Zwei Monate Krieg in Äthiopien:
• Mindestens 2.000 Tote in der Zivilbevölkerung, mehr als eine Million Menschen auf der Flucht
• Verwicklung Eritreas in den Krieg enger als offiziell behauptet
• Langanhaltender Guerilla-Krieg droht
Tigray kommt auch 50 Tage nach Beginn der Militärintervention nicht zur Ruhe
— (Göttingen, den 20. Dezember 2020) — Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat gefordert, UN-Menschenrechtsexperten nach Äthiopien zu entsenden, um Berichte über Menschenrechtsverletzun…
Schutz für Flüchtlinge aus Eritrea in Äthiopien muss verstärkt werden
Übergriffe müssen dokumentiert und geahndet werden
Geflüchtete dürfen nicht Opfer der neuen Waffenbrüderschaft zwischen Äthiopien und Eritrea werden
Internationaler Tag der Menschenrechte (10.12.):
• Schutz der Zivilbevölkerung in Konflikten unzureichend
• Noch immer kein Zugang für Hilfsorganisationen nach Tigray
• Boko Haram wütet ohne ernsthafte Gegenwehr in Nigeria
Warnung vor neuen Kriegsverbrechen:
• Gewaltsame Besetzung der Stadt Mekelle wäre eine völkerrechtlich verbotene kollektive Bestrafung der Zivilbevölkerung
• Hindern der Zivilbevölkerung am Verlassen der Stadt durch die Regierung Tigrays wäre ein Kriegsverbrechen
• Weltsicherheitsrat muss in seiner heutigen Dringlichkeitssitzung Schutz der Zivilbevölkerung betonen
Hunger und eskalierende Gewalt in Tigray:
• GfbV fordert öffentlichen Druck durch die Bundesregierung nach dem Versagen der stillen Diplomatie
• Ohne politische Lösung drohe ein langer, verlustreicher Guerilla-Krieg
• Durch die Gewalt sei eine neue Hungerkatastrophe zu befürchten
Pressefreiheit im Bürgerkrieg in Äthiopien:
• „Willkürliche Verhaftungen von Journalisten schüren Angst und Selbstzensur“
• Allein vier Medienleute in den letzten 24 Stunden inhaftiert
• Berichterstattung aus der umkämpften Bürgerkriegsregion Tigray kaum möglich