51. Jahreshauptversammlung: 13. bis 15. September 2019

Sehr herzlich laden wir Sie ein zu unserer 51. Jahreshauptversammlung vom 13.-15. September 2019 in Göttingen. 

Wir werden gemeinsam mit Ihnen eine spannende Podiumsdiskussion erleben und uns in anregenden Arbeitsgruppen austauschen!


Programm 2019

Freitag, 13. September 2019

18 Uhr

Begrüßung der angereisten Mitglieder, Förderer und Freunde

Kleiner Imbiss, Hausführungen

Samstag, 14. September 2019

Ab 8 Uhr

Frühstück und Akkreditierung

TAGESORDNUNG

9 Uhr

TOP 1 – Eröffnung

Bundesvorsitzender Jan Diedrichsen

9.15 Uhr

TOP 2 - Wahl des Präsidiums

Wahl der Versammlungsleitung

Benennung der Protokollführer/-innen

Beschluss über die Tagesordnung

9.30 Uhr

TOP 3 – Die Mission der GfbV

Bericht zur Vorstandsarbeit

10 Uhr

TOP 4 – Bericht aus der Geschäftsführung

10.30 Uhr

TOP 5 – Minderheiten und Nationalitäten wirksam schützen

Berichte aus den Schwerpunktbereichen der GfbV-Menschenrechtsarbeit

Einsatz für ethnische, religiöse, sprachliche und autochthone Minderheiten

Verhinderung von Völkermord sowie Schutz der Zivilbevölkerung

Einsatz für indigene Völker

12.30 Uhr

TOP 6 – Berichte der Regionalgruppensprecher/-innen, Mitglieder der Schiedskommission, Rechnungs- und Abschlussprüfer/-innen

12.50 Uhr

TOP 7 – Abstimmung über Entlastung des Vorstandes

13 Uhr

Mittagspause

14 Uhr

TOP 8 – Wahlen

Bundesvorsitz, Bundesvorstand und Rechnungsprüfung

16 Uhr

TOP 9 – Ehrungen

Ehrenmitgliedschaft

Ehrung der Regionalgruppen

Nachruf auf Dr. Ines Köhler-Zülch

16.30 Uhr

TOP 10 – Anträge auf Satzungsänderung

ENDE DER TAGESORDNUNG

17 Uhr

Es gibt nur diese Erde!

Gemeinsame Aktion der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der JHV zu den Folgen des Klimawandels für indigene Völker

18.15 Uhr

Abendessen

20 Uhr

Alleingelassen: Frauen und Kinder als hilflose Opfer des Völkermords an den Rohingya

mit Dr. Ambia Perveen, Ärztin und Stellvertretende Vorsitzende des Europäischen Rohingya Rates (European Rohingya Council) und Dr. Anita Schug, Ärztin und Leiterin der Abteilung für Frauen und Kinder beim Europäischen Rohingya Rat

 

Sonntag, 15. September 2019

Ab 8.30 Uhr

Frühstück

9.30 Uhr

Einteilung in die Arbeitsgruppen

9.45 – 11.15 Uhr

AG 1-3

11:30 – 13 Uhr

AG 4 - 6

13.15 Uhr

Auswertung der Arbeitsgruppen

13.45

Worte zum Abschied

14 Uhr

Kleiner Mittagsimbiss

 

Hier finden Sie unser Programm als pdf zum Download.

Ganzes Programm

                                   Arbeitsgruppen am Sonntag, 15. September 2019



Vormittag: 9.45 Uhr - 11.15 Uhr


AG 1) BRASILIEN: Indigener Widerstand gegen Bolsonaro

Leitung: Regina Sonk

Unter Präsident Bolsonaro hat sich die Lage der indigenen Völker in Brasilien verschlechtert. Illegaler Holz- und Goldabbau und staatlicher Ausverkauf natürlicher Ressourcen zerstören ihre Territorien. Außerdem hat Bolsonaro den Klimaschutz aufgekündigt. Mehr denn je sind internationale Netzwerke notwendig, um Indigene in ihrem Ringen um Land und Umweltschutz zu unterstützen. Wir werden die Menschenrechtslage sowie die Herausforderungen für indigene Völker beleuchten.

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AG 2) Stiller Genozid an den Rohingya in BURMA (Myanmar)

Leitung: Dr. Ambia Perveen, Dr. Anita Schug und Jasna Causevic

Seit 2017 kommt es zu den brutalen Angriffen des Militärs gegen die muslimischen Rohingya in den nördlichen Gliedstaaten Rakhine, dem Shan-Staat und Kachin. Inzwischen wurden über eine Million Rohingya über die Grenze nach Bangladesch vertrieben. Was sollen wir tun? Die Rohingya-Ärztinnen und Menschenrechtsaktivistinnen Dr. Ambia Perveen und Dr. Anita Schug liefern eindeutige Beweise für einen Völkermord an Rohingya und fordern mehr Einsatz und Solidarität mit den verfolgten Menschen. 

