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Die GfbV-Zeitschrift pogrom – bedrohte völker berichtet regelmäßig und aktuell über verfolgte ethnische und religiöse Minderheiten, Nationalitäten und Ureinwohnervölker in aller Welt. Im deutschen Sprachraum gibt es kein vergleichbares Medium. Seit 1970 wird die Zeitschrift von der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) herausgegeben.
bedrohte Völker - pogrom gibt den Opfern von Menschenrechtsverletzungen eine Stimme und nennt die Täter beim Namen. Um Lösungen für Konflikte aufzuzeigen, scheuen wir uns nicht vor unbequemen Forderungen.
bedrohte Völker - pogrom ist eine Lektüre für alle politisch wachen Menschen, die sich für die Bewahrung kultureller Vielfalt einsetzen. Für Menschenrechtler und Entwicklungshelfer, für Journalisten, Lehrer und Rechtsanwälte von Flüchtlingen ist bedrohte Völker - pogrom eine unentbehrliche Quelle geworden.
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Wir sind schwarz, na und?! Viel ist erreicht - Dennoch: Schwarze kämpfen weiter gegen Diskriminierung
06/2012
Weltweit gibt es Gemeinschaften von schwarzen Menschen wie in Südamerika, dem Jemen, Irak. Sie sind vorwiegend Nachfahren entflohener oder freigelassener Sklaven. In den vergangenen Jahrzehnten haben sie Vieles erreicht, Bürgerrechte erstritten, sich gegen Diffamierung zur Wehr gesetzt. Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt: Der Kampf schwarzer Menschen gegen Feindseligkeit, Rassismus, Unterdrückung und Ausgrenzung muss weitergehen.
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Kostbare Erde. Gier nach Land gefährdet Menschen rund um den Globus.
05/2012
Ob in Uganda, Indonesien, Schweden, Brasilien oder in der Russischen Förderation - Landraub ist gerade in den vergangenen Jahren aufgrund von Rohstoffknappheit und Gewinnmaximierung internationaler Konzerne ein weltweites Phänomen. Während viele Menschen davon profitieren, haben zahllose andere mit schwerwiegenden Folgen wie dem Verlust ihrer Existenzgrundlage, Vertreibung oder der Zerstörung der Umwelt zu kämpfen.
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Blutvergießen in Syrien. Haben Minderheiten eine Zukunft im Vielvölkerstaat?
04/2012
Die neue Ausgabe unserer Menschenrechtszeitschrift „bedrohte Völker – pogrom“ steht diesmal unter dem Motto „Arabischer Frühling“ in Syrien?
Seit März 2011 erhebt sich das syrische Volk gegen den Diktator Baschar al-Assad. Wir werfen einen Blick auf den Vielvölkerstaat mit seinen vielen ethnischen und religiösen Minderheiten, die sich nun in ihrer Existenz bedroht fühlen.
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Wir erheben unsere Stimme! - Minderheiten in Polen, der Ukraine und Weißrussland
03/2012
"Das Recht des Bürgers auf freie Meinungsäußerung, auf Versammlungsfreiheit oder auf freie und faire Wahlen sucht Entfaltung und Respekt in Belarus. Es wird jedoch unterdrückt, denn wer Bürgerrecht einfordert, läuft Gefahr, schikaniert, willkürlich verhaftet oder zu hohen Geldstrafen verurteilt zu werden. Das Regime hat Staat und Gesellschaft von der von gemeinsamen Werten geprägten europäischen Entwicklung abgekoppelt." - Hans-Georg Wieck
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269-270 Menschenrechtler vor Ort - Authentische Berichte zur Lage bedrohter Minderheiten
01/2012
"Am 6. April 2012, dem 20. Jahrestag des Beginns einer der längsten Belagerungen einer Stadt in der modernen Geschichte, wurden auf der Hauptstrasse von Sarajevo 11.541 rote Stühle aufgestellt – einer für jeden Mann, jede Frau und jedes Kind, die während der 1.425 Tage dauernden Einkesselung getötet wurden." - Fadila Memisevic, GfbV-Sarajevo
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268 China-Kulturjahr 2012 - Kultur der Tibeter, Uiguren und Mongolen bewahren!
05/2011
"Chinas Machthaber streben in der Welt nach mehr Anerkennung und Einfluss. Doch im eigenen Land sorgen sie unter Intellektuellen und Künstlern für Grabesstille. Die internationale Gemeinschaft darf nicht wegschauen, wenn Tibets Mönche geknebelt und Jahrtausende alte Kulturschätze der Uiguren willkürlich zerstört werden. Der Ausbau der wirtschaftlichen und politischen Beziehungen mit China darf nicht auf Kosten der Menschenrechte gehen!" Ulrich Delius, Leiter des GfbV-Asien- und Afrikareferates
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Autonomie: Überlebenschance für "kleine Völker"
04/2011
"Sich selbst zu regieren als regionale Gemeinschaft , ohne die staatliche Zugehörigkeit in Frage zu stellen, ein eigenes Regionalparlament und Regierung frei zu wählen, im Rahmen der Verfassung regionale Gesetze zu verabschieden, - dies ist der Kern von Autonomie und kann zu 'interner Selbstbestimmung ohne Sezession' führen. [...] Verweigerung von Autonomie, die Unterdrückung von Minderheitenrechten
sowie die Rücknahme einmal gewährter Autonomie führen oft zu
militantem Widerstand. Die Gewährung echter Autonomie dagegen hat
Konflikte nachhaltig gelöst. Zentralstaaten fürchten bei Autonomie üblicherweise Sezession. Meist bewies die Geschichte aber das Gegenteil: Eine zufriedenstellende Autonomie schafft Vertrauen und bietet den Rahmen für 'innere Selbstbestimmung'." (Thomas Benedikter, Mitbegründer und ehemaliger Leiter der GfbV-Südtirol, Mitarbeiter des EURAC-Instituts für Minderheitenrecht in Bozen. Autor von „Die modernen Autonomiesysteme der Welt“)
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Uranabbau, Atomtests, Endlagersuche: Ureinwohner bangen um ihre Zukunft
03/2011
"Seit den 1940-er Jahren häufen sich rund um den Globus die Halden der Uranminen, die bis ins nächste Jahrtausend strahlen werden. […] Das Leid wollen die Verantwortlichen von uns fernhalten. Aber wir muten es anderen zu. Indigene Völker werden seit Jahrzehnten durch Krebs dezimiert, den wir durch unsere Sucht nach nuklearem Brennstoff ausgelöst haben. Vor allem in Kanada, in Australien, in Kasachstan, in Namibia, im Niger." (Claus Biegert, Autor, Mitglied des GfbV-Beirats, Gründer des Nuclear-Free Future Award)
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"Arabischer" Aufbruch - Freiheit für Minderheiten?
02/2011
"Seit Ende 2010 überschlagen sich die Ereignisse in der "arabischen Welt". Die ethnischen und religiösen Minderheiten wie die Kopten, Berber, Toubou, Assyrer-Aramäer-Chaldäer, Kurden, Mandäer, Yeziden sowie Bahá'í und Al-Akhdam waren und sind die ersten Opfer der repressiven arabischen Regime. Diese Minoritäten erhoffen sich nun eine Verbesserung ihrer Lage. Die Frage, ob die Jasmin-Revolution und die ihr folgende Welle des Umbruchs tatsachlich mehr Menschen und Minderheitenrechte sowie einen ehrlichen und offenherzigen Frieden mit den Nachbarländern - auch mit Israel - mit sich bringen wird, bleibt abzuwarten." (Dr. Kamal Sido, GfbV-Nahostreferent) .
