Bei der blutigen Niederschlagung von Protesten der Demokratiebewegung wurden am 4. Juni 1989 hunderte, vielleicht tausende Menschen getötet. Tausende Kritiker der Regierung wurden im ganzen Land verhaftet. Die chinesische Regierung hat sich bis heute nicht bei den Angehörigen der Getöteten entschuldigt und auch keine Zahlen über die Opfer herausgegeben. Foto: Michael Mandiberg via Flickr (CC BY-SA 2.0)
30 Jahre nach dem Tiananmen-Massaker
Dienstag, den 4. Juni 2019, 10:00 – 12.00 Uhr auf der Jannowitzbrücke gegenüber der Botschaft der Volksrepublik China, Alexanderstrasse, Berlin
Montag, den 3. Juni 2019, ab 19:00 Uhr – Interview mit Tienchi Martin-Liao vom Unabhängigen Chinesischen PEN-Zentrum auf Facebook live @bedrohteVoelker
Am gestrigen Mittwoch berichtete Dolkun Isa für die GfbV bei den Vereinten Nationen in New York über das Schicksal von über 1,5 Millionen Uiguren, Kasachen und Kirgisen, die von der chinesischen Regierung willkürlich in Umerziehungslager verschleppt und dort einer systematischen Gehirnwäsche unterzogen werden. Bild: GfbV 2019
Schlagabtausch bei der UN über chinesische Umerziehungslager
Die chinesische Regierung verleumdet Menschenrechtler, die die Umerziehungslager in Xinjiang anprangern. Am gestrigen Mittwoch berichtete Dolkun Isa für die GfbV bei den Vereinten Nationen in New York über das Schicksal von über 1,5 Millionen Uiguren, Kasachen und Kirgisen, die von der chinesischen Regierung willkürlich in Umerziehungslager verschleppt und dort einer systematischen Gehirnwäsche unterzogen werden. Als er seine Rede beendet hatte, stand ein Vertreter der chinesischen Regierung auf und beschimpfte ihn als Terroristen. Vertreter Deutschlands und der USA widersprachen.
Headerbild: Daniel Zimmermann via Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)
China: Volkswagen verletzt eigene Prinzipien und verspielt Glaubwürdigkeit
Die Volkswagen AG macht sich unglaubwürdig: Gestern erklärte ihr Vorstandsvorsitzender Herbert Diess gegenüber der BBC, nichts von den berüchtigten Umerziehungslagern in China zu wissen, über die seit Sommer 2018 alle deutschen und internationalen Medien berichten. Die Gesellschaft für bedrohte Völker und der Weltkongress der Uiguren erinnern die Volkswagenführung an ihren eigenen Code of Conduct, den Diess neben anderen VW-Managern unterzeichnet hat. Darin sind der Respekt vor den Menschenrechten und die Unterstützung ihrer Beachtung explizit festgeschrieben.
Die Verschleppung und zwangsweise Umerziehung von 1,5 Millionen Menschen allein aufgrund ihrer ethnischen Abstammung und ihres muslimischen Glaubens ist eines der größten Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das bisher im 21. Jahrhundert begangen wurde, erklärt die Menschenrechtsorganisation. Bild: European External Action Service via Flickr (CC BY-NC 2.0)
EU-China-Gipfel in Brüssel (9.4.)
Die Europäische Union muss von der chinesischen Regierung ein Ende der schweren Menschenrechtsverletzungen an Uiguren und Kasachen verlangen. Diese Forderung muss in der Abschlusserklärung des EU-China-Gipfels thematisiert werden, der am morgigen Dienstag in Brüssel stattfindet. Bisher verweigert China das. Nur internationaler Druck kann die Regierung in Peking dazu bewegen, die Verbrechen in der Region zu beenden. So habe China bereits mehrfach Verschleppte freigelassen, nachdem ihr Schicksal einer breiten Öffentlichkeit außerhalb der Volksrepublik bekannt wurde.
Nach dem überraschenden Rücktritt des langjährigen Staatspräsidenten Kasachstans, Nursultan Nasarbajew, hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ein konsequentes Engagement der neuen Staatsführung für verfolgte Kasachen im Nachbarland China gefordert. Foto: Schedler/GfbV (2018)
Staatspräsident Kasachstans tritt zurück – Menschenrechtler fordern Engagement für verfolgte Kasachen
Nach dem überraschenden Rücktritt des langjährigen Staatspräsidenten Kasachstans, Nursultan Nasarbajew, hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ein konsequentes Engagement der neuen Staatsführung für verfolgte Kasachen im Nachbarland China gefordert.
