Wenn Armenien das Gebiet Arzach / Karabach an Aserbaidschan abtritt, drohen der armenischen Bevölkerung dort Vertreibung und massive Gewalt. Davor warnt die Gesellschaft für bedrohte Völker in einem eindringlichen Appell an Bundeskanzler Olaf Scholz. Der Kanzler will am 1. Juni mit den Regierungschefs Armeniens, Aserbaidschans und Frankreichs Gespräche über eine politische Lösung für Arzach /Nagorno Karabach führen.
Auch dieses Jahr werden viele Menschen christlichen Glaubens weltweit das Weihnachtsfest unter schwierigsten Bedingungen begehen. „In Ländern ohne wirkliche Glaubensfreiheit, wie Nordkorea, Iran oder China, leiden die Menschen wegen der andauernden staatlichen Willkür und Verfolgung.
Appell an Bundestagspräsidenten und Regierungsfraktionen
Appell an Bundestagspräsidenten und Regierungsfraktionen:
• Schäuble muss Lobbyarbeit für Diktaturen im Bundestag unterbinden
• Immer wieder Medienberichte über Zahlungen Aserbaidschans an Abgeordnete
• Diktaturen dürfen keinesfalls das Wohlwollen deutscher Politiker erkaufen
Enthauptungs-Videos aus Bergkarabach:
• Echtheit im Internet kursierender Videos von Kriegsverbrechen bestätigt
• GfbV fordert unabhängige Untersuchung und Bestrafung der Täter
• Durch gegenseitige Ressentiments kann der Konflikt jederzeit wieder aufflammen
Krieg in Bergkarabach:
• Einsatz verbotener Kampfmittel wie Streubomben und Phosphor-Munition verbreitet
• Wohnviertel, Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser beschossen
• Über die Hälfte der Zivilbevölkerung vertrieben
• GfbV fordert Beobachtung der Situation durch internationale Organisationen
Konflikt in Bergkarabach:
• Deutsche „Dual Use-Technik“ in aserbaidschanischen Drohnen aus israelischer Produktion
• Waffenlieferungen erschweren friedliche Lösung
• Schutzgarantien für die Menschen in der Region gefordert
Konflikt in Bergkarabach:
• Berichte über Söldner, die Scharia-Recht einfordern
• Armenische Bevölkerung fühlt sich von der Türkei existenziell bedroht
• Bundesregierung muss ihre EU-Ratspräsidentschaft nutzen und Mäßigung fordern
Der Vielvölkerstaat Iran ist neben China und Italien derzeit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen. Besonders dramatisch sei die Lage in Iranisch-Kurdistan. Das berichtet Dr. Kamal Sido, Nahostexperte der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). In den mehrheitlich kurdisch besiedelten Regionen im Westen und Nordwesten des Landes sei die medizinische Infrastruktur viel schlechter als im Rest des Landes.
Berg-Karabach: Deutschland muss OSZE-Vorsitz für nachhaltige Befriedung nutzen!
Die schweren Auseinandersetzungen um die armenische Enklave Berg-Karabach müssen vom deutschen OSZE-Vorsitz zum Anlass genommen werden, um eine neue Friedensinitiative ins Leben zu rufen, fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).