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Frauen von China bis Darfur: Traumatisierte Opfer und mutige Menschenrechtlerinnen
01/2011
"Massenvergewaltigungen als Mittel der Demoralisierung des Gegners und zur sogenannten ‚ethnischen Säuberung’ und andere Gewaltverbrechen sind in vielen bewaffneten Konflikten alltäglich. Und selbst wenn sich eine Gesellschaft nicht im Krieg befindet, nehmen weibliche Genitalverstümmelung, Zwangsverheiratung von Minderjährigen, fehlender Zugang zu Bildung und andere Menschenrechtsverletzungen jungen Mädchen und Frauen sämtliche Entwicklungschancen. Es ist eine Verpflichtung für jeden, dem an Rechtsstaatlichkeit etwas liegt, sich gegen solche gravierenden Menschenrechtsverletzungen zu stellen und den entrechteten Mädchen und Frauen zu helfen."
(Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Bundesministerin der Justiz)
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Bosnien-Herzegowina: 15 Jahre Frieden - und doch keine Zukunft?
05/2010
"Die Konzentrationslager, die Massenvertreibungen, die Aushungerung der eingeschlossenen Städte während des Krieges in Bosnien-Herzegowina, all das wird in den folgenden Beiträgen noch einmal nachgezeichnet. Frankreich, Großbritannien und Russland haben 1992 bis 1995 alles unternommen, um den Fortgang des Krieges und des Genozid möglich zu machen. Auch die damalige Bundesregierung Kohl hat sich dann 1995 in Dayton an der Aufteilung des Landes beteiligt und so einen Frieden mitgeschaffen, der die Täter belohnt und die Rückkehr der Vertriebenen bis heute verhindert." (Tilman Zülch, Mitbegründer der Gesellschaft für bedrohte Völker, GfbV)
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Tuareg, Mapuche, Penan - Staudämme und Gier nach Rohstoffen bedrohen Ureinwohner aus aller Welt
04/2010
"Getrieben durch knapper werdende Rohstoffe rauben Staaten und Konzerne systematisch ihr Land aus und lassen hunderttausende Ureinwohner und Angehörige anderer ethnischer Minderheiten vertreiben, um Bergbau-, Plantagen- und Staudammprojekte zu verwirklichen. Tausende Ureinwohner werden als rechtlose und billige Arbeitskräfte missbraucht. Zugleich wird der traditionelle Lebensraum dieser Völker so sehr zerstört, dass sie als eigenständige ethnische Gruppe kaum mehr eine Chance zum Überleben haben. Es ist höchste Zeit, dass die Vereinten Nationen und die internationale Staatengemeinschaft ihren schönen Worten endlich Taten folgen lassen!" (GfbV-Referent Ulrich Delius)
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Iran: Vielvölkerstaat ohne Gleichberechtigung und Glaubensfreiheit
03/2010
"Knapp die Hälfte der rund 70 Millionen Einwohner des Iran sind Perser, von denen nahezu alle schiitische Moslems sind, ihre Sprache ist Staatssprache. Nicht-Schiiten wie Armenier, christliche Assyrer, Bahá’í, Juden, Mandäer, Sufis und Zoroastrier sowie Nicht-Perser wie Ahwazi, Aseri, Belutschen, Kurden und Turkmenen sowie andere ethnische und religiöse Gemeinschaften werden diskriminiert, unterdrückt und verfolgt. Immer wieder fallen Angehörige dieser Volksgruppen der Willkür der iranischen Geheimdienste zum Opfer. Sie werden verschleppt, gefoltert oder ermordet." (Dr. Kamal Sido, GfbV-Nahostreferent)
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Krisenherde Nordafrikas - Verleumdet, Verfolgt, Vergessen: Unterdrückte Völker von Somalia bis zur Westsahara
02/2010
"Wenn das US-Außenministerium alljährlich seinen Bericht zur Lage der Menschenrechte in der Welt vorlegt, werden viele arabische Staaten in Nordafrika von Kritik geschont. Denn nicht nur die USA, sondern auch viele EU-Staaten umwerben die undemokratisch regierten Länder, weil sie als gemäßigte muslimische Staaten gelten. So werden Menschenrechtsverletzungen an ethnischen und religiösen Minderheiten weitgehend ignoriert. Berber, Tuareg, Toubou, Kopten und schwarzafrikanische Mauretanier haben das Nachsehen." (Ulrich Delius, GfbV-Afrika-Referent)
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258 bedrohte Völker-Pogrom -Indianer Nordamerikas – Kampf um Selbstbestimmung und Respekt für "Mutter Erde"
01/2010
"Für die Ureinwohner Nordamerikas hatte dieser Krieg (zwischen den Zerstörern von Natur und den Verteidigern der Natur) bereits 1492 begonnen. Für sie, die sich als Teil der Natur sahen, ging es nicht nur im bewaffneten Kampf gegen die Invasoren um Leben und Tod. Das Abschlachten der Bisons war ebenso ein Krieg – so wie heute die radioaktive Verseuchung ihrer Lebensgrundlagen ein versteckter Krieg ist." (Claus Biegert, Autor, Mitglied des GfbV-Beirats,Gründer des Nuclear-Free Future Award) zu den Leseproben |>
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256/257 bedrohte Völker-Pogrom - Jüdische Gemeinschaften. Von Sarajevo bis Aksum, von Marrakesch bis Karatschi
05/2009
"Auch der israelisch-palästinensische Konflikt hat seine zwei Seiten. Der Staat Israel wurde nicht nur von den erlebenden Opfern des Holocausts gegründet, sondern auch von den jüdischen Flüchtlingsgemeinschaften aus den arabischen Ländern. Die folgenden Beiträge machen deutlich, dass auch nach der Gründung Israels die Juden des Orients unterdrückt, verfolgt, aber auch vertrieben wurden. So haben die arabischen "Bruderstaaten" der Palästinenser wesentlich zur Stärkung Israels beigetragen." (Tilman Zülch, Mitbegründer der Gesellschaft für bedrohte Völker, GfbV) zu den Leseproben |>
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255 bedrohte Völker-Pogrom - Zehntausenden langjährig "Geduldeten" droht Abschiebung
04/2009
"Wenn langjährig geduldete Familien nach so vielen Jahren hier ausreisen müssen, wird ihr Leben, ihre Familie zerstört. Das sollten wir verhindern. Unsere Generationen sollte das Recht, die Menschenwürde und all das, wofür wir und unsere Vorfahren Jahrhunderte lang gekämpft haben, verteidigen. So müssen wir uns auch gegenüber anderen Ländern verhalten. Denn die Menschenrechte durchbrechen Landesgrenzen. Die Behauptung vieler Nationen, diese Fragen seien innere Angelegenheiten des Staates, ist falsch und gegen die Menschrechte gerichtet. Deutschland behauptet dies zwar nicht, aber handelt sehr oft ohne Berücksichtigung der Menschenrechte." (Prof. Dr. Christian Schwarz-Schilling, Bundesminister a.D.) zu den Leseproben |>
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254 bedrohte Völker-Pogrom - Sinti und Roma in Europa. Seit Jahrhunderten diskriminiert und ausgegrenzt.
