Termine und Veranstaltungen
Ob Vorträge, Online-Veranstaltungen oder Demonstrationen: Unsere Termine bieten Ihnen die Möglichkeit, sich zu informieren, auszutauschen und gemeinsam mit uns für die Rechte bedrohter Minderheiten einzutreten.
Berlin | 29. Juni – 5. Juli
Die Jugendagentur zur Förderung der Roma-Kultur „ARCA“ lädt junge Menschen aus der Ukraine und Deutschland ein, an einer fünftägigen Sommerschule teilzunehmen, die sich den Themen Menschenrechte, Aktivismus und von Jugendlichen initiierter Wandel widmet.
Diese Sommerschule bietet jungen Menschen eine einzigartige Gelegenheit, ihr Verständnis für Menschenrechte zu vertiefen und zu lernen,wie sie gegen Ungerechtigkeit vorgehen können. Die Teilnehmenden werden sich mit der Geschichte der Roma und den heutigen Realitäten befassen, darunter Antiziganismus und der Völkermord an den Roma, und diese Themen mit breiteren Diskussionen über Dekolonialisierung und soziale Gerechtigkeit verknüpfen.
Während der Summer School werden die Teilnehmenden: die Grundlagen und die heutige Relevanz der Menschenrechte kennenlernen; die Geschichte der Roma und aktuelle Herausforderungen erkunden; die Zusammenhänge zwischen Dekolonialisierung, Roma-Rechten und sozialer Gerechtigkeit verstehen; praktische Fähigkeiten erwerben, um Hassreden im Internet zu erkennen und zu melden; Kompetenzen im Bereich des digitalen Aktivismus und der Online-Sicherheit entwickeln;
in Teams an der Konzeption eines Menschenrechts-Mikroprojekts arbeiten und dessen Umsetzung planen.
Wer kann sich bewerben?
Wir suchen motivierte junge Menschen, die zwischen 18 und 30 Jahre alt sind; Roma und Nicht-Roma aus der Ukraine und Deutschland sind; sich für Menschenrechte und die Rechte der Roma interessieren; Erfahrung im Aktivismus oder in der Gemeindearbeit haben oder eine starke Motivation mitbringen, sich zu engagieren;
sich auf Englisch verständigen können (mindestens Niveau B1); bereit sind, sich auch nach der Summer School weiter zu engagieren und in den folgenden vier Monaten ein Mikroprojekt umzusetzen, wobei finanzielle Unterstützung bereitgestellt wird.
Wann? 29. Juni – 05. Juli
Wo? Berlin
Anmeldung? Bis zum 24. Mai
Übernommene Kosten: Reise, Unterkunft und Verpflegung
Informationen zur Anmeldung:
Bitte fülle das Bewerbungsformular aus und lade deinen Lebenslauf als separate PDF-Datei hoch:
https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSeIEMn5Z4lBs_G23ao6QT8LZjkirXB-TmhBjL25Pu0R481ZAA/viewform?usp=sharing&ouid=108216016287662917917
Nach Ablauf der Bewerbungsfrist werden die in die engere Wahl gekommenen Kandidaten im Rahmen des Auswahlverfahrens zu einem kurzen Online-Vorstellungsgespräch eingeladen.Bewerbungsschluss ist der 24. Mai 2026.
Die Summer School wird im Rahmen des Projekts „Human Rights Decolonial Youth Action: Democracy, Safety, Participation“ von ARCA organisiert, das von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für bedrohte Völker e. V. (GbV) unterstützt wird.
Berlin | 01. Juli
Mit einer Kundgebung in Berlin protestieren wir gemeinsam mit dem World Uyghur Congress, die Tibet Initiative Deutschland und Freiheit für HongKong gegen das chinesische „Gesetz zur Förderung der ethnischen Einheit und des Fortschritts“, das am 01. Juli 2026 in Kraft tritt. Es schreibt die Zwangsassimilation höchst unterschiedlicher Gemeinschaften wie der Tibeter*innen und Uigur*innen in China fest und legalisiert transnationale Repression gegen Diasporagemeinschaften weltweit.
Das Gesetz verpflichtet Eltern unter Strafandrohung zur Unterlassung kultureller Weitergabe, schreibt Mandarin als einzige Unterrichtssprache ab der Vorschule vor und legt Religionsgemeinschaften die gesetzliche Pflicht zur „Sinisierung“ auf.
Wir fordern die Bundesregierung auf, das Gesetz öffentlich zu verurteilen und Diasporagemeinschaften aktiv vor transnationaler Repression zu schützen. Sei dabei und unterstütze unsere Forderungen!
