Verfassungsreferendum in Chile:
• GfbV befürwortet Neustart mit echter Beteiligung für Indigene
• Bisherige Verfassung führt verheerende Traditionen aus der Militärdiktatur fort
• Strafrecht und weitgehende Privatisierung der Lebensgrundlagen benachteiligen Indigene
Nach 107 Tagen hat der machi Celestino Córdova Tránsito, wichtiges spirituelles Oberhaupt der Mapuche in Chile, am 18. August seinen Hungerstreik beendet. Einige seiner Mitgefangenen wollen es ihm …
Chilenische Mapuche-Gefangene im Hungerstreik:
• Celestino Córdova, spirituelle und politische Autorität der Mapuche, seit drei Monaten im Hungerstreik
• Fordert unter anderem die Verlegung aller politischen Gefangenen in den Hausarrest
• Sein Gesundheitszustand ist äußerst kritisch
Proteste in Chile, 23.10.2019 - Quelle: Guillermo Nuñey 2019
Rückfall in die Zeiten des Diktators Pinochet
• Laut INDH mindestens fünf Tote und 584 Verletzte
• Indigene Mapuche besonders von Polizeigewalt betroffen
• UN-Hochkommissarin für Menschenrechte entsendet Beobachtermission
Die Mapuche–Heilerin Francisca Linconao hat sich als erste indigene Frau 2009 gegen einen mächtigen Holzkonzern durchgesetzt und ist seitdem mit haltlosen Beschuldigungen konfrontiert. Foto: Pedro Cayuqueo
Mapuche-Heilerin Linconao in Chile erneut vor Gericht
Gegen die Mapuche-Heilerin Machi Francisca Linconao wird in Chile trotz bereits erfolgter Freisprüche weiter ermittelt.
Der Mapuche Alex Mora (rechts) bei einer GfbV-Aktion für die Rechte der indigenen Mapuche in Berlin 2010. Foto: Katja Wolff für GfbV
„Heiliger Vater, bitte setzen Sie sich für die indigene Bevölkerung Chiles ein“
Der Mapuche Alex Mora übergibt Papst Franziskus in Rom am heutigen Mittwoch während des Empfangs einer Delegation seines Volkes ein Schreiben der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).
Die Mapuche–Heilerin Francisca Linconao hat sich als erste indigene Frau 2009 gegen einen mächtigen Holzkonzern durchgesetzt und ist seitdem mit haltlosen Beschuldigungen konfrontiert. Foto: Pedro Cayuqueo
GfbV erinnert an Schicksal einer mutigen Mapuche-Heilerin
Die Gesellschaft für bedrohte Völker nimmt den „Internationalen Tag der indigenen Frau“ (5. September) zum Anlass, um auf das Schicksal der Mapuche-Heilerin Francisca Linconao in Chile aufmerksam zu machen, die sich furchtlos für die Rechte ihres Volkes einsetzt und die unschuldig vor Gericht steht.
Rafael Railaf von der Stiftung "FOLIL" hält während der 15. Sitzung des Ständigen Forum für indigene Angelegenheiten der Vereinten Nationen in New York die Flagge der Mapuche hoch. Foto: Mit freundlicher Genehmigung von "FOLIL"
Leben der Mapuche in Chile geprägt von Razzien, Brutalität und ungerechter Justiz
Yvonne Bangert, GfbV-Referentin für Indigene Völker, spricht über die Lage der Mapuche in Chile. Sie hat Bundespräsident Gauck gebeten, sich bei der chilenischen Regierung für einen offenen und ehrlichen Dialog mit den gut eine Million Mapuche einzusetzen.
Mapuche protestieren gegen das ihnen zugefügte Unrecht. Foto: David Suazo Quintana via Flickr
GfbV fordert Bundespräsident Gauck auf, sich in Chile für die Mapuche einzusetzen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Bundespräsident Gauck gebeten, sich bei der chilenischen Regierung für einen offenen und ehrlichen Dialog mit den gut eine Million Mapuche einzusetzen.