03/2009
"Die 30.000 Menschen, von denen mindestens jeder Vierte in Deutschland geboren wurde, sind hier rechtlos. Sie werden de facto weiter als Untermenschen behandelt. Das ist in einer Reihe europäischer Länder nicht anders. So haben sich in Tschechien und Ungarn furchtbare Übergriffe gegen einheimische Roma, in Spanien und Italien gegen Roma-Einwanderer ereignet. In Serbien wurden gerade anlässlich der ‚Universiade 2009’ in Belgrad ganze Roma-Wohngebiete mit Stacheldraht umzäumt. Vor wenigen Jahren noch hatten serbische Truppen während des Bosnien-Krieges im Zuge des Volkermordes an den bosnischen Muslimen immer wieder einzelne Roma-Gruppen." (Tilman Zülch, Mitbegründer der Gesellschaft für bedrohte Völker, GfbV) zu den Leseproben |>
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253 bedrohte Völker-Pogrom - Mit 3835 politischen Gefangenen, 4000 zerstörten Dörfern und 1700 Verschwundenen in die EU?
02/2009
"Mindestens 3.835 kurdische politische Gefangene sind in türkischen Gefängnissen inhaftiert, die meisten von ihnen seit über als 20 Jahren, mehr als ein Drittel ohne jede Gerichtsverhandlung. Kurdisch sprechen im Parlament, bei Behörden, in Schulen oder Universitäten ist verboten. Mindestens zwei Millionen Menschen aus rund 4.000 Dörfern, die vom türkischen Militär zerstört wurden, warten vergeblich auf Wiederaufbau und Rückkehr. Alle Forderungen der Kurden nach Gleichberechtigung von Sprache, Identität und Kultur werden von den Regierenden zurückgewiesen." (Tilman Zülch, Mitbegründer der Gesellschaft für bedrohte Völker, GfbV) zu den Leseproben |>
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252 bedrohte Völker-Pogrom - Indiens Minderheiten kämpfen für die Gleichberechtigung.
01/2009
"Indien verfügt mit rund 90 Millionen Ureinwohnern über eine enorme ethnische Vielfalt. In keinem anderen Staat leben mehr indigene Völker. Der eskalierende Wettstreit um Bodenschätze und Energie steht beispielhaft für das Ringen tausender indigener Völker weltweit um eine Sicherung ihres Überlebens. Nicht nur in Indien werden nun ihre Rückzugsgebiete von Wirtschaftsunternehmen mit Unterstützung eilfertiger Politiker "erschlossen", um wirtschaftlichen Profit zu erzielen." (Ulrich Delius, GfbV-Asienreferent)
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251 bedrohte Völker-Pogrom - 40 Jahre für Menschenrechte und Minderheiten
06/2008
"Vier Jahrzehnte Menschenrechtsarbeit. Das ist ein gewichtiger Anlass zurückzublicken auf viele Jahre Engagement gegen Vertreibung und Völkermord,
für Selbstbestimmung, für den Schutz bedrohter ethnischer und religiöser Minderheiten und indigener Völker. "Lassen Sie die Geschichte der GfbV noch einmal Revue passieren, lesen Sie spannende Interviews mit Menschenrechtsaktivisten sowie packende Berichte über einzigartige Aktionen der GfbV."
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249-250 Europäische Volksgruppen - Wir lassen uns nicht unterkriegen
04/2008
"Nationalitätenkonflikte waren jahrhundertelang europäische Realität. Die meisten der über 40 Staaten auf unserem Kontinent sind so entstanden: durch Kriege, Grenzverschiebungen, ethnische Säuberungen, Vertreibungen und Flucht. Doch trotz allem übersteigt die Zahl der autochthonen Minderheiten, der "kleinen Völker" und Nationalitäten ohne eigenen Staat noch immer die der Länder um ein Mehrfaches. Dies macht die eigentliche Vielfalt der Sprachen und Kulturen Europas aus." (Tilman Zülch, Mitbegründer der Gesellschaft für bedrohte Völker, GfbV)
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248 Wasser, Öl und Diamanten - Indianer kämpfen gegen Raubbau in Amazonien
03/2008
"Im gesamten Amazonasgebiet kämpfen indigene Völker für ihre Rechte, vor allem für ihr traditionelles Land. Mehr als 1,5 Millionen Angehörige von 450 indigenen Völkern leben in der "grünen Lunge" der Erde. Etwa 68 indigene Gruppen haben sich nach ihren ersten – negativen – Erfahrungen mit eindringenden Goldsuchern, Kautschukzapfern und Holzfällern, mit Missionaren und Siedlern, für ein Leben in freiwilliger Isolation entschieden." (Kerstin Veigt, GfbV-Referentin für indigene Völker)
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247 Sorry ist nicht genug! Australiens Aborigines wollen mehr
02/2008
"Australiens Ureinwohnerpolitik steht vor schwierigen Problemen: ein völlig marodes Gesundheits- und Bildungssystem, ungesicherte Landrechte und Kulturverlust, das Fehlen einer von den Aborigines selbst gewählten föderalen Interessenvertretung. Die Kindersterblichkeit ist bei den Aborigines dreimal höher als im australischen Durchschnitt. Ihre Lebenserwartung ist um 17 Jahre niedriger. Alkoholmissbrauch, Arbeits- und Perspektivlosigkeit bis hin zu Selbstmord prägen das Leben gerade vieler junger Leute." (Yvonne Bangert, GfbV-Referentin für indigene Völker)
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246 Im Schatten der Olympiade: Chinas Minderheiten fordern ihre Rechte
01/2008
"Ein halbes Jahr vor Beginn der Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking hat sich die Menschenrechtslage in China noch einmal spürbar verschärft. Unbequeme Kritiker werden ruhig gestellt, um öffentliche Proteste während der Olympiade zu verhindern. Apparatschiks in Peking erstellen endlose schwarze Listen unerwünschter Personen, die Chinas von langer Hand geplante Image-Kampagnen gefährden könnten." (Ulrich Delius, GfbV-Asienreferent)
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244/245 Israel-Palästina: Leben auf dem Pulverfass
05/2007
"Eine Mauer und ein befestigter Zaun trennen heute Israelis und Palästinenser. Im nächsten Jahr würden jene Grenzen, die 1948 zwischen beiden Völkern gezogen wurden, 60 Jahre lang existieren. Ohnehin hätte Israel mit dieser Grenzziehung die Palästinenser auf 22 % ihres Landes beschränkt. Doch dieses kleine Land hat nach seinen Siegen und als Antwort auf palästinensischen Widerstand mit Gewalt und auch mit Brutalität seine Siedlungen immer weiter in die Westbank vorgetrieben. Diese Landnahme ist bis zur Stunde nicht abgeschlossen, auch wenn Israels Regierung einmal mehr einen Siedlungsstopp vor den internationalen Verhandlungen in den USA verkündet hatte." (Tilman Zülch, Mitbegründer der Gesellschaft für bedrohte Völker, GfbV)
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243 Indianer in Mittel- und Südamerika: Wir geben unser Land nicht auf
04/2007
