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Geschichte

Die Geschichte der GfbV

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) entstand Ende der 1960er aus Protesten gegen den Völkermord in Biafra (Nigeria). GfbV-Gründer Tilman Zülch setzte sich dafür ein, Verbrechen gegen Minderheiten öffentlich zu machen – besonders, wenn andere schwiegen. Heute ist die GfbV eine international anerkannte Menschenrechtsorganisation mit Beraterstatus bei den Vereinten Nationen (ECOSOC).

Unser Weg: Vom Engagement Einzelner zu einer starken Bewegung für Minderheiten und Indigene Völker weltweit.

1968

Biafra

Tilman Zülch und Klaus Guercke gründen die Aktion Biafra-Hilfe gegen den Völkermord in Ostnigeria

1970

Gründung GfbV

Die Aktion Biafra-Hilfe wird in Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) umbenannt und der Tätigkeitsschwerpunkt ausgeweitet

1977

Native Americans

Für zwei große Delegationen von Native Americans erstmals Vorträge in Europa organisiert

1979

Sinti und Roma

Gedenken an die Opfer des Holocaust an Sinti und Roma im ehemaligen KZ Bergen-Belsen

1981

Welt-Roma-Kongress

In Göttingen organisiert

Rüstung

Kampagne gegen deutschen Rüstungsexport

1988

Halbaja

Giftgas-Einsatz gegen die kurdische Stadt Halabja – Mitverantwortung deutscher Firmen aufgedeckt

1989

Geflüchtete

Kongress Glaubensflüchtlinge aus der Türkei

1992

Versöhnung

Versöhnungsbotschaft
an die Indigenen Völker
Amerikas
500 Jahre nach Kolumbus

Bosnien

„Ethnische Säuberung“ und Genozid in Bosnien – Sprachrohr für die Opfer

1993

UN-Arbeit

Zuerkennung des beratenden Status beim Wirtschafts- und Sozialrat der UN

1994

Tschetschenien

Dokumentation der Kriegs- und Völkermordverbrechen

Verhaftung

des serbischen Kriegsverbrechers Dusko Tadic in Deutschland

1998

Nuba-Berge

Kampf gegen Sklaverei und Völkermord

2002

Initiative

gegen Tabuisierung des Völkermords an Ovaherero und Nama

2003

Darfur

Engagement für vergessene Genozidopfer

2005

Burma

Kampagne gegen sexualisierte Gewalt gegen Minderheiten

2007

UN

Deklaration über die Rechte der Indigenen Völker

2008

Peking

Olympiade in Peking – Einsatz für Tibeter*innen, Mongol*innen und Uigur*innen

2011

Einsatz

für Kurd*innen, Assyrer*innen/ Aramäer*innen/Chaldäer*innen u. a. in Syrien und Türkei verstärkt

2012

Burma

Intensivierung des Engagements für die Rohingya

UN-Klimagipfel

Unterstützung Indigener Völker

2013

Äthiopien

Engagement für Oromo gegen Landraub

2014

Protest

gegen völkerrechtswidrige
Besetzung der Krim durch Russland

2015

Indien

Kampagne für Religionsfreiheit und gegen Hindu-Nationalismus

UN-Klimagipfel

Unterstützung Indigener Völker

2017

Fluchtursachen bekämpfen!

Kampagne gegen EU-Kooperation mit Afrikas Diktatoren

UN-Klimagipfel

Unterstützung Indigener Völker

2018

Erste Erfolge

Erstmals hohe Haftstrafen für Sklavenhalter*innen in Mauretanien

2020

Kampagne

Corona: Indigene in Brasilien brauchen uns jetzt!

2023

Anerkennung

des Völkermordes an den Yezid*innen durch den Deutschen Bundestag

2025

Leonard Peltier

Der indigene Menschenrechtsaktivist ist nach über 50 Jahren im US-Gefängnis endlich wieder zu Hause