Mehr als 70 Jahre nach dem nationalsozialistischen Völkermord an den Sinti und Roma leiden die rund zwölf Millionen Angehörige dieser Volksgruppen in vielen europäischen Ländern bis heute unter Antiziganismus, sozialer Ausgrenzung, rassistisch motivierter Gewalt, extremer Armut und struktureller Diskriminierung. Foto: Jens-Olaf Walter via Flickr
Antiziganismus-Beauftragten gefordert
Auf Initiative des ehemaligen Bundesratspräsidenten Wedemeier wird seit 1994 in der jeweils letzten Plenarsitzung des Bundesrates im Dezember an den Völkermord an den Sinti und Roma gedacht. Anknüpfungspunkt für das Gedenken ist der 16. Dezember 1942, der Tag, an dem der „Reichsführer der SS“ den so genannten Auschwitz-Erlass unterzeichnet hatte.
Mütter von Srebrenica protestieren mit selbsgemachten Plakaten vor dem Internationalen Strafgerichtshof während der Urteilsverkündung gegen den einstigen Militärchef der bosnischen Serben, Ratko Mladic am 22. November 2017. Foto: GfbV
Kroatien: Suizid vor Tribunal in Den Haag hat „fatale Signalwirkung“
Der Suizid des früheren Militärchefs der bosnischen Kroaten, Slobodan Praljak, nach Verkündung seines Urteils im Gerichtssaal des UN-Kriegsverbrechertribunals (ICTY) in Den Haag hat nach Auffassung der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) „fatale Signalwirkung“.
Es kann nicht sein, dass beispielsweise zurückgekehrte Srebrenica-Überlebende ständig fürchten müssen, dem Mörder ihres Mannes, Sohnes oder Bruders zu begegnen. Foto: Jelle Visser via Flickr
Bosnien: Urteil gegen Mladic – Aktion in Den Haag: ALLE Kriegsverbrecher zur Rechenschaft ziehen!
Auch die vielen bisher nicht zur Rechenschaft gezogenen Kriegsverbrecher des Bosnienkrieges müssen noch vor Gericht gestellt werden, fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Mit einer Mahnwache vor dem Gebäude des Internationalen Strafgerichtshofes für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) in Den Haag unterstreicht die Menschenrechtsorganisation anlässlich der Verkündung des Urteils gegen den früheren General der bosnischen Serben Ratko Mladic am Mittwoch ihren Appell an die Europäische Union und die internationale Gemeinschaft.
Ein Bus mit ehemaligen Lagerhäftlingen sowie Vertreterinnen der Mütter von Srebrenica und Žepa werden aus Sarajevo anreisen. Foto: Jelle Visser via Flickr
TERMIN: Mahnwache bei Urteilsverkündung gegen Mladic in Den Haag
Während der Bekanntgabe des Urteils gegen den ehemaligen bosnisch-serbischen General Ratko Mladic (75) wird die GfbV mit einer Mahnwache vor dem Internationalen Kriegsverbrechertribunal in Den Haag (ICTY) mit großen Transparenten fordern, alle Verbrecher des Bosnienkrieges zur Rechenschaft zu ziehen.
Es muss eine neue Verfassung entwickelt und durchgesetzt werden, die weder eine ethnische Spaltung zulässt noch erlaubt, die Vertreibung der bosniakischen Bevölkerung zu zementieren. Foto: otarikkoc via pixabay
4. Westbalkankonferenz in Triest (12.7.)
Bundeskanzlerin Angela Merkel soll Bosnien und Herzegowina auf der Westbalkan-konferenz am Mittwoch in Triest entschlossene Hilfestellung zu einem schnellen EU-Beitritt anbieten.
Jede individuelle Verantwortung für einzelne Verbrechen sowohl der Politiker als auch der Militärs werde bestritten, ohne dass die internationale Gemeinschaft einschreite. Foto: SPC Sara Hering via Wikimedia Commons [Symbolbild]
22. Jahrestag des Massakers von Srebrenica (11. Juli 1995)
Am Vorabend des 22. Jahrestages des Massakers von Srebrenica (11. Juli 1995) hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mehr Einsatz für das bis heute ethnisch geteilte Bosnien-Herzegowina (BiH) gefordert.