27. Jahrestag des Völkermordes von Srebrenica (11.7.)
Serbische Nationalisten untergraben die Stabilität des Westbalkan, säen Hass und Zwietracht. Daran habe sich auch 27 Jahre nach dem Völkermord von Srebrenica wenig geändert, wie die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) berichtet. Am 11.Juli 2022 sollen weitere 50 identifizierte Opfer des Massakers beigesetzt werden. Insgesamt ist es bisher gelungen, 6.652 Opfer aus etwa 150 Einzel- und Massengräbern zu bergen und zu identifizieren.
Aus Anlass des bevorstehenden Westbalkan-Gipfels hat die Gesellschaft für bedrohte Völker heute an die Europäische Kommission und die EU appelliert, Bosnien und Herzegowina in seinem Streben nach Demokratie und Selbstbestimmung zu unterstützen. Dafür sei eine realistische Perspektive für einen EU-Beitritt notwendig und die EU müsse jegliche Zusammenarbeit mit sezessionistischen und ultra-nationalistischen Kräften beenden.
Anlässlich des Welt-Roma-Tages gratuliert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma zum 40-jährigen Bestehen. „In dieser Zeit gab es beachtliche Fortschritte in der Anerkennung des Leides dieser Volksgruppen. Sie werden jedoch weiterhin diskriminiert und stehen in weiten Teilen Europas vor großen Herausforderungen“, erinnert Jasna Causevic, GfbV-Referentin für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung.
Die bevorstehenden Wahlen in Serbien werden das Land nicht von seinem ultra-nationalistischen und außenpolitisch destruktiven Kurs abbringen, wie die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) befürchtet. Den sieben Oppositionskandidaten werden keine großen Chancen eingeräumt.
Der Angriffskrieg gegen die Ukraine könnte es Russland ermöglichen, eine beispiellose politische, militärische und wirtschaftlichen Vorherrschaft und Kontrolle über den Westbalkan zu installieren.
Bosnien und Herzegowina steht 27 Jahre nach dem Krieg vor einer schweren Krise. Der Staat droht zu zerfallen und ein neuer Krieg scheint möglich. Mit dieser dringenden Warnung hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an die Außenminister der EU appelliert, die sich am heutigen Montag in Brüssel trafen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker International appelliert an die EU, die USA und die internationale Gemeinschaft, unverzüglich entschlossene Maßnahmen zu ergreifen, um eine gewaltsame Eskalation in Bosnien und Herzegowina zu verhindern. Durch serbisch-nationalistische Hetze und separatistische Drohgebärden scheine sogar ein neuer Krieg möglich.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier möchte dem Historiker Gideon Greif am 10. November das Bundesverdienstkreuz verleihen. Nach einem internationalen Aufschrei wird nun erneut überprüft, ob der für seine Holocaustforschung bekannte Historiker dafür geeignet ist – weil er den Genozid in Srebrenica leugnet.
Neuer Hoher Repräsentant für Bosnien und Herzegowina
Neuer Hoher Repräsentant für Bosnien und Herzegowina:
• Christian Schmidt erwarten monumentale Aufgaben
• Widerstände gegen neues Gesetz gegen Genozid-Leugnung erwartet
• Gegenwind auch aus Serbien und Russland