aber bereits vieles zerstört. Um die Wirtschaft anzukurbeln, setzt der „Entwicklungsplan“ der Regierung Santos unter anderem auf Großprojekte im Bergbausektor – und dies ohne Rücksicht auf die Ökosysteme des Landes wie Paramos, Flusseinzugsgebiete, Lagunen und Sumpfkomplexe.

Die Konsequenzen sind für Klima und, Umwelt und die Lage der Menschenrechte höchst  bedenklich. Mit Blick auf die indigene Wayúu Bevölkerung in La Guajira, Kolumbien, wird deutlich, wie sehr die Menschen unter dem Kohletagebau leiden müssen. Seit 30 Jahren baut hier das Unternehmen Cerrejón im größten Tagebau Lateinamerikas Kohle ab. Das Bruttoinlandsprodukt steigt, doch die Menschen leben in Armut, umgeben von einer Mondlandschaft, die einst ihre Heimat, ihr Überleben und ihre Kultur bedeutete. Von der Natur und ihrer Vielfalt, die sie einst versorgte, ist heute nicht mehr viel übrig geblieben. Statt Entwicklung kamen Hunger, Krankheit und die leeren Versprechungen eines internationalen Kohleunternehmens. Heute sind Flüsse ausgetrocknet oder umgeleitet und die Böden so verseucht, dass Landwirtschaft dort nicht mehr möglich ist. Die Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung und der indigenen Gemeinschaften, welche auf diesen Gebieten leben, wurde zerstört.

Vortrag von Dr. Kamal Sido: Das Schicksal der religiösen und ethnischen Minderheiten im Syrienkrieg

29. Januar 2015 | 19:30 Uhr
Internationales Begegnungszentrum Karlsruhe, Kaiserallee 12 d, 76133 Karlsruhe

Seit fast vier Jahren herrscht in Syrien ein blutiger Krieg, der von vielen verschiedenen Akteuren mit unterschiedlichen Interessen betrieben wird. Unter den Akteuren befindet sich auch die sunnitische Terrorgruppe „Islamischer Staat im Irak und Syrien“ (ISIS), welche bekanntlich in Syrien und im Irak einen islamischen Gottessstaat errichten will. Über diese und andere Fragen wollen wir diskutieren.

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2014

Veranstaltungen 2014

Hier gibt es die Veranstaltungen, die wir als Regionalgruppe Karlsruhe 2014 gemacht haben, im Überblick.

 

Konzert: Musikalische Reise zum Volk der uiguren

7. Dezember 2014 | 19 Uhr 
Tollhaus Karlsruhe, Kulturzentrum, Alter Schlachthof 35, 76131 Karlsruhe 
Eintritt: 10.- €, ermäßigt 5.00 € 
Das neue uigurische Kulturprogramm mit Fabeln, Gesängen, Legenden, Märchen, Mythen, Volkstanz, modernen Hip Hop und Pop. 

Ausstellung: MAPUCHE – Reise zu den Menschen der Erde 

29. April – 23. Mai 2014 
Tollhaus Karlsruhe, Alter Schlachthof 35, 76131 Karlsruhe 
mit Fotografien von Massimo Falqui Massidda 

Matinee am Sonntag: 

Benefiz-Konzert 
Sonntag, 18. Mai 2014, 11.00 Uhr 
Musik aus Lateinamerika für Harfe und Gitarre 
Bernhard Bretziger und Angel Dario Gonzalez 
Tollhaus Karlsruhe, Alter Schlachthof 35, 76131 Karlsruhe 

März 2014 - Veranstaltungen im Rahmen der Wochen gegen Rassismus 

- 15.03.2014, 18.00 Uhr 
Eröffnung der Wochen gegen Rassismus 
Rathaus Bürgersaal 

- 15.03.2014 (Wdh. am 18.3.2014), 19.00 Uhr
Filmvorführung: Aus dem Leben eines Schrottsammlers 
Kinemathek 

- 27.03.2014, 18.00 Uhr
Abfahrt Karlsruhe 
Lesung mit Michail Krausnick 
Stadtmuseum, Karlstraße 10, KA-Innenstadt 

- 28.03.2014, 20.00 Uhr 
Warum fliehen Tausende aus der Russischen Föderation? 
ibz, Kaiserallee 12d 

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2013

Veranstaltungen 2013

Hier gibt es die Veranstaltungen, die wir als Regionalgruppe Karlsruhe 2013 gemacht haben, im Überblick.

 

 

Vortrag von Norbert Mappes-Niediek mit Gespräch:


13.3. 2013 Arme Roma, böse Zigeuner: Was an den Vorurteilen über die Zuwanderer stimmt (Ein Faktencheck). 
Der langjährige Balkan-Korrespondent Norbert Mappes-Niediek unternimmt einen Faktencheck und kommt zu überraschenden Befunden. Zugleich kritisiert er die europäische Roma-Politik und die von ihr beförderte »Gypsy industry« fundamental und zeigt alternative Wege auf. 

 

Ausstellung "Vergessene Flüchtlingslager in Bosnien und Herzegowina"


Montag, 9. bis Sonntag bis 29. September 2013 Tollhaus Karlsruhe 
Ausstellungseröffnung am Montag 9. September , 18.00 Uhr mit Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, Tilman Zülch, Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker, Jasna Causevic, Bosnien- Referentin der Gesellschaft für bedrohte Völker 

 

Gedenkfeier zum 9. November 1938


"Sie hatten Träume" 9. November 2013, 20 Uhr , Kulturzentrum Tollhaus 
Studierende der Hochschule für Musik Karlsruhe spielen Werke jüdischer Komponisten, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden. 
Fotos vergangener Veranstaltungen sehen Sie hier 

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