"Der Menschenrechtsrat (HRC) ist drauf und dran, das in 30 Jahren gewachsene Gerüst für die Rechte der indigenen Völker bei den Vereinten Nationen zu kippen. Sein Reformeifer führte bereits zu schmerzhaften Einschnitten: Die Working Group on Indigenous Peoples (WGIP) ist so gut wie abgeschafft. Die Jubiläumssitzung zu ihrem 25jährigen Bestehen fand nicht mehr statt. Dies ist ein herber Verlust für alle Lobbyisten in Sachen Ureinwohnerrechte bei den Vereinten Nationen, hatte doch die WGIP die Menschenrechte der indigenen Völker in den UNO erst etabliert." (Yvonne Bangert, GfbV-Referentin für indigene Völker)
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242 Vielfalt Kurdistan
03/2007
"Dass nach den furchtbaren Verfolgungen, den Massenmorden an den Kurden in der Türkei in den 20-er und 30-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, nach dem Genozid im Irak, der Ausbürgerung zehntausender Kurden in Syrien und den Verbrechen des Mullah-Regimes im Iran diese Staatsgründungen in Europa attraktives Vorbild für viele Kurden sind, ist verständlich. Freunde der Kurden, die vielen, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten für kurdische Belange eingetreten sind, nehmen eines sicherlich mit Sympathie und Genugtuung zu Kenntnis: Im Bundesstaat Kurdistan des Irak wird vieles unternommen, um die Rechte der kleineren Völker und religiösen Minderheiten zu garantieren und sie Schritt für Schritt in die Wirklichkeit umzusetzen, wie etwa Kulturinstitute, Schulen, eigene Medien, Präsenz in Parlament und Regierung, Wiederaufbau von Dörfern." (Tilman Zülch, Mitbegründer der Gesellschaft für bedrohte Völker, GfbV)
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241 Einsatz für Menschenrechte: Die Organisationen - Ein Überblick
02/2007
"Unsere Menschenrechtsorganisation wurde 1968 gegründet, als zwei europäische Regierungen, die britische und die sowjetische, die Ausrottung eines Volkes, der Ibos unterstützten. Zwei Millionen von ihnen wurden Opfer des Völkermords. Ihr Land, Biafra, das sich unabhängig erklärt hatte, wurde zerstört. Seither arbeiten die GfbV mit ihren Foren, Organisationen, Institutionen, traditionellen Führungspersönlichkeiten oder Räten, mit den Menschenrechtlern, sowie Widerstandsbewegungen verfolgter Gemeinschaften, zusammen. Tagtäglich werden über Internet Botschaften und Informationen ausgetauscht, Woche für Woche gehen unsere Pressemitteilungen, Appelle und Protestbriefe, Mahnwachen und Veranstaltungen auf Initiative der Betroffenen zurück. Ohne ihre Mitwirkung wäre die GfbV in den meisten Fällen hilflos." (Tilman Zülch, Mitbegründer der Gesellschaft für bedrohte Völker, GfbV)
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240 Rumantsch-Ladin-Furlan: Minderheiten auf dem Rückzug
01/2007
"`Das ist nun wirklich übertrieben’, empörte sich mein Gesprächspartner noch Jahre danach. Es war in der Tat eine Zumutung: Der Vorschlag, die ladinischen Schulkinder auf Ladinisch zu alphabetisieren. So ein Unfug, wahrhaftig, wenn eine Minderheit ihre Sprache tatsächlich Raum geben will in der Bildung und sie nicht nur als Feigenblatt für eine fremdsprachige Schule vorschiebt. Welch überzogene Forderung, die Sprache der Minderheit solle nicht vom ersten Schultag an von Fremdsprachen verdrängt werden. Ja, was hat diese Minderheitensprache überhaupt in der Schule zu suchen! Satire? Nein. Immer wieder hört man solche Worte in Südtirol." (Mateo Taibon, Chefredakteur von "bedrohte Völker – pogrom")
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239 Menschenrechte: Kein Ende des Notstandes
05/2006
"Es wird immer wieder vor Augen geführt: Menschenrechte haben einen schweren Stand. In der Weltpolitik, in der Regionalpolitik, in der Wirtschaft – und im täglichen Leben vieler Bürger. In Sonntagsreden werden die Menschen- und Minderheitenrechte beschworen, versprochen und gelobt. Im Alltag jedoch stehen sie allzu oft nur in den Fußnoten." (Mateo Taibon, Chefredakteur von "bedrohte Völker – pogrom")
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238 Klimawandel: Das Ende der Paradiese
04/2006
"Die 400.000 Angehörigen der 30 indigenen Völker der Arktis sind die Leidtragenden einer Wirtschafts- und Umweltpolitik, die sie nicht mitgestalten können. Sie kommen unter die Räder, wie andere indigene Völker im Süden der Welt. Die Tuaregs der Sahel-Zone in Nord-Afrika leiden unter immer länger werdenden Dürreperioden, in Zentralafrika verlieren die Pygmäen wegen der rücksichtslosen Abholzung und der folgenden Bodenerosion Land und Leben." (Wolfgang Mayr, Redakteur der GfbV-Zeitschrift "bedrohte Völker – pogrom")
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237 indian country - Indianer Nordamerikas
03/2006
"Das Indianerklischee gehört zum großen Traum der Freiheit und des Lebens in der freien Natur. Die Indianer-Realität entspricht jedoch keineswegs dem Klischee. Es klafft eine Lücke, die dramatischer nicht sein könnte. Die Indianer Nordamerikas leben als Außenseiter; sie sind politisch, sozial, wirtschaftlich und kulturell benachteiligt, in vielen Fällen chancenlos. Ihre Existenz wurde im Laufe der Jahrhunderte materiell zerschlagen, geblieben sind völlig unzureichende Rückzugsgebiete, doch von der weißen Mehrheitsbevölkerung werden auch diese nicht respektiert. Die Kultur der Indianer wurde größtenteils assimiliert. Auch der sprachliche Reichtum wird verdrängt, die Stammessprachen werden nur mehr von 10% der Indianer gesprochen." (Mateo Taibon, Chefredakteur von "bedrohte Völker – pogrom")
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236 Das schwere Kreuz - Christen im Nahen Osten
02/2006
"Vor der arabischen und islamischen Eroberung des Nahen und Mittleren Ostens waren die meisten dieser Regionen christianisiert und sprachen in den Ländern des "Fruchtbaren Halbmondes" (Palästina, Jordanien, Syrien, Irak) zu großen Teilen Aramäisch. An den Küsten lebten vielfach hellenisierte oder romanischsprachige Bevölkerungsteile. Allerdings ist das Schicksal der aramäisch-sprachigen Christen und auch der Mandäer, die ebenfalls eine Form des Aramäisch sprechen, gleichzeitig auch eine Chronik ständiger Unterdrückung und Vertreibung. Höhepunkt dieser Verfolgungen wurde der Genozid an den Assyrern in den letzten Jahren des osmanischen Reiches 1914-1922." (Tilman Zülch, Mitbegründer der Gesellschaft für bedrohte Völker, GfbV)
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235 Sibirien: Vergifteter Traum
01/2006
"Nach Sibirien wurden seit der Zeit der Zaren Oppositionelle verbrannt, später unter Stalin wurden ganze Völker dorthin deportiert und in GULAGs zusammengepfercht, wo sie zu Tausenden an Zwangsarbeit, Unterernährung und Kälte starben. Die Lage der Indigenen Sibiriens ist Besorgnis erregend. Es gibt zwar die unberührte Natur, doch hat Sibirien auch einige der am stärksten verseuchten Gebiete der Welt. Es ist die schmutzige Seite des sibirischen Traums: verseuchte Flüsse, auf denen ein dicker Ölfilm treibt, Öllachen auf dem Permafrostboden, verendete Rentiere und über allem die Feuer der Schornsteine, in denen die Begleitgase der Erdölförderung abgefackelt werden. Durch die rücksichtslose Ausbeutung der Naturressourcen, mit der die nachhaltige Zerstörung der Umwelt einhergeht, und durch die aggressive Assimilierungspolitik sind die indigenen Völker in ihrer Existenz bedroht. Bei einigen Gruppen liegt die Lebenserwartung bei 40 Jahren." (Sarah Reinke, GfbV-Europareferentin)
