Staatenlosigkeit, Arabisierung und politische Gefangene
Der Sturz des irakischen Diktators Saddam Hussein hat unter den ca. 30 Millionen Kurden weltweit große Hoffnungen geweckt. Nicht nur die Kurden im Irak fühlen sich befreit, auch in der Türkei und Syrien sehen sie nun endlich eine Perspektive für die Veränderung ihrer immer noch von Diskriminierung und Verfolgung geprägten Lebenswirklichkeit. Über die Situation der Kurden in Syrien ist dabei nur wenig bekannt. Sie haben unter großer Diskriminierung zu leiden.
Zusammenfassung+++Empfehlungen der Gesellschaft für bedrohte Völker+++100 Jahre Völkermord an Herero und Nama+++Rache an skrupellosen Händlern+++Herero kämpfen um ihr Überleben+++Konflikte zwischen Herero und Nama+++Blutige Niederschlagung des Aufstands der Herero+++Herero sterben in Konzentrationslagern+++Deutsche Proteste gegen Vernichtungskrieg+++Tragische Bilanz des Aufstandes+++Vernichtungskrieg war Völkermord+++Auch die Nama begehren auf+++Schwere Verluste für Schutztruppe und Nama+++Ende der Kolonialherrschaft bringt keine Besserung+++100 Jahre Völkermord an Herero und Nama – Was geht uns das an?+++Berlin tut sich schwer mit der Herero-Frage+++Kein Kurswechsel unter rot-grüner Bundesregierung+++Appell an Parlamentarier findet keine Unterstützung+++Kirchen stellen sich der Verantwortung+++Schadensersatzklagen haben wenig Aussicht auf Erfolg+++Namibias Innenpolitik und die Schadensersatzfrage+++Schwieriges Gedenken in Namibia+++Reizthema Landreform+++Anmerkungen+++Ausgewählte Bücher zum Weiterlesen
Schon unter dem Regime von Saddam Hussein diskriminiert und bedroht, sind kleine religiöse Minderheiten im Irak auch nach dessen Zusammenbruch nicht vor Verfolgung sicher. Die Radikalisierung bestimmter muslimischer Bevölkerungsgruppen führte sogar zu einer Zunahme von Übergriffen auf Minderheiten wie die Mandäer, die als „unrein“ angesehen werden. Auch die Situation der Christen, Juden, Baha`i und Yeziden ist von Unsicherheit und Angst vor religiös motivierter Diskriminierung gekennzeichnet.
Auch nach den Wahlen vom 29. August 2004 besteht in Tschetschenien keine Hoffnung auf Frieden. Innerhalb von nur wenigen Tagen kamen in Russland Ende August / Anfang September mehr als 100 Personen bei Terroranschlägen ums Leben.
Am 7. April 2004 jährte sich zum 10. Mal der Beginn des Genozids an den Tutsi in Ruanda. In vielen Teilen der Welt erinnerten Institutionen, Politiker, Journalisten an die systematische Vernichtung von fast einer Million Kindern, Frauen und Männern und an das Versagen der Internationalen Gemeinschaft.
China: 15. Jahrestag des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens
Am 4. Juni 2004 jährt sich zum 15. Mal das Tiananmen-Massaker der chinesischen Armee, dem 1989 in Peking hunderte Anhänger der chinesischen Demokratiebewegung zum Opfer fielen. Mit Panzern und Dum-Dum-Geschossen ging die Volksbefreiungsarmee brutal gegen chinesische Studenten und Arbeiter vor, die politische Reformen…
Die EU-Außenminister haben in den vergangenen Monaten über eine mögliche Aufhebung des EU-Waffenembargos gegen China beraten. Eine Entscheidung haben sie von der einer Einschätzung der aktuellen Menschenrechtslage in der Volksrepublik China abhängig gemacht. Während die EU eine Verbesserung der Menschenrechtssituation in China feststellt, kommen unabhängige internationale Menschenrechtsorganisationen und die US-Regierung zu einer sehr vielen kritischeren Einschätzung.
Der Völkermord in Darfur erregt nicht nur Empörung in aller Welt, auch im Sudan wächst die Kritik an der Politik der Vertreibung und systematischen Zerstörung afrikanischer Völker im Westen des Landes. Trotz Zensur dringen immer mehr Berichte über die Zusammenarbeit der Armee mit den Janjaweed-Milizen in die Öffentlichkeit, die mit ihrem Terror unter der Zivilbevölkerung Angst und Schrecken verbreiten.
Während sich die internationale Staatengemeinschaft nicht zu ernsthaften Sanktionen gegen den Sudan oder zu einer humanitären Intervention durchringen kann, um den Genozid in Darfur zu beenden, suchen immer mehr West-Sudanesen Schutz in den Flüchtlingslagern. Denn die Täter, sowohl die Janjaweed-Milizen, als auch Einheiten der sudanesischen Armee setzen ihre Angriffe fort und begehen ständig neue schwere Menschenrechtsverletzungen gegen die Zivilbevölkerung.