China: Geiseldiplomatie – Ausreise von Liu Xia war „längst überfällig“
Mit Erleichterung hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zur Kenntnis genommen, dass die Witwe des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo jetzt aus China ausreisen darf.
China: Bunte Menschenrechtsaktion in Berlin für die Schließung von Umerziehungslagern
Bundeskanzlerin Angela Merkel soll sich bei den deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen am heutigen Montag für die Schließung der Umerziehungslager in der Uiguren-Region Xinjiang einsetzen.
Aktion während der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen
Mit einer bunten Menschenrechtsaktion wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu auffordern, sich bei den deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen am kommenden Montag für die Schließung der Umerziehungslager in der Uiguren-Region Xinjiang einzusetzen.
In Deutschland lebende Tibeter und Uiguren werden die Aktion unterstützen, die die GfbV mit eindringlichen Bildern und Accessoires in Szene setzen wird. So wird sich unter anderem ein Aktivist einen überdimensionalen Waschmittelkarton für „Gehirnwaschpulver“ überstülpen. Computermonitore mit dem Konterfei von Staatspräsident Xi Jinping werden die totale Überwachung der uigurischen Bevölkerung im Nordwesten Chinas symbolisieren.
„Hunderttausende Uiguren, aber auch ethnische Kasachen werden ohne Kontakt zur Außenwelt in Umerziehungslagern festgehalten und einer quälenden Gehirnwäsche unterzogen. Dabei kümmert es die Regierung nicht, dass mit der illegalen Inhaftierung chinesisches Recht gebrochen wird, das ist eine zutiefst menschenverachtende Politik“, kritisiert der GfbV-Mitarbeiter Hanno Schedler und warnt: „Erst wurde in Tibet ein Polizeistaat errichtet, jetzt wird in Xinjiang ein System zur totalen Überwachung der Bevölkerung installiert. Das wird die Spannungen zwischen den Uiguren, Kasachen und der Mehrheitsbevölkerung der Han weiter verschärfen.“
Mit ihrer Aktion setzen sich die Menschenrechtler auch für die in der chinesischen Verfassung garantierte Religionsfreiheit in Tibet ein. „Der Dalai Lama wird am 6. Juli 83 Jahre alt und viele Tibeter möchten ihrem geistlichen Oberhaupt öffentlich die Ehre erweisen“, berichtet Schedler. „Doch die Tibeter werden von den chinesischen Behörden systematisch daran gehindert, ihm zu huldigen: Es ist nach wie vor bei Androhung harter Strafen verboten, Fotos vom Dalai Lama aufzustellen.“
Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit in China
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat den Teilnehmerstaaten des Gipfeltreffens der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) in China vorgeworfen, Menschenrechtsfragen auszusparen und gezielt zu ignorieren.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker hat an Außenminister Heiko Maas appelliert, sich am Donnerstag bei seinem Gespräch mit Chinas Außenminister Wang Yi für mehr Religionsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit in der Volksrepublik einzusetzen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat der Stadt Trier vorgeworfen, mit ihrem verherrlichenden Marx-Monument aus China Millionen Verfolgte in der Volksrepublik vor den Kopf zