Miteinander füreinander: Für eine friedliche Zukunft für religiöse Minderheiten im Nahen Osten 

Sowohl im Irak als auch in Syrien ist das Leben religiöser Minderheiten wie den Yezid*innen, Christ*innen, Mandäer*innen, Baha’i und Alevit*innen geprägt von interreligiösen Spannungen, nicht nur gegenüber der muslimischen Mehrheitsgesellschaft, sondern teilweise auch untereinander. Es mangelt an Austausch und Zusammenarbeit zwischen religiösen Gruppen. Die Minderheiten werden von der Mehrheitsgesellschaft nicht als teilnehmendes Glied der Gesellschaft wahrgenommen und haben keinerlei Mitgestaltungsrecht. Darüber hinaus fehlt es auch an politischer und allgemeiner Aufklärungsarbeit, was die Unterdrückung der Minderheiten, Genozid und Menschenrechtsverletzungen betrifft. Doch auch in Deutschland sind Dialog und gegenseitiges Verständnis keine Selbstverständlichkeit. Feindlichkeit durch die Mehrheitsgesellschaft und Abgrenzungen zwischen verschiedenen religiösen Gruppen aus dem Nahen Osten spielen auch hier eine Rolle.

Mit unserem Projekt wollen wir Foren zum Dialog bieten und gemeinsam Lösungen erarbeiten – für Deutschland und den Nahen Osten. Gegen das Vergessen von Genoziden und Menschenrechtsverletzungen und für eine gemeinsame Perspektive für eine bessere Zukunft. Diese Visionen wollen wir zusammen mit Minderheitenvertreter*innen im Gespräch mit der deutschen Innen-, Entwicklungs- und Außenpolitik durchsetzen. Und wir wollen sofort helfen: Mit unserer Unterstützung humanitärer Projekte fördern wir direkt lokale Initiativen zur Versöhnung und Stärkung von Minderheiten.


* Die Seite wird laufend aktualisiert.

Headerimage: Geflüchtete aus der kurdischen Region Afrin in Nordsyrien. Foto: K. Sido/GfbV (April 2019)