49. Jahreshauptversammlung: 3. bis 5. November 2017

Ganz herzlich laden wir Sie zur diesjährigen Jahreshauptversammlung der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen ein. Unsere Menschenrechtsorganisation besteht nun schon seit fast 50 Jahren und viele von Ihnen haben uns lange Zeit begleitet und mit ihren Beiträgen und Spenden unsere Arbeit finanziert – so auch 2016/2017. Vielen herzlichen Dank!

Wir würden uns sehr freuen, Sie bei der Versammlung begrüßen zu dürfen!

Ihr GfbV-Team


Das Programm von Freitag bis Sonntag

Freitag, 3. November 2017

Ab 18.00 Uhr:

Begrüßung der angereisten Mitglieder, Förderer und Freunde im Victor-Gollancz-Haus; Kleiner Imbiss

Hausführungen und thematische Gesprächsrunden


Samstag, 4. November 2017

Ab 7.30 Uhr: Akkreditierung und kleines Frühstück

- TAGESORDNUNG –

8.45 Uhr: TOP 1 – Eröffnung

durch den Bundesvorsitzenden Feryad Fazil Omar, Direktor Ulrich Delius und Geschäftsführerin Marlen Mock

9.15 Uhr: TOP 2 - Wahl des Präsidiums

Wahl der Versammlungsleitung

Benennung der Protokollführer/innen

Beschluss über die Tagesordnung

9.30 Uhr: TOP 3 - Ehrungen und Nachrufe

Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Ursula Dorn

Verleihung des Regionalgruppenpreises an die

Regionalgruppe Nürnberg

Nachruf für Simone Veil

10.00 Uhr: TOP 4 - Minderheiten im Fokus

Die Fachreferenten der GfbV berichten über ihre Menschenrechtsarbeit

12.00 Uhr: TOP 5 - Auf dem Weg zur Million: Europas Minderheiten im Kampf für mehr Rechte

Loránt Vincze, Präsident der Federal Union of European Nationalities (FUEN)

12.15 Uhr: TOP 6 - Satzungsänderungen

Diskussion und Verabschiedung der beantragten Satzungsänderungen

12.45 Uhr: Mittagspause

14.00 Uhr: TOP 7 - Ein Leitbild für die GfbV

Der erste Schritt hin zu einer Aktualisierung unseres Grundsatzprogramms im Jahr 2018

15.00 Uhr: TOP 8 - Berichte

Vorstand, Rechnungsprüfer, Regionalgruppensprecher, Schiedskommission und Wirtschaftsprüfer

Abstimmung über Entlastung des Vorstandes

16.30 Uhr: TOP 9 - Wahlen

Bundesvorsitz, Bundesvorstand und Rechnungsprüfer

- ENDE DER TAGESORDNUNG –

18.30 Uhr: Abendessen


20.00 Uhr:

„Wir kämpfen nicht nur für uns“

Der Ashaninka Benki Piyako und sein Kampf für Umwelt- und Klimaschutz.

Der Ashaninka-Anführer Benki Piyako engagiert sich im brasilianischen Bundesstaat Acre für nachhaltige Waldwirtschaft, Klima- und Umweltschutz - trotz Todesdrohungen der Holzfällermafia. Bevor er mit GfbV-Brasilien-Koordinatorin Eliane Fernandez Ferreira zur UN-Klimakonferenz nach Bonn weiterreist, wird er uns seinen Kampf schildern.

Außerdem berichten unsere ehrenamtlichen Brasilien-Aktivistinnen Katie Mähler und Sabrina Tschiche über ihre Beobachtermission bei den Guaraní-Kaiowá in Mato Grosso do Sul im August/September 2017.


Sonntag, 5. November 2017

Ab 8.00 Uhr: Kleines Frühstück

9.00 Uhr: Vorstellung und Einteilung in die Arbeitsgruppen

9.15 Uhr - 10.45 Uhr: AG 1 - 3

11.00 Uhr - 12.30 Uhr: AG 4 - 6

12.45 Uhr: Berichte aus den Arbeitsgruppen

13.15 Uhr: Worte zum Abschied

13.30 Uhr: Ausklang der Jahresversammlung und Mittagsimbiss

Arbeitsgruppen am Sonntag

 

Vormittag


5.11.2017, 9:15-10:45 Uhr

AG 1) Kurdistan nach dem Referendum zur Unabhängigkeit

Leitung: Kamal Sido, Referent für Nahost

Am 25. September wollen die Kurden im Irak ein Referendum zur Errichtung eines eigenen Staates abhalten. Ist die Zeit reif für ein unabhängiges Kurdistan? Welche Schwierigkeiten erwarten den jungen Staat? Welche Probleme können jetzt gelöst werden? Welche später? Darüber soll in der Arbeitsgruppe diskutiert werden.

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5.11.2017, 9:15-10:45 Uhr

AG 2) Gräueltaten ohne Öffentlichkeit

Leitung: Hanno Schedler, Asien- und Afrikareferat

Millionen Menschen sind im Jemen, im Südsudan und in Burma auf der Flucht. Wie kann dort Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begegnet werden? Wie können Zivilisten geschützt werden? Gemeinsam wollen wir nach Antworten auf die katastrophale Lage in den drei Staaten suchen. Eine Vertreterin der Al-Akhdam aus dem Jemen wird über die schwierige Situation dieser Minderheit berichten.