Wann? 01. Juli | von 9 bis 11 Uhr
Wo? Chinesische Botschaft Berlin, Märkisches Ufer 54, 10179 Berlin
#NotOneEthnicity
Karlsruhe | 03. Juli
31 Jahre Erinnerung und Widerstand: Für Wahrheit, Gerechtigkeit und eine Zukunft ohne Verbrechen
Das Leben und der Kampf der Einwohner*innen von Srebrenica unter Belagerung und Verfolgung sowie ihr Leben nach der Rückkehr in ihre Heimatstadt
Dieser Vortrag basiert auf persönlichen Erfahrungen, die in Srebrenica während der schlimmsten Kriegswirren gesammelt wurden, aber auch diese Stadt in der jüngeren Vergangenheit geprägt haben. Zugleich richtet sich der Blick auch auf das Leben der Rückkehrerinnen und Rückkehrer, die sich trotz allem entschieden haben, in ihre Heimatstadt zurückzukehren und zu versuchen, dort ein wirtschaftlich, sozial und spirituell tragfähiges Leben aufzubauen.
Nirha Efendić ist seit 2008 Kuratorin für traditionelle mündliche Dichtung in der Abteilung für Ethnologie des Nationalmuseums von Bosnien und Herzegowina. Seit 2010 ist sie dort wissenschaftliche Mitarbeiterin.
Wann? 3. Juli | 19.00 Uhr
Wo? Fachschule für Sozialpädagogik Hirschstr. 37 a Karlsruhe
Veranstaltungen der GfbV Karlsruhe in Zusammenarbeit mit der
Bosniakisch-Deutschen Gemeinde Karlsruhe.
Ludwigsburg | 07. Juli
Indigene Völker sind von den Folgen der Klimakrise besonders stark betroffen, obwohl sie kaum zu ihrer Entstehung beitragen. Gleichzeitig gehören ihre Territorien zu den wichtigsten Schutzräumen für Biodiversität und Klimastabilität weltweit. Doch gerade diese Rolle als vermeintliche „Hüter der Natur“ erzeugt neue Spannungen: Sie schafft politische Sichtbarkeit, kann aber auch Entwicklungs- und Selbstbestimmungsansprüche einschränken und bestehende Machtasymmetrien verfestigen.
Jan Königshausen, GfbV-Referent für Indigene Völker, wird mit seiner Expertise zu indigenen Gemeinschaften alternative Einblicke und Perspektiven auf das globale Problem des Klimawandels geben.
Organisiert wird diese Veranstaltung von der Abteilung Geographie (Charlotte Keefer, zugleich Mitarbeiterin im International Office) im Rahmen des Seminars „Indigenous Spaces and Lifeworlds“ in Kooperation mit dem Forum Migration.
Wann? 07. Juli | 18. 15 – 19.45 Uhr
Wo? Raum 4.226 (Gebäude 4 der PH Ludwigsburg, 2. Stock), Reuteallee 46, 71634 Ludwigsburg
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Weitere Informationen gibt es hier.
Karlsruhe | 11. Juli
Der Völkermord in Srebrenica jährt sich in diesem Jahr am 11. Juli 2026 zum 31. Mal.
Nach einer dreieinhalbjährigen Belagerung fiel die eingekesselte ostbosnische Enklave und sogenannte UN-Schutzzone Srebrenica im Juli 1995 nach einer Großoffensive der Armee der Republika Srpska in die Hände des serbischen Generals Ratko Mladić. Bei den Massenerschießungen unter seinem Kommando und auf Befehl des damaligen Präsidenten der Republika Srpska Radovan Karadžić wurden mindestens 8 372 namentlich bekannte bosniakische Jungen und Männer getötet; unter den Opfern waren auch 571 Frauen.
Srebrenica steht bis heute für das katastrophale Versagen der internationalen Gemeinschaft. Die Lage in Bosnien Herzegowina bleibt auch im Jahre 2026 besonders fragil: Nationalistische Rhetorik, institutionelle Blockaden und aggressive Initiativen gegen die staatliche Ordnung gefährden weiterhin den Frieden und den europäischen Weg des Landes. Wir Europäerinnen und Europäer haben die Verantwortung, das schreckliche Leid der Opfer und die furchtbaren Verbrechen in Srebrenica vor 31 Jahren in Erinnerung zu halten, der Leugnung und Relativierung des Völkermords entschieden entgegenzutreten und allen politischen Kräften zu widersprechen, die Hass, Spaltung und Gewalt erneut befördern.
Gemeinsam mit der Bosniakisch-Deutschen Gemeinde Karlsruhe laden wir Sie herzlich dazu ein, mit kurzen Redebeiträgen an den Völkermord von Srebrenica zu erinnern.
Wann? 11. Juli | 18:30 Uhr Start der Demonstration, 19 Uhr Kundgebung
Wo? Kirchplatz St. Stephan, Karlsruhe