#YellowforRojava

Die GfbV arbeitet unter Hochdruck angesichts der Bedrohung von religiösen und ethnischen Minderheiten in Nordostsyrien

der türkische Angriff auf Nordostsyrien gefährdet die Sicherheit der zumeist kurdischen Bevölkerung. Minderheiten in der Region, christliche Assyrer/Chaldäer/Aramäer, aber auch Yeziden sind in tödlicher Gefahr. Die „Schutzzone“, die der türkische Präsident Erdogan plant, wird immer wahrscheinlicher. Dort will er bis zu zwei Millionen sunnitische Araber ansiedeln, die vor dem syrischen Bürgerkrieg in die Türkei geflüchtet waren. Wie bereits in Afrin würden islamistische Milizen die Kontrolle übernehmen, ein Kurdengebiet würde es dann nicht mehr geben.

Trotz kurzzeitiger Feuerpause sind etwa 300.000 Menschen auf der Flucht. Bisher gab es 120 zivile Todesopfer und hunderte Verletzte. Lokale Medien berichten über Raubzüge und Plünderungen durch türkische Söldner, verbliebene Zivilisten werden Opfer von Entführungen oder Prügelattacken. Die UNO prüft Vorwürfe, die türkische Armee habe bei ihren Angriffen weißen Phosphor eingesetzt, was gemäß den Genfer Konventionen verboten ist. Bundesaußenminister Heiko Maas hat den Angriff am Sonntag erstmals als Verstoß gegen das Völkerrecht bezeichnet.

Die Lage der Minderheiten in Nordsyrien bleibt alarmierend. Wir setzen uns aktiv für die Menschen in Nordostsyrien ein. Mit öffentlichen Protesten, mit vielzitierten Pressemitteilungen und Interviews unserer Referenten und Referentinnen machen wir auf die Lage in Syrien aufmerksam. Wir sind im Gespräch mit Vertretern und Vertreterinnen der Bundesregierung und drängen auch dort auf den Schutz von Minderheiten.


Falls Sie uns bei unserer Arbeit für die gefährdeten Minderheiten in Rojava unterstützen möchten, freuen wir uns über eine Spende.