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5.11.2017, 9:15-10:45 Uhr

AG 3) Symbolische Anerkennung für ostpreußische Wolfskinder

Leitung: Jasna Causevic, Referentin für Südosteuropa und Flüchtlinge

Das ostpreußische Wolfskind Ursula Dorn beschreibt uns ihr schweres Schicksal. Eindringlich schildert sie die Hungerkatastrophe in Königsberg nach Kriegsende. Allein versuchte sie damals, in Litauen Nahrung zu finden. Doch zwei ihrer Geschwister verhungerten. Wir stellen außerdem unsere erfolgreiche Kampagne für die Wolfskinder vor. Sie haben jetzt die Chance auf symbolische Anerkennung ihres Leids.

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Mittag


5.11.2017, 11-12:30 Uhr

AG 4) Frauenschicksale aus dem Nahen Osten

Leitung: Eytan Celik, ehrenamtliche Yeziden-Expertin

Drei junge Frauen aus dem Irak, dem Jemen und der Türkei beschreiben Alltagsdiskriminierung, Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen an Yeziden, Al-Akhdam und Aleviten.

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5.11.2017, 11-12:30 Uhr

AG 5) Indigene Völker sind die besten Umweltschützer

Leitung: Benki Piyako, Ashaninkaführer und Eliane Fernandez Ferreira, GfbV-Koordinatorin für Brasilien

Der Raubbau an der Natur nimmt weltweit zu. Das Klima verändert sich. Indigene Völker, die für ihre naturnahe Lebensweise auf eine intakte Umwelt angewiesen sind, spüren dies zuerst. Wir informieren über indigene Lösungsansätze für die Herausforderungen des Klimawandels und indigene Projekte zur nachhaltigen Entwicklung für indigene Gemeinschaften und ihre nicht-indigenen Nachbarn. Ein Beispiel wird die Gemeinschaft der Ashaninka aus Apiwtxa / Brasilien sein.

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5.11.2017, 11-12:30 Uhr

AG 6) Bosnien und Herzegowina: Straflosigkeit nach dem Genozid

Leitung: Fadila Memisevic und Belma Zulcic, GfbV-Sektion Bosnien und Herzegowina

22 Jahre nach dem Ende des Krieges in Bosnien und Herzegowina sind noch viele Täter auf freiem Fuß, bekleiden hohe Ämter. In der Republika Srpska und in Serbien wurden nur wenige vor Gericht gestellt, kaum einer wurde bestraft. Dort werden die Kriegs- und Völkermordverbrechen geleugnet. Viele Vertriebene wagen es nicht, in ihre Heimatorte zurückzukehren; zahlreiche Familien suchen noch immer nach den Gebeinen ihrer Angehörigen. Doch wer sollte Verbrechen noch bezeugen? Die Zahl der Zeitzeugen wird kleiner, Täter werden nicht verhört. Die Traumata wirken in der jüngeren Generation fort.

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Das Programm zur Jahreshauptversammlung und die Beschreibungen der Arbeitsgruppen finden Sie auch hier als Download (pdf-Dokument).

Für Fragen zum Programm oder zu den Arbeitsgruppen rufen Sie uns an oder schicken uns eine E-Mail:

+ 49 551 499 06 0

info@gfbv.de

Die Anträge auf Satzungsänderungen, über die während der Jahreshauptversammlung abgestimmt wird, finden Sie hier: Download der Anträge auf Satzungsänderungen (pdf-Dokument)

Sie können auch gerne die aktuelle Satzung zum Nachlesen herunterladen: Satzung der GfbV (pdf-Dokument)


Anmeldungen

Sie können sich telefonisch oder per E-Mail bei unserem Mitarbeiter Christian Rach zur Jahreshauptversammlung anmelden:

c.rach@gfbv.de

+49 551 499 06 26

So finden Sie uns

 

Gesellschaft für bedrohte Völker

Geiststraße 7

37073 Göttingen

 

+49 551 499 06 0

info@gfbv.de

Benutzen Sie die interaktive Karte, um eine Routenplanung zu erstellen.


Wegbeschreibung für Bahnreisende

Vom Göttinger Bahnhof sind es lediglich fünf Gehminuten bis ins Bundesbüro der GfbV: Am Bahnhofsvorplatz die Berliner Straße überqueren und die Goetheallee entlang gehen. Gleich die erste Straße rechts ist die Geiststraße. Am Ende der Straße auf der rechten Seite befindet sich das Victor-Gollancz-Haus der Gesellschaft für bedrohte Völker.


Wegbeschreibung für Autofahrer

Zum Parkhaus: Autobahnabfahrt Göttingen, nach der Eisenbahnunterführung geradeaus in Richtung Innenstadt, die große Kreuzung überqueren (Groner-Tor-Straße). Gleich auf der linken Seite befindet sich ein Parkhaus, das max. zwei Gehminuten von unserem Victor-Gollancz-Haus entfernt ist (vgl. Karte oben).