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AG 3) Minderheiten im Nahen Osten

Leitung: Dr. Kamal Sido

Der IS ist weitgehend zerschlagen. Dennoch fühlen sich Yeziden, Christen, Aleviten, Drusen, Mandäer sowie viele ethnische Minderheiten wie Kurden im Nahen Osten nicht sicher. Wie soll, den Minderheiten, die von islamistischen Gruppen und Regierungen in der Türkei und dem Iran bedroht werden, geholfen werden? Über diese und andere Fragen möchten wir mit Mirza Dinnayi, dem yezidischen Menschenrechtler und Aktivisten diskutieren.

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Mittag, 11.30 – 13 Uhr


AG 4) Sprache als Menschenrecht: Indigene Sprachen wirksam schützen und fördern

Leitung: Tjan Zaotschnaja und Yvonne Bangert

Zurzeit gibt es nach UN-Angaben weltweit etwa 7.000 Sprachen, 4.000 davon werden von indigenen Völkern gesprochen. 2.860 Sprachen sind akut gefährdet. Viele von ihnen sind indigene Sprachen. Sprachvermittler sterben, bevor sie ihr Wissen weitergeben können. Vielfach haben die Sprachen auch ein so schlechtes Ansehen, dass Eltern ihre Kinder lieber in der Sprache der Mehrheitsgesellschaft erziehen. Aber die eigene Sprache ist eine wichtige Basis für die Identität indigener Völker, für die Vermittlung ihres kulturellen Wissens, der Geschichte und Spiritualität. Die UN haben deshalb 2019 zum Internationalen Jahr indigener Sprachen ausgerufen. In der Arbeitsgruppe wollen wir diese Thematik vertiefen und die Aktionen der Gesellschaft für bedrohte Völker zum Schutz der Sprachenrechte in diesem Jahr erläutern.

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AG 5) Sexualisierte Gewalt als Waffe gegen Minderheiten: Die Rolle von Frauen und Kindern

Leitung: Lina Stotz und Caroline Siems

Sexualisierte Gewalt wird in vielen Konflikten als perfide Kriegswaffe eingesetzt. Besonders Minderheiten leiden darunter oft massiv. Beispiele sind die systematischen Angriffe auf yezidische Frauen im Irak und Rohingya Frauen in Burma (Myanmar)/Bangladesch. Die Kinder, die aus solchen Vergewaltigungen hervorgehen, stehen meist vor schweren Herausforderungen. Wir diskutieren die Themen sexualisierte Gewalt, Kinder des Krieges und die Lage der Rohingya diesbezüglich anhand eines kurzen GfbV Films und mit der Rohingya Aktivistin und Ärztin Ambia Parveen.

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AG 6) Die Unterdrückung der Uiguren

Leitung: Ulrich Delius und  Hanno Schedler

Mehr als 1,5 Millionen Uiguren, Kasachen und Kirgisen sind Gefangene des chinesischen Umerziehungslager-Systems. Wir wollen darüber sprechen, wie die Lager bekannt gemacht wurden und auf welchen Ebenen man die chinesische Regierung wegen ihrer schweren Menschenrechtsverletzungen angehen kann. Darüber wollen wir zusammen mit Betroffenen diskutieren.

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Anmeldungen

Sie können sich telefonisch oder per E-Mail bei unserem Mitarbeiter Christian Rach zur Jahreshauptversammlung anmelden:

c.rach@gfbv.de

+49 551 499 06 26

So finden Sie uns

 

Gesellschaft für bedrohte Völker

Geiststraße 7

37073 Göttingen

 

+49 551 499 06 0

info@gfbv.de

Benutzen Sie die interaktive Karte, um eine Routenplanung zu erstellen.



Wegbeschreibung für Bahnreisende

Vom Göttinger Bahnhof sind es lediglich fünf Gehminuten bis ins Bundesbüro der GfbV: Am Bahnhofsvorplatz die Berliner Straße überqueren und die Goetheallee entlang gehen. Gleich die erste Straße rechts ist die Geiststraße. Am Ende der Straße auf der rechten Seite befindet sich das Victor-Gollancz-Haus der Gesellschaft für bedrohte Völker.


Wegbeschreibung für Autofahrer

Zum Parkhaus: Autobahnabfahrt Göttingen, nach der Eisenbahnunterführung geradeaus in Richtung Innenstadt, die große Kreuzung überqueren (Groner-Tor-Straße). Gleich auf der linken Seite befindet sich ein Parkhaus, das max. zwei Gehminuten von unserem Victor-Gollancz-Haus entfernt ist (vgl. Karte oben).