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234 Nomaden: Ringen ums Überleben
06/2005
"Wir Nomaden fühlen uns wie Fische, die aus dem Wasser gefallen sind’, erklärt Nassar Ahmadi aus dem Iran. `Wenn wir es nicht bald schaffen, in das Wasser zurückzukommen, werden wir sterben’. Viele Nomadenvölker in Afrika und Asien fühlen sich heute in einer fast ausweglos erscheinenden Lage. Diskriminiert, entrechtet oder ignoriert von der Mehrheitsbevölkerung kämpfen sie oft vergeblich um die Anerkennung ihrer Rechte." (Ulrich Delius, GfbV-Referent für Asien und Afrika)
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233 Das Recht auf Vielfalt - Zweisprachige & interkulturelle Erziehung
05/2005
"Wo eine Mehrheit eine Minderheit assimilieren will, beginnt sie mit der Schule – mit dem Ausschluss der Muttersprache. In halb Europa ist assimilierender Nationalismus am Werk, still aber effizient: Zahlreiche Minderheiten Europas, denen as grundrecht auf ihre Sprache und Kultur im Erziehungswesen nicht zugestanden wird, sind bedroht. Mit einer Sprache streben nicht nur Worte. Es sterben auch Vorstellungswelten, Weltanschauungen, Gemeinschaftsmodelle, Lebensauffassungen, Traditionen. Vor allem außerhalb Europas wird mit der Verweigerung des Unterrichts der Sprache und Kultur der indigenen Gemeinschaften ein jahrtausende altes Erbe wegassimiliert – oft auch weggeprügelt. Denn zur kulturellen Gewalt gesellt sich häufig die politische und militärische Gewalt." (Mateo Taibon, Chefredakteur von "bedrohte Völker – pogrom")
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232 Vertrieben, deportiert und von der Welt im Stich gelassen
04/2005
"Es ist erschreckend, mit welcher Gleichgültigkeit die Weltöffentlichkeit die Vertreibungen hinnimmt – zuschauend, verharmlosend, schweigend und verschweigend. Und mithelfend. Erschreckend ist auch das Verhalten jener europäischer Intellektuellen, die sich als Propheten einer besseren Welt sehen, jedoch nicht zögern, Vertreibung zu rechtfertigen, die Opfer zu kriminalisieren und für die Täter wortreiche, beschämende Ausreden zu liefern. Das Schweigen Europas und seiner "Intelligenzia" zu den Vertreibungen in Bosnien (und der prompte Protest, als die USA mit Waffengewalt dem Gräuel ein Ende bereiteten), die kollektive Kriminalisierung der Tschetschenen durch Presse und Politik bei gleichzeitiger Ausblendung der seit Jahren anhaltenden Verbrechen gegen das kleine Kaukasus-Volk, die lethargische Reaktion auf die Vertreibungen in Darfur, die Abschiebung kosovarischer Roma bei gleichzeitiger Untätigkeit bei den Übergriffen gegen diese, das Schweigen der EU zu den 1,5 Millionen vertriebenen Kurden in der Türkei: diese Umstände geben zu Optimismus wenig Anlass." (Mateo Taibon, Chefredakteur der Zeitschrift "bedrohte Völker – pogrom")
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Menschenrechte in China: Der Staat als Täter
03/2005
"Statt den Opfern staatlicher Willkür eine Stimme zu geben und ein Ende der Gewalt gegen religiöse, ethnische Minderheiten und die Demokratisierungsbewegung zu fordern, buhlt man um die Gunst Pekings. Dass Chinas machtbesessene Führung reform-unfähig und -willig ist, machte sie erneut Ende Mai 2005 deutlich. SO sagte sie eine Menschenrechts-Konferenz in Peking ab, weil sie vor der Jahrestagung des Massakers an mehr als 200 Studenten auf dem Platz des Himmlischen Friedens am 4. Juni 1989 Proteste der Demokratiebewegung fürchtete. Mit harter Hand geht Chinas Führung gegen missliebige Demokarten und Angehörige von Minderheiten vor. Wer für Demokratie eintritt, wird vor Demonstrationen und problematischen Jahrestagen präventiv verhaftet oder unter Hausarrest gestellt." (Ulrich Delius, GfbV-Referent für Asien und Afrika)
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Adivasi in Indien - Vergessen, verdrängt, ruiniert
02/2005
"Die indische Verfassung von 1950 kann sich bis heute sehen lassen. Bundesstaatlicher Aufbau, rechtsstaatliche Verfahren, rechtliche Gleichstellung von Frau und Mann, staatliche Neutralität gegenüber den Religionen und Lossagung vom Kastensystem, Minderheitenrechte und umfangreiche gesetzliche Regelungen zur Förderung benachteiligter Bevölkerungsgruppen: Es ist schon damals kaum ein Bereich unbesetzt geblieben, der heute zwingend den Tugenden einer guten Regierungsführung (good governance) zählt. Dass in Indien allerdings nicht alle diesem Ideal des Guten und Genügsamen, des Respekts gegenüber dem Anderen und der Vielfalt des Lebens folgen wollen, hat der Mord an Mahatma Gandhi durch einen Hindu-Fundamentalisten seinerseits bereits angedeutet." (Theodor Rathgeber, GfbV-Referent für indigene Völker)
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Geteilte Welt - Alltag Diskriminierung
01/2005
"Oft wäre eine klare Haltung gegenüber den Unrechtsregimen ein erster Schritt zur Beseitigung von Unrecht, doch darauf wartet man vergeblich. Mit den Regimen, mit den Staatsverbrechern hat sich der Westen arrangiert. Unser hochgelobtes wirtschaftliches System hält sich reich auch durch Allianzen mit Unrecht, mit Diskriminierung des legitimen Protests. Viele Menschenrechtsverbrechen werden durch die Duldung der EU-Staaten und ihrer Konzerne wenn nicht direkt ermöglicht, so doch wesentlich erleichtert, häufig genug auch mitgetragen und mitfinanziert. Wir Europäer sind auf die Menschenrechte sehr stolz – doch meist nur so lange es die unseren sind." (Mateo Taibon, Chefredakteur der Zeitschrift "bedrohte Völker – pogrom")
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Völkermord in Darfur. Verbrannte Erde.
06/2004
"In Darfur wird Völkermord begangen, nicht seit einigen Wochen, sondern seit fast zwei Jahren. Der Tatbestand ist klar vor Augen, die Erzählungen der Flüchtlinge lassen für Zweifel oder verharmlosende Interpretationen keinen Raum. Die Weltpolitik lässt sich jedoch von den Massakern nicht aus der Ruhe bringen, die öffentliche Meinung und die Friedensmarschierer freilich auch nicht. Ähnlich war es übrigens schon in Ruanda, ähnlich auch in Bosnien." (Mateo Taibon, Chefredakteur der GfbV-Zeitschrift pogrom)
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Dekade der Indigenen: Gestohlene Zukunft?
