Termine & Veranstaltungen
April
Berlin | 11. April | 12 Uhr
Demonstration | Hände weg von Shark Island – Reparationen statt Rohstoff-Rausch
Ein geplanter Hafenausbau rund um Shark Island in Namibia bedroht einen zentralen Erinnerungsort an den deutschen Kolonialgenozid an den Ovaherero und Nama. Während Betroffene am 11. April in Namibia protestieren, demonstrieren wir zeitgleich in Berlin in Solidarität mit ihnen – für die Anerkennung des Völkermordes, für Reparationen und den Schutz dieses historischen Ortes.
Das Deutsche Kaiserreich verübte zwischen 1904 und 1908 einen Genozid an den Ovaherero und Nama sowie Damara und San im heutigen Namibia. Bis heute weigert sich die Bundesregierung, diesen Genozid juristisch anzuerkennen. Statt echter Aufarbeitung verhandelt Deutschland ein Abkommen mit Namibia – ohne die legitimen Vertreter*innen der betroffenen Gemeinschaften.
Gleichzeitig treiben deutsche Unternehmen wie Enertrag mit politischer Unterstützung der Bundesregierung ein Mega-Projekt zur Erzeugung von „grünem“ Wasserstoff voran. Das Problem? Es ist auf Land geplant, das den Nama im Zuge des Genozids geraubt wurde. Zudem soll der Hafen von Lüderitz ausgebaut werden, um Exporte in den Globalen Norden zu ermöglichen. Dieses Projekt bedroht Shark Island.
Auf dieser Halbinsel befand sich ein Konzentrationslager, in dem Schätzungen zufolge rund 4.000 Ovaherero und Nama ums Leben kamen. Shark Island ist deshalb für die Nachfahren der Überlebenden ein zentraler Ort des Gedenkens, der Trauer und des Widerstands.
Kommt zur Demonstration und kämpft mit uns für: Anerkennung. Wiedergutmachung. Hände weg von Shark Island.
Wann? 11. April | 12 Uhr
Wo? Start: Auswärtiges Amt (Werderscher Markt 1, 10117 Berlin), Zwischenstopp: Humboldt Forum, Abschluss: Firmengebäude von Enertrag (Rosentaler Str. 30)
Wir sind als Teil des Netzwerks Völkermord verjährt nicht und Mitveranstalter der Demonstration.
Weitere Informationen gibt es hier.
Göttingen | 11. April | 12 Uhr
Solidaritätsdemonstration | Hände weg von Shark Island – Reparationen statt Rohstoff-Rausch
Zwischen 1904 und 1908 verübte das Deutsche Kaiserreich einen Genozid an den Ovaherero und Nama sowie den Damara und San im heutigen Namibia. Bis heute weigert sich die Bundesregierung, diesen Völkermord juristisch anzuerkennen. Stattdessen verhandelt Deutschland weiterhin ein Abkommen (Joint Declaration) mit Namibia – ohne die legitimen Vertreter der betroffenen Gemeinschaften einzubeziehen. Gleichzeitig verfolgt Deutschland auch heute wirtschaftliche Interessen in Namibia, ohne Rücksicht auf die lokale Bevölkerung zu nehmen. Das deutsche Unternehmen Enertrag ist ein Anteilseigner des Mega-Projekts „Hyphen“ zur Erzeugung von „grünem“ Wasserstoff. Das Projekt ist auf Land geplant, das den Nama im Zuge des Genozids geraubt wurde. Zudem soll für einen umfassenden Infrastrukturausbau in der Region der Hafen von Lüderitz/!Nami≠nûs ausgebaut werden, um Exporte in den Globalen Norden zu ermöglichen.
Shark Island – einst ein Konzentrationslager, in dem rund 4.000 Ovaherero und Nama starben – ist akut bedroht. Für die Nachfahren der Überlebenden ist Shark Island ein Ort des Gedenkens, der Trauer und des Widerstands. Wir fordern, dass dieser Ort nicht für wirtschaftliche Interessen geopfert wird!
In Göttingen organisiert das Stadtlabor Göttingen, EPIZ und Göttingen Postkolonial eine Solidaritätsdemonstration.
Wann? 11. April 2026 | ab 12 Uhr
Wo? Süd-West-Afrika-Denkmal, L569 38a, 37083 Göttingen