Infothek

30.07.2019

Fünf Jahre nach dem Völkermord an Yeziden

„Wir müssen alles unternehmen, um den Frauen und ihren Kindern zu helfen“ – eine Bestandsaufnahme und Handlungsempfehlungen

Autor: Prof. Dr. Dr. Jan Ilhan Kizilhan

Als im August 2014 Truppen des selbst ernannten „Islamischen Staates“ (IS) weite Teile des Irak und Syrien überrannten und mit besonderer Brutalität gegen religiöse und ethnische Minderheiten, wie Christen und Yeziden, vorgingen*, war dies für Deutschland keine „ferne Nachricht“. In Deutschland leben seit Jahrzehnten Yeziden aus der Türkei, Syrien, Irak und dem Kaukasus. Ihre Zahl wird aktuell auf 200.000 geschätzt. Während die Yeziden noch in den 60er und 70er Jahren aus der Türkei kamen, bildet inzwischen die Gruppe der Yeziden aus dem Irak die größte Gruppe. Dies hat auch mit dem Terror der Al-Qaida und des später aus ihr hervorgegangenen IS zu tun. Allerdings werden Yeziden schon seit Beginn des Islam vor 1400 Jahren diskriminiert und blutig verfolgt. Sie werden als Ungläubige gesehen und damit werden Verfolgung, Zwangskonvertierung und Massaker immer wieder legitimiert. Der Höhepunkt der Massaker war der Beginn eines erneuten Vernichtungsversuches durch den IS im August 2014. Die UN bezeichneten diese Verbrechen am 16. Juni 2016 als Genozid. Die religiöse Minderheit der Yeziden sollte ausgelöscht und der Wille der Opfer gebrochen werden.


 *In der deutschen Literatur wird meistens der Begriff „Yeziden“ oder „Jesiden“ genutzt. Die Yeziden benutzen seit einigen Jahren den Namen „Êzîden“. Wir haben uns für den Begriff „Yeziden“ entschieden, da er in der deutschen Literatur am geläufigsten ist.  

Sie können die vollständige Dokumentation hier kostenlos herunterladen.