05/2004
"Vor zehn Jahren, als die erste UN-Dekade für die Rechte der indigenen Völker begann, konnte kaum jemand mit dem Begriff "indigen" etwas anfangen. Die Vereinten Nationen hatten ihn als Bezeichnung für die weltweit 350 Millionen Ureinwohner geprägt. Heute sind die Repräsentanten der 5.000 indigenen Völker auf dem Parkett internationaler Institutionen und Konferenzen nicht mehr zu übersehen. Sie haben Allianzen geschmiedet, Kompetenzen und Erfahrungen erworben, fordern selbstbewusst die neue, gleichberechtigte Partnerschaft zwischen Ureinwohnern und Staaten ein, die als Motto der Dekade vorangestellt war. Erreicht ist dieses Ziel noch lange nicht." (Yvonne Bangert, GfbV-Referentin für indigene Völker)
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Türkei & Menschenrechte: Sonderweg am Bosporus
04/2004
"Das irakische Kurdistan ist eine Provokation für die Türkei. Universitäten und technische Hochschulen funktionieren in kurdischer Sprache. Ein kurdisches Volks- und Oberschulsystem überzieht das Land. Auch die Minderheiten der Assyro-Chaldäer und Turkmenen besitzen ein eigenes Schulsystem sowie Radio- und Fernsehsendungen. In Türkisch-Kurdistan jedoch dürfen Kinder bis heute keine kurdischen Namen tragen, hat man gerade eine ganze halbe Stunde kurdisches Fernsehen zugestanden, das zu nachtschlafender Zeit sendet. Und auch das nur, weil die Türkei jetzt in die EU strebt." (Tilman Zülch, Mitbegründer der Gesellschaft für bedrohte Völker, GfbV)
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Sinti und Roma -Behandelt wie Untermenschen
03/2004
",Für Zigeuner und Landstreicher ist das Schlafen auf öffentlichen Bänken in den Göttinger Parks verboten!’ So lautete der Kernsatz einer Verordnung der weltbekannten Universitätsstadt, die zahlreiche deutsche Nobelpreisträger hervorbrachte. :Im Dritten Reich galten wir Juden als Untermenschen. Die Zigeuner werden noch heute als Untermenschen zwar nicht offen bezeichnet, aber empfunden und behandelt.’ Diese provozierende, leider europaweit bis heute allzu oft zutreffende Aussage stellte der Philosoph Ernst Tugendhat 1979 dem ersten ‚politischen’ Band über die Situation der Sinti und Roma nach Ende des Dritten Reiches in deutscher Sprache voran." (Tilman Zülch, Mitbegründer der Gesellschaft für bedrohte Völker, GfbV)
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Tschetschenien - Vergessene Hölle
02/2004
"1994 begann der erste Krieg in Tschetschenien. Bis 1996 waren 80.000 Tschetschenen – Kinder, Frauen und Männer – bei Bombenangriffen auf Marktplätze und Straßen, auf Flüchtlingstrecks und humanitäre Konvois, auf Schulen, Kindergärten und Moscheen ums Leben gekommen. Seit 1999 ist wieder Krieg in Tschetschenien. Er dauert bis heute an. Wieder mussten etwa 80.000 Tschetschenen sterben, wieder wurden Tausende russischer Soldaten getötet. Die kritische Opposition von damals stellt heute die Bundesregierung. Bundeskanzler Gerhard Schröder und Außenminister Joschka Fischer, zuvor auch Verteidigungsminister Rudolf Scharping, haben vieles unternommen, um den Krieg der mächtigen russischen Militärmaschine gegen das winzige Kaukasusvolk der 800.000 Tschetschenen zu erleichtern." (Sarah Reinke, GfbV-Europareferentin)
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Antisemitismus: Denen die Shoah nicht genügte
01/2004
"Der Ungeist geht wieder um in Europa, in der Welt: Ein neuer Antisemitismus – scheinheiliger, subtiler, aber auch weniger monolithisch als jener, der zur Shoah führte. Vieles wurde von der verächtlichen Überlieferung übernommen, wurde zwar der Zeit angepasst, im Wesentlichen aber gleich belassen. Über den Umweg des arabischen Nationalismus hat ideologischer Restmüll des Nationalsozialismus nach Europa zurückgefunden, wo die Glut des Judenhasses nie ganz erloschen war. In einem stammtischgleichen Sammelsurium aus arabischem Nationalismus, sowjetischem "Antiimperialismus" und völkischem Antisemitismus wird von einer Weltherrschaft gefaselt, die angeblich von den USA und von Israel gemeinsam ausgeübt wird, wobei "die Juden" selbstverständlich Amerikas Politik und Wirtschaft und damit das Weltgeschehen bestimmen. Man ist also wieder bei der Weltherrschaft der Juden angelangt, bei der jüdischen Weltverschwörung." (Mateo Taibon, Chefredakteur der GfbV-Zeitschrift "bedrohte Völker – pogrom")
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Konflikt-Element: Recht auf Wasser
06/2003
"Vor allem indigene sind von einem eklatanten Unrecht betroffen und leben mit wenig Wasser. Anstatt sich darum zu kümmern, dass das Wasser ein Gut für alle wird, will die Wirtschaft - in Kumpanai mit den Industriestaaten und deren Politik - das Wasser zum Handelsgut machen. Wer nicht zahlt, trinkt nicht.." (Wolfgang Mayr, Redakteur der GfbV-Zeitschrift "bedrohte Völker – pogrom")" (Wolfgang Mayr, Redakteur der GfbV-Zeitschrift "bedrohte Völker – pogrom") zu den Leseproben |>
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Sackgasse Afrika. Das Gesetz des Überlebens
05/2003
"Die alleinige Definition der Afrikaner "als arme Opfer des weißen Rassismus" erklärt nur einen Teil der Missstände. Zwar haben Europäer noch jahrelang in den portugiesischen Kolonien und im südlichen Afrika Verbrechen begangen. Aber niemand darf die Mörder an einer Millionen Tutsis in Ruanda entschuldigen, die Kriegsverbrecher in Guinea, Liberia oder Nordnigeria freisprechen oder den Massenmord an zwei Millionen Südsudanesen und Nuba totschweigen." (Tilman Zülch, Präsident der GfbV)
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Indigene Lateinamerikas. Die heimliche Revolution
04/2003
"Ohne den Aufbau nationaler und internationaler Institutionen und Strukturen zu Rechtsschutz - etwa die UN- Arbeitsgruppe indigener Bevölkerungen, das Permanente Forum bei der UNO oder die ILO-Konvention 169 - stünden viele Überlebenskämpfer allerdings von Anfang an auf verlorenem Posten. Wenn Regierungen oder Unternehmen die einfachsten Beteiligungsrechte an umweltrechtlichen oder sozialen und kulturellen Prüfverfahren nicht beachten, oder wenn ihre Berichte selbst den Minimalstandards der Datenerhebung Hohn sprechen, dann ist dies der Stoff, aus dem sich internationaler Widerstand organisieren lässt." " Theodor Rathgeber, GfbV-Referent für indigene Völker) zu den Leseproben |>
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Arabischer Nationalismus - Die Farben des Sandes
03/2003
"Viel Aufmerksamkeit wurde während des Irak-Krieges der öffentlichen Meinung in der arabischen Welt zuteil, als wäre es eine ehrenwerte und zukunftsweisende Gesinnung. Die wütende Auflehnung gegen den Imperialismus, gegen die "amerikanisch-zionistische" Hegemonie wurde nur selten kritisch hinterfragt. Nach innen gehen die arabischen Staaten nämlich in höchstem Maße imperialistisch vor. Für andere Sprachen und Kulturen, für andere Religionen und für andere Hautfarben ist kein Platz. Da wird ausgehungert, gefoltert und gemordet, da gibt es Sprachverbot, Religionsverbot - nur eines nicht: Menschenrechte." (Mateo Taibon, Chefredakteur von "bedrohte Völker – pogrom")