Ein Gericht in Astana entscheidet heute in einer Anhörung, ob Vorwürfe pro-chinesischer Kreise gegen einen führenden kasachischen Menschenrechtler aufrechterhalten werden. Bild: BBC Worlnews, Flickr BB CY 2.0.
China-kritische Menschenrechtler in Kasachstan unter Druck
Ein Gericht in Astana entscheidet heute über die Aufrechterhaltung der Vorwürfe pro-chinesischer Kreise gegen Serikzhan Bilash, den Gründer der Menschenrechtsorganisation Atajurt. Er wurde am 9. März 2019 festgenommen, weil seine Kritik an Chinas Umerziehungslagern in Xinjiang die Freundschaft mit China beeinträchtige. Nach internationalen Protesten wurde er am 11. März 2019 aus der Haft entlassen und unter Hausarrest gestellt. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft. „Chinas langer Arm darf nicht die Kronzeugen der Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Xinjiang zum Schweigen bringen“, fordert Ulrich Delius, Direktor der Gesellschaft für bedrohte Völker.
Omer Bekali (stehend) war acht Monate in einem chinesischen Umerziehungslager in der Provinz Xinjiang (Ostturkestan) interniert. Von den Vorgängen in den Lagern und dem enormen Druck, der auf Häftlinge ausgeübt wird, berichtete er am heutigen Montag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und des Weltkongresses der Uiguren (WUC) in Berlin. Vertreter beider Organisationen fordern eine unabhängige Untersuchung der Lager durch die internationale Gemeinschaft. Foto: Meyer/GfbV (2019)
Nach Bericht eines ehemaligen Lagerhäftlings:
Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und des Weltkongresses der Uiguren (WUC) am heutigen Montag in Berlin berichtet ein ehemaliger Häftling von den Vorgängen in einem chinesischen Umerziehungslager in der Provinz Xinjiang (Ostturkestan). Vertreter der beiden Organisationen und Margarete Bause, Sprecherin für Menschenrechte und humanitäre Hilfe der Grünen Bundestagsfraktion, fordern eine unabhängige Untersuchung der Lager durch die internationale Gemeinschaft.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die sofortige Freilassung eines Samstagabend in Kasachstan verhafteten prominenten Menschenrechtlers gefordert, der sich für verfolgte Muslime im Nachbarland China einsetzt. Der Leiter der Menschenrechtsorganisation Atajurt, Serikzhan Bilashuly, ist am Samstag in Almaty unter dem Verdacht festgenommen worden, Hass zwischen Nationalitäten zu schüren. Foto: Schedler/GfbV (2018)
Chinas Umerziehungslager schüren Menschenrechtsverletzungen auch in Kasachstan
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die sofortige Freilassung eines Samstagabend in Kasachstan verhafteten prominenten Menschenrechtlers gefordert, der sich für verfolgte Muslime im Nachbarland China einsetzt. Der Leiter der Menschenrechtsorganisation Atajurt, Serikzhan Bilashuly, ist am Samstag in Almaty unter dem Verdacht festgenommen worden, Hass zwischen Nationalitäten zu schüren.
Sechzig Jahre nach dem Volksaufstand in Tibet erinnert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an die Opfer der blutigen Verfolgung: Rund 87.000 Menschen starben im ersten Jahr nach dem Beginn des Aufstands am 10. März 1959. Weitere 1,1 Millionen Tibeter fielen Chinas Repression in den folgenden Jahrzehnten zum Opfer. Bild: Steve Rhodes via Flickr. BB CY 2.0
60 Jahre Volksaufstand in Tibet: Friedlicher Widerstand der Tibeter gegen Chinas Herrschaft dauert bis heute an
Sechzig Jahre nach dem Volksaufstand in Tibet erinnert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an die Opfer der blutigen Verfolgung: Rund 87.000 Menschen starben im ersten Jahr nach dem Beginn des Aufstands am 10. März 1959. Weitere 1,1 Millionen Tibeter fielen Chinas Repression in den folgenden Jahrzehnten zum Opfer.