"Wer Demonstranten willkürlich kriminalisiert, um die Protestbewegung einzuschüchtern, macht deutlich, dass Rechtsstaatlichkeit und mehr Demokratie nicht die Anliegen von Algeriens Staatsführung sind", erklärte der GfbV-Direktor Ulrich Delius am Mittwoch in Göttingen. Foto: Thomas Elst via Pixabay
Kriminalisierung indigener Völker in Algerien
Menschenrechtsorganisation wirft Algerien Kriminalisierung indigener Völker vor
Willkür-Urteile schüren Spannungen vor Wahlen
Algeriens Rechtsanwälte streiken für Rechtsstaatlichkeit: Europäische Union schweigt zu wachsender Gewalt gegen friedliche Demonstranten. Header Bild: Amine M'Siouri via Pexels.
Algeriens Rechtsanwälte streiken für Rechtsstaatlichkeit
„Wenn in Algerien willkürlich friedliche Demonstranten niedergeknüppelt werden, darf Europa nicht wegschauen. Die systematische Einschüchterung der Protestbewegung durch die Armee braucht eine klare Antwort aus der EU“, erklärte GfbV-Direktor Ulrich Delius am Freitag in Göttingen. Algerische Rechtsanwälte hatten am Donnerstag mit einem Generalstreik für mehr Rechtstaatlichkeit protestiert.
Mehr als 30 indigene Masiren bei Protesten verhaftet. Das Zeigen ihrer Flagge gefährde angeblich die Einheit Algeriens. Headerbild: SofieLayla Thal via Pixabay.
Proteste für Demokratisierung Algeriens
Proteste für Demokratisierung Algeriens:
• Mehr als 30 indigene Masiren bei Protesten verhaftet
• Zeigen ihrer Flagge gefährde angeblich die Einheit Algeriens
• GfbV: „Der Vorwurf der Bedrohung der Staatssicherheit ist lächerlich“
Sein Tod wird unter den Masiren (Berbern) hohe Wellen schlagen, denn der Menschenrechtler war die prominenteste Stimme der rund 300.000 masirischen Mozabiten im Süden Algeriens. Dort war Dr. Fekhar in Ghardaia (Foto), der Hauptstadt des Mzab, inhaftiert. Foto: Dan Sloan via Flickr (CC BY-SA 2.0)
Tod eines prominenten politischen Gefangenen in Algerien
Gestern starb der algerische Menschenrechtler Dr. Kamel Eddine Fekhar offenbar an den Folgen eines Hungerstreiks. Sein Tod im Gewahrsam der Behörden verdeutlicht die katastrophale Behandlung politischer Gefangener in Algerien und zeigt, dass der nordafrikanische Staat kein sicheres Herkunftsland ist. Die GfbV fordert eine unabhängige Untersuchung der Todesumstände.
„Die Sahrauis in der Westsahara setzen große Hoffnung in den früheren Bundespräsidenten, damit sie nach 17 Jahren vergeblicher Bemühungen der MINURSO endlich in einer Volksabstimmung frei über ihre Zukunft entscheiden können, so wie es die Vereinten Nationen planen“. Bild: Carlos Capote via Flickr CC BY 2.0
Westsahara-Gespräche sind Feuertaufe für Bundespräsident a.D. Horst Köhler
Vor Beginn der heutigen Verhandlungen in Genf über die Zukunft der Westsahara unter dem Vorsitz des früheren Bundespräsidenten Horst Köhler hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gefordert, dass Menschenrechte im Zentrum der Gespräche stehen müssen.
Nordafrika gleicht einem Pulverfass. Vor allem junge Menschen begehren auf und fordern Rechte ein. Foto: OpenClipart-Vectors via Pixabay
Anhaltende Proteste von Masiren in Algerien und Marokko
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt vor neuen Unruhen und wachsender Instabilität in Nordafrika und fordert politische Lösungen in den Konflikten um Sprachenrechte, Arbeitslosigkeit und Korruption in Algerien und Marokko.
Am Dienstagabend hatte der Weltsicherheitsrat in einer Dringlichkeitssitzung die Sklaverei in Libyen verurteilt. Foto: Kim Haughton via UN Photo
Libyen: Sklaverei verurteilt – Rassismus in Nordafrika durch öffentliche Debatte bekämpfen!
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert eine breitere öffentliche Diskussion über Rassismus in Nordafrikas muslimisch-arabisch geprägten Gesellschaften, um die Versklavung von Flüchtlingen und Migranten aus West-und Ostafrika zu bekämpfen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt die in Frankreich geplante Gesetzesänderung, die eine Entschädigung von Atomtestopfern erleichtern soll.
Bundestag debattiert über „sichere Herkunftsländer“ in Nordafrika
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat vor einer Einstufung Marokkos und Algeriens als „sichere Herkunftsländer“ gewarnt, da beide Staaten massiv Menschenrechte verletzen.