Dokumentation: "Die Zukunft der "Kinder des IS"

Im April 2019 erklärte der Yezidische Hohe Rat, dass yezidische Opfer, die unter dem „Islamischen Staat“ (IS) litten, in die Gemeinde zurückkehren dürfen. Damit bestätigte die geistliche Führung einen Paradigmenwechsel, der 2015 begann. Es wurde jedoch nachträglich spezifiziert, dass die Kinder von yezidischen Vergewaltigungsopfern, gezeugt von IS Kämpfern, nichtzurückkehren und mit der yezidischen Gemeinschaft im Nordirak zusammenleben dürften. Deshalb trennen sich derzeit Mütter gegen ihren Willen von ihren Kindern oder auch von ihrer Gemeinschaft und kehren zu den Terroristen zurück.

Diese schwierige Situation griff die Menschenrechtsorganisation Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in dem 2019 produzierten Kurzfilm „Geliebt & Geächtet“ auf und zeigten ihn in ganz Deutschland. Im Publikum waren meistens viele Yezid*innen anwesend. Es kam stets zu lebhaften Diskussionen.

Zustande kam eine Reihe von Forderungen – von und für die yezidische Gemeinde, mit dem Ziel eine Lösung für diese Kinder zu finden. Zu finden sind sie in dem Memorandum „Die Zukunft der ‚Kinder des IS‘ – Sieben Forderungen von und für die yezidische Gemeinschaft“.

Ausgabe
Nummer

März, 2020

Kategorie

Dokumentationen

Seitenanzahl

20

Preis

2.50 €