Der Zentralrat der Armenier in Deutschland (ZAD), die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Arbeitsgruppe Anerkennung – Gegen Ge…
Dr. Luis Moreno Ocampo (Mitte), erster Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs, spricht bei einer Pressekonferenz am Freitag, 26. April.
Foto: Sarah Neumeyer/GfbV
Aserbaidschans Präsident in Berlin
„Der deutsche Bundeskanzler hat eine Chance, die Situation zu stoppen und zu verändern“, sagt der erste Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) Luis Moreno Ocampo mit Bezug auf d…
Einladung zur Pressekonferenz und Mahnwache (26.4.)
Anlässlich des Staatsbesuchs des aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Alijew am 25. und 26. April in Berlin haben die Gesellschaft für bedrohte Völker, der Zentralrat der Armenier, die Arbeitsgrup…
Zum heutigen und morgigen Treffen der Außenminister Armeniens und Aserbaidschans mit Bundesaußenministerin Annalena Baerbock erklären der Zentralrat der Armenier in Deutschland, die Arbeitsgruppe Anerkennung – gegen Genozid für, Völkerverständigung e.V. und die Gesellschaft für bedrohte Völker heute gemeinsam:
Die Gesellschaft für bedrohte Völker hat Bundeskanzler Olaf Scholz heute in einem Schreiben dazu aufgefordert, den aserbaidschanischen Diktator Ilham Alijew endlich in die Schranken zu weisen. Am 7. Februar lässt sich Alijew wieder zum Präsidenten wählen. Den eigenen Bürgern und dem gesamten Ausland führt er eine Schmierenkomödie auf. Denn was in Aserbaidschan passiert, kann man nicht einmal mit Augenzwinkern als Wahlen bezeichnen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker begrüßt den Vorschlag eines Nichtangriffspaktes zwischen Armenien und Aserbaidschan. Die Initiative des armenischen Präsidenten Nikol Paschinjan für einen Nichtangriffspakt sowie einer wechselseitigen Rüstungskontrolle ist gut und wichtig. Das Auswärtige Amt sollte diese Initiative politisch unterstützen.
In einem gemeinsamen Brief fordern die Gesellschaft für bedrohte Völker und die Arbeitsgruppe Anerkennung, gegen Genozid, für Völkerverständigung Bundesaußenministerin Annalena Baerbock vor ihrer Reise in den Südkaukasus auf, die kollektive Vertreibung von 120.000 Armenieren aus Arzach (Bergkarabach) durch Aserbaidschan mit deutlichen Worten zu verurteilen.
Armenischen und aserbaidschanischen Medienberichten zufolge hat Aserbaidschan eine Festnahmeliste von 300 Arzach-Armeniern erstellt, die der Regierung, den Streitkräften oder dem Parlament angehörten. Es gab bereits Verhaftungen, einige Betroffene sind noch in Stepanakert und werden dort mehr oder weniger als Geiseln gehalten.
Bundesregierung hat dem Völkermord in Arzach (Bergkarabach) zugesehen
Ein Kommentar von GfbV-Referentin Sarah Reinke
Ab dem 1. Januar 2024 wird es keine demokratische De-Facto-Republik Arzach mehr geben. Die historische Heimat der Arzach-Armenier*innen ist verloren….