Indigene Umweltschützer in Südamerika

Eine kleine Gemeinschaft gewinnt den Kampf gegen Erdölunternehmen

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Félix Santi, der Präsident von Sarayaku, war beim UN-Weltklimagipfel in Paris im Dezember 2015, um auf die Lage in seiner Gemeinschaft aufmerksam zu machen und um sich für den Schutz indigener Umweltaktivisten zu engagieren. Foto: COP PARIS via Flickr

von Isabel Rieger

Konzerne und Regierungen setzen fast immer Wirtschaftsentwicklung über Umweltschutz und Menschenrechte und so wird die Natur Tag für Tag, weltweit, immer weiter zerstört und ausgebeutet. Doch auch der Widerstand wächst: Immer mehr indigene Aktivisten widersetzen sich dieser Zerstörung. Denn für sie geht es um nicht weniger als ihre Existenz: Sie leben nicht von der Natur, sondern im Einklang mit ihr. Mittlerweile zählen sie daher zu den entschlossensten Umweltschützern.

Mit ihrem Aktivismus und Umweltschutz sollten sie eigentlich als unsere Vorbilder fungieren. Stattdessen werden sie häufig nicht erhört und ihre Menschenrechte werden missachtet. Uns bei der Gesellschaft für bedrohte Völker ist es besonders wichtig, den Indigenen eine Stimme zu geben, von ihnen zu lernen und sie in ihren Vorhaben zu unterstützen. Deswegen berichten wir in diesem Podcast über die beeindruckende indigene Gemeinschaft der Kichwa in Sarayaku in Südamerika. Diese mutige Gemeinde mitten im Amazonasgebiet von Ecuador kämpft stetig gegen die Erdölförderung auf ihrem Territorium. Mit ihrem friedlichen Protest behaupteten sich die Einwohner Sarayakus gegenüber Erdölunternehmen und dem ecuadorianischen Staat, sind erfolgreich bis vor den interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte gezogen und haben dadurch sogar die Weltöffentlichkeit erreicht. Durch ihren Erfolg kann die Gemeinschaft von Sarayaku zum Vorbild aber vor allem zur Ermutigung für Indigene weltweit werden, sich für ihre Rechte einzusetzen.

Die Gesellschaft für bedrohte Völker unterstützt die Gemeinschaft von Sarayaku schon seit langem. Auch unsere langjährige Partnerorganisation, die Tropenwaldstiftung OroVerde in Bonn, setzt sich für Saryaku ein und baute mit den indigenen Umweltschützern in Sarayaku das aktuelle Projekt der „Lebenden Wälder“, auf indigener Sprache „Kawsak Sacha“, weiter aus. Mehr Information zu dem Projekt finden Sie hier: Projekt der „Lebenden Wälder“

Martin Baumann, Mitarbeiter von OroVerde und Leiter des dort angelegten Projektes, besuchte die Gemeinschaft von Sarayaku in diesem Jahr. In unserem Bericht spricht er über seinen Besuch und die aktuelle Situation vor Ort.

Tipp: Sie können sich den Beitrag auch kostenlos herunterladen und später offline anhören.


Sie möchten noch mehr über indigene Umweltschützer erfahren? Wir hätten da was für Sie!

Indigener Umweltschutz: Hüter der Erde

Indigene Völker sind häufig die Ersten, die die Folgen des Klimawandels zu spüren bekommen, denn sie leben oft in empfindlichen Ökosystemen. Sie gehen nachhaltig mit der Natur um, schließlich leben sie von und mit dem Land. Ihr Rat zu den Themen Umwelt- und Klimaschutz ist unentbehrlich. Dennoch werden indigene Völker von bedeutenden Treffen wie der UN-Klimakonferenz 2015 ferngehalten und ihre Stimmen ignoriert. In einigen Ländern bezahlen sie ihren Einsatz für die Umwelt mit ihrer Freiheit oder ihrem Leben.

Lesen Sie mehr dazu in der Ausgabe 05/2015 unserer Zeitschrift >


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