28. Jahrestag des Massakers von Srebrenica (11.7.)
28 Jahre nach dem Völkermord in Srebrenica ab dem 11. Juli 1995 werden die Verbrechen des Bosnien-Krieges in weiten Teilen Bosnien und Herzegowinas weiter nicht anerkannt. In der serbisch dominierten „Republika Srpska“ grassiert die Genozid-Leugnung trotz Verbot weiter, verurteilte Täter werden als Helden verehrt. So wird auch die diesjährige Gedenkveranstaltung in Srebrenica in einer Atmosphäre der Leugnung stattfinden. Weitere 30 Opfer werden von ihren Familien auf dem Friedhof in Potočari zu Grabe getragen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker fordert einen sofortigen Stopp des Baus eines Museums auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Heliodrom in Mostar (Bosnien und Herzegowina). Die kroatisch-nationalistische Partei HDZ möchte dort verurteilten Mördern huldigen und damit die Opfer verhöhnen. Das würde Öl ins Feuer der schwelenden Konflikte gießen und den schwierigen Aussöhnungsprozess in Bosnien unnötig behindern.
Der Westbalkan kommt nicht zur Ruhe. Seit über 30 Jahren ist die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in der Region aktiv. Im Jahr 1995 hat das Friedensabkommen von Dayton den schrecklichen Krie…
Der morgige EU-Westbalkan-Gipfel in Tirana wird ganz im Zeichen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine stehen. Die Gesellschaft für bedrohte Völker befürchtet eine neue Front auf dem Westbalkan, wenn die EU nicht die richtigen Weichen stellt: Bisher handelt die EU orientierungslos, ist uneinig bei ihren Prioritäten und lässt sich von den Ethnonationalisten an der Nase herumführen.
Für den morgigen Westbalkan-Gipfel im Rahmen des Berliner Prozesses plant die Bundesregierung nur kleine Schritte. Dabei drohen die großen Herausforderungen ins Hintertreffen zu geraten, wie die Gesellschaft für bedrohte Völker kritisiert.
Am 2. Oktober finden in Bosnien und Herzegowina die neunten allgemeinen Wahlen statt. Sie sind stark von ethnischen-nationalistischen Drohungen einzelner Entitäten und den geopolitischen Umständen geprägt. Besonders Russlands Krieg gegen die Ukraine beeinflusst die Stimmung im Land. Die Führung der serbischen Entität Republika Srpska sympathisiert offen mit Russlands imperialistischen Ambitionen.
Die Sektion Bosnien und Herzegowina der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) feiert ihr 25-jähriges Bestehen. Die Sektion wurde gegründet, um die Verbrechen des Bosnien-Krieges aufzuarbeiten und eine Aussöhnung zwischen den Menschen verschiedener Ethnien auf dem Westbalkan zu erleichtern.
Wir sind bestürzt über die Podcastfolge „Sack Reis“ (SWR) vom 24. März, den anschließenden Umgang vonseiten des Senders mit der berechtigten Kritik und die Sonderfolge mit Melina Borcak von Montag….
Vom Hohen Repräsentanten in Bosnien geplantes Wahlgesetz spielt Nationalisten in die Hände
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt vor der Einführung eines neuen Wahlgesetzes in Bosnien und Herzegowina durch den Hohen Repräsentanten Christian Schmidt. Seine Pläne, in den Kanton…