Als Angehörige einer indigenen Gemeinschaft wirbt Jessica Mauboy aktiv um Unterstützung für bitter nötige Bildungsprojekte für Kinder der Aboriginal Australians. Foto: Eva Rinaldi via Flickr
Eurovision Song Contest: Im Schatten der Superstars – Aboriginal Australians im Elend
Anlässlich der Teilnahme des indigenen australischen Superstars Jessica Mauboy am Eurovision Song Contest (ESC) in Lissabon macht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf die traurige Lage der Aboriginal Australians auf dem fünften Kontinent aufmerksam.
Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt am Montagabend den australischen Premierminister Malcolm Turnbull in Berlin. Foto: Cia Pak via UN Photo
Australien: Merkel soll mit Turnbull über Lage der Aboriginal People sprechen
Bundeskanzlerin Angela Merkel soll sich bei ihren Gesprächen mit dem australischen Premierminister Malcolm Turnbull am Montag in Berlin auch nach geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der miserablen Lage der Aboriginal People auf dem fünften Kontinent erkundigen.
Die indigene Parlamentarierin Lidia Thorpe hat in den vergangenen Tagen berichtet, sie habe zahlreiche Hass-Mails, Todesdrohungen und Androhungen von Vergewaltigungen bekommen, weil sie sich für ein anderes Datum des Festtages ausgesprochen hat. Foto: Takver via Flickr
Umstrittener „Australia Day“ am 26. Januar: Australien soll Nationalfeiertag verlegen
Die australische Regierung soll den Forderungen der indigenen Bevölkerung des Landes nachkommen und den umstrittenen „Australia Day“ (26.1.) auf ein anderes Datum verlegen, verlangt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).
Der Beginn der Kolonialisierung ist für die Aboriginal People kein Feiertag.
Foto: JAM Project via Flickr
Australia Day
Am 26. Januar wird jedes Jahr der „Australia Day“ gefeiert. Für die Aboriginal People ist es bis heute unbegreiflich, wie der Beginn ihrer Kolonialisierung als Feiertag begangen werden kann. Zu Recht. Wir feiern lieber starke indigene Frauen aus Australien!
Aboriginal People bezeichnen diesen Tag als „Invasion Day“ (Tag der Invasion) oder "Survival Day" (Tag des Überlebens). Aktivisten fordern einen neuen Nationalfeiertag für alle Australier, indigene wie nicht-indigene, Foto: Tali C. via Flickr
Australien: Solidaritätsaktion mit Aboriginal People in Berlin am Australia Day (26.1.)
Am Nationalfeiertag Australiens, dem kommenden Donnerstag (26.1.), gibt es auch in Berlin eine Solidaritäts- und Protestaktion gegen die Feierlichkeiten zum „Australia Day“: Unterstützt von der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) informiert das Berlin Aboriginal Solidarität Netzwerk am Vormittag von 10.30 Uhr bis 12.30 Uhr am Brandenburger Tor darüber, dass viele Aboriginal People an diesem Tag trauern.
Auch die Bürgerkriege im Sudan sind vergessene Konflikte. Hunderttausende Menschen müssen unsägliches Leid ertragen. Foto: Albert Gonzalez Farran/UNAMID
Editorial: Im Schatten großer Kriege
Fernab großer Kriege gibt es zahllose Konflikte, die in der Berichterstattung unterzugehen drohen.
Kelly ist Nachfahre des Gweagal-Kriegers Cooman, dessen Schild James Cook nach einer blutigen Auseinandersetzung mit einer Gruppe von Gweagals in der Botany Bay 1770 mit sich nahm und der heute in London aufbewahrt wird. Foto: Gweagal Shield Media
Australien: Humboldt-Forum soll sich für Rückgabe geraubter Kulturgüter einsetzen
Mit einer Geste der Versöhnung könnte das Humboldt-Forum in Berlin nach fast 250 Jahren der „Geschichte des Kolonialismus“ in Australien eine positive Wendung geben.
Nicht allen Aboriginal-Kindern ist es vergönnt, unbeschwert aufzuwachsen. Einige werden ihren Familien unter fadenscheinigen Gründen weggenommen, um sie in staatliche Betreuungseinrichtungen oder zu Pflegefamilien zu schicken. Foto: kerriekerr via iStock
Die Stolen Generation im heutigen Australien
Aboriginal-Kinder wurden und werden aus ihren Familien gerissen.