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Afghanistan - Junge Hoffnung im Land der Ruinen
02/2003
"Afghanistan sollte der Anfang eines langen Krieges gegen den Terror werden. Wurden die alliierten Truppen in Afghanistan von der erschöpften Bevölkerung noch begrüßt, so tauchen erste Zweifel auf, als klar wurde, welche Politik die USA umsetzte. Sollte nicht nach dem Petersberger Gipfel vom Dezember 2001 Pluralismus, Freiheit und Demokratie nach Afghanistan gebracht werden? Statt des Aufbaus einer Zivilgesellschaft wurden die Weichen zu einer militärischen gestellt. Die alten Warlords sind wieder an die Macht gekommen." (Michael Pohly, Afghanistan Experte bei der GfbV) zu den Leseproben |>
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Bergvölker - Am Rande der Menschheit
01/2003
"Bergmenschen und Bergvölker werden mit einer kaum versteckten Herablassung als rückständig, rau und unkultiviert angesehen, ihre Kultur als minderwertig und primitiv. Ein großer teil der Bergvölker ist arm, aus diesem Grund ist die Schulbildung häufig geringer, Angehörige von Bergvölkern nehmen damit die unteren sozialen Ränge ein. In der Regel sträubt sich der oberflächliche Betrachter gegen die Erkenntnis, dass Bergvölker überaus raffinierte Überlebensmethoden, eine besonders nachhaltige Art des Wirtschaftens entwickelt haben." (Mateo Taibon, Chefredakteur von "bedrohte Völker – pogrom") zu den Leseproben |>
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EU Verfassung - Verleugnetes Mosaik
06/2002
"Die EU ist ein vielfarbiges Sprachen-Mosaik, geharrt jedoch darauf, nur die Staaten zur Kenntnis zu nehmen, nicht aber die Volksgruppen oder Sprachgemeinschaften
oder wie man sie auch nennen mag. So übernimmt die EU von den Nationalstaaten den Grundfehler der Diskriminierung der Sprachminderheiten. Volle bürgerrechte genießen meist nur die Angehörigen des Merheitsvolkes eines Staates, den anderen werden Bildung, Verwaltung, Kultur in der eigenen Sprache kaum gewährt." (Mateo Taibon, Chefredakteur von "bedrohte Völker – pogrom") zu den Leseproben |>
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(Anti) Terror Allianz gegen Menschenrechte
05/2002
"Unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung gehen Staaten der sogenannten Anti-Terror-Allianz inzwischen unverblümt gegen Oppositionsgruppen vor. Russland ist keine Ausnahme. China rechnet in der sogenannten Unruheprovinz Sinkiang mit aufmüpfigen Uiguren ab, die kurzerhand zu islamistischen Terroristen erklärt werden und bittet den Westen um Unterstützung gegen "Terroristen und Separatisten" in Tibet. Sogar der islamistisch regierte Sudan, lange Unterschlupf für Osama bin Laden, bekriegt im Namen des Anti-Terrors den schwarzafrikanischen Widerstand im Süden des Landes." (Wolfgang Mayr, für die Redaktion der Zeitschrift "bedrohte Völker – pogrom")
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10 Jahre Rio: Geschundener Planet
04/2002
"Wenn es um Indigene und ihre Rechte geht, verhält sich der Westen wie eine Gaunerbande. Es wird Raubbau betrieben, es werden Lebensräume zerstört, Menschen verjagt, misshandelt, ermordet. Viele Firmen (und ihre politischen Protektoren) bedienen sich totalitärer Methoden, um ihre nach mittelalterlichen Prinzipien der Unterwerfung funktionierenden Ausbeute-Strukturen aufzubauen und zu verteidigen - und um Menschenrechts- und Umweltaktivisten den Zugang zu verwehren und unabhängige, kritische Informationen zu verhindern."(Mateo Taibon, Chefredakteur von "bedrohte Völker – pogrom")
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Irak / Saddam Hussein: Der Henker von Bagdad
03/2002
"Mindestens 3.835 kurdische politische Gefangene sind in türkischen Gefängnissen inhaftiert, die meisten von ihnen seit über als 20 Jahren, mehr als ein Drittel ohne jede Gerichtsverhandlung. Kurdisch sprechen im Parlament, bei Behörden, in Schulen oder Universitäten ist verboten. Mindestens zwei Millionen Menschen aus rund 4.000 Dörfern, die vom türkischen Militär zerstört wurden, warten vergeblich auf Wiederaufbau und Rückkehr. Alle Forderungen der Kurden nach Gleichberechtigung von Sprache, Identität und Kultur werden von den Regierenden zurückgewiesen." (Tilman Zülch, Mitbegründer der Gesellschaft für bedrohte Völker, GfbV)
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Minderheiten und Medien - Den Sprachen ihre Stimme
02/2002
"Es verschwinden mit einer Sprache mehr als nur Worte", schreibt der Schweizer Sprach- und Literaturexperte Iso Camartin. Wenn eine Sprache stirbt, verschwinden nicht nur Vokabeln - es verschwindet eine Denk- und Lebensweise, es verschwinden Überlieferungen und Mythen, es verschwindet eine Literatur - es stirbt eine Kultur."(Mateo Taibon, Chefredakteur von "bedrohte Völker – pogrom")
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Israel / Palästina - Je heiliger das Land
01/2002
"Das Thema Palästina ist komplex, vielschichtig und schwierig, vor allem für eine Menschenrechtsorganisation; man darf nicht vergessen, dass der Staat Israel in seiner heutigen Form ohne die Gräuel des Nationalsozialismus kaum existieren würde. Es geht bei diesem Thema jedoch nicht darum, Balanceakte auszuführen, es geht darum, auch hier einen Standpunkt zu etablieren, bei dem die Menschenrechte das oberste Kriterium sind und nicht ideologische Positionen"(Redaktion von "bedrohte Völker – pogrom")
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Schmutziges Erdöl
03/2001
"Erdöl ist das Lebenselixier unserer westlichen Zivilisation. Doch die Ölreserven befinden sich überwiegend in anderen teilen der Welt und dabei häufig auf dem Land von Minderheiten und indigenen Völkern. Die Global Player der Ölunternehmen, Konzerne wie Shell, BP Amoco, Texaco etc., stehen in einem Wettstreit um die Ausbeutung dieser Ressourcen. Die Ölförderung geht häufig auf Kosten von Mensch und Natur in den betroffenen Gebieten und führt sogar dazu, dass Unternehmen in Kollaboration mit Staaten für schwerste Menschenrechtsverletzungen mitverantwortlich werden. "(Sarah Reinke für die Redaktion von "bedrohte Völker – pogrom")
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Minderheiten in Griechenland
02/2001
"Die Präsenz von ethnischen und religiösen Minderheiten passt nicht in die Staatsräson von Griechenland. Das Land das als wiege der europäischen Demokratie gilt und Mitglied aller europäischen Institutionen ist, hat z.B. die Rahmenkonventionen des Europarates zum Schutz von nationalen Minderheiten nicht ratifiziert. mit dieser Ausgabe von "pogrom" möchten wir Ihnen die schwierige Lage der ethnischen und religiösen Minderheiten in Griechenland, der muslimischen Türken, Pomaken und Roma sowie der Albaner, Slawomazedonier und Aromunen näher bringen." (Redaktion von "bedrohte Völker – pogrom")
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Koka - Krieg und Korruption - Kolumbien . Bolivien . Peru
01/2001
"In den Abendländern Kolumbien, Bolivien und Peru kultivieren indianische Völker seit Jahrtausenden den Kokastrauch. Seine Blätter werden von den Ureinwohnern gekaut, um die darin enthaltenen stimulierenden Substanzen herauszulösen. "Mama Koka" lässt Strapazen und Hunger vorübergehend vergessen. Sie hat ihren festen Platz in religiösen Zeremonien. Doch seitdem das daraus chemisch isolierte Kokain las starke, süchtig machende Droge seinen Siegeszug in den Industriestaaten antrat, hat dieses Geschenk der Götter auch über die Indianer viel Leid gebracht."(Redaktion von "bedrohte Völker – pogrom")
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Ethnische Konflikte im Pazifik - Salomonen, Fidji, West-Papua
03/2000
"In dieser Ausgabe von "pogrom" befassen wir uns eingehender mit den Konflikten zwischen Ureinwohnern und Zugewanderten auf den Salomonen- und den Fidschi-Inseln. Sie machten in diesem Sommer für einige Tage Schlagzeilen, weil Blut floss, und gerieten dann wieder in Vergessenheit. Ähnlich war es im Falle Indonesien. Als die Osttimorberichterstattung versiegte, schwand auch das Interesse an Indonesien insgesamt. Doch auch in Westpapua kämpft die einheimische Bevölkerung um Souveränität." (Redaktion von "bedrohte Völker – pogrom")
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Verfolgte Christen weltweit
02/2000
"Osttimor, die Molukken, der Sudan, Pakistan, Indien, China usw.: Werden Christen heute weltweit verfolgt? Und wenn ja, was soll die deutsche Bundesregierung dann dagegen tun? Diesen Fragen haben wir die vorliegende Ausgabe von "pogrom" gewidmet. Die Antworten fallen differenziert aus. Die wenigsten "Glaubenskriege" sind wirklich durch Glaubensunterschiede verursacht. Andererseits gilt die Religionsfreiheit objektiv als eines der weltweit am meisten gefährdeten Menschenrechte"" (Redaktion von "bedrohte Völker – pogrom")
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KOSOVO - Die Vertreibung der Roma, Aschkali und Ägypter
01/2000
"Mit der Publikation eines ausführlichen Reportes hat die GfbV die europäische Öffentlichkeit im September 1999 und erneut im Februar 2000 darauf aufmerksam gemacht, dass Kosovo-albanische Extremisten nicht nur das Gros der Roma, Aschkali und Kosovo-Ägypter vertrieben haben. Obwohl die Sicherheit dieser Flüchtlinge in ihrem Herkunftsgebiet bis heute nicht gewährleistet ist, droht ihnen schon in diesem Frühjahr die Abschiebung aus Deutschland"(Redaktion von "bedrohte Völker – pogrom")
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Sprachminderheiten Frankreichs
12/1999
"Das Recht auf die eigene Sprache und Kultur gehört zu den grundlegenden Menschenrechten, auch innerhalb der EU. Doch die Mitgliedstaaten halten sich viel zu wenig an die Kriterien, deren Einhaltung sie zugleich von den Anwärterstaaten verlangen. Frankreich etwa hat zwar inzwischen die Mi EU-Minderheitencharta unterzeichnet. Die Sprachminderheiten indessen beklagen nach wie vor den Zentralismus aus Paris. Unser Titelschwerpunkt befasst sich mit diesem Thema, das in Frankreich sogar einen Verfassungsstreit ausgelöst hat." (Redaktion von "bedrohte Völker – pogrom")
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50 Jahre China. Die Minderheiten feiern nicht!
07/1999
"Am 1 Oktober 1999 wird die Volksrepublik China 50 Jahre alt. Aus der Sicht von Menschenrechtlern ist das kein Grund zum feiern. Angetreten als Befreier von japanischer Fremdherrschaft, hinterließen die kommunistischen Diktatoren eine Bilanz des Schreckens. Schätzungen zufolge starben rund 20 Millionen Chinesen seit der Gründung der Volksrepublik in den Lao-gai-Arbeitslagern. Allein während der Kampagne des "Großen Sprunges" (1959-1962) kamen vier Millionen Menschen um. Während der Kulturrevolution (1966-1976) wurden 400.000 bis eine Millionen Menschen getötet. Zehntausende Mongolen mehr als 300.000 Uiguren und rund eine Millionen Tibeter fielen den verbrechen Chinas zum Opfer. Offiziellen Statistiken zufolge wurden 1997 noch immer 230.000 Menschen in Lagern zur "Umerziehung durch Arbeit" festgehalten." (Redaktion von "bedrohte Völker – pogrom")
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Afghanistan / Pakistan / Iran: Radikaler Islamismus ohne Zukunft?
02/1999
"Seit mehr als drei Jahren herrscht in Afghanistan die radikal-islamische Taliban-Bewegung. Dieses Regime, das sich auf die Gewalt seiner Waffen und eine extreme Auslegung des islamischen Rechts, der Sharia, stützt, begeht systematisch schwere Menschenrechtsverletzungen. Frauen dürfen in ihrem "Gottesstaat" keine Berufe ausüben und sich in der Öffentlichkeit nur in Begleitung ihres Ehemannes oder eines männlichen Verwandten zeigen."(Redaktion von "bedrohte Völker – pogrom")
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Aborigines/Australien: Landrechte in Gefahr
12/1998
"Die halbstaatliche Dachorganisation der Ureinwohner Australiens, die "Aboriginal and Torres Strait Islander Comission"(ATSIC), wird sich wohl auf weitere Etatkürzungen einstellen müssen. Ausbildungs- und Arbeitsbeschaffungsprogramme dürften dann noch schwieriger finanzierbar sein. Schon jetzt liegt die Arbeitslosenquote der Aborigines bei 40 Prozent. Fast 50 Prozent der Jugendlichen haben keinen Abschluss. Nicht überraschen darf daher die hohe zahl Jugendlicher, die teilweise mehrfach zu Gefängnisstrafen verurteilt werden."(Redaktion von "bedrohte Völker – pogrom")
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200 bedrohte Völker-Pogrom - 50 Jahre Menschenrechtserklärung und Völkermordkonvention der UN - 30 Jahre Gesellschaft für bedrohte Völker
01/1998
"Im Frühjahr 1970 wurde das 1968 gegründete Komitee "Aktion Biafrahilfe", das bereits für die Menschenrechte verfolgter Kurden im Nordirak und der Türkei und die Opfer des Genozids im Südsudan eingetreten war, in "Gesellschaft für bedrohte Völker" (GfbV) umbenannt. Deshalb dürfen wir unser 30 jähriges Bestehen in im selben Jahr feiern, in dem die UN-Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes sowie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte 50 Jahre alt werden. Diesem dreifachen Geburtstag ist die 200 Ausgabe des "pogrom" gewidmet. Nach einem halben Jahrhundert des humanitären Völkerrechts ziehen wir Bilanz: Was haben die Angehörigen verfolgter ethnischer und religiöser Gruppen zu diesem Jubiläum zu sagen?"(Tilman Zülch, Präsident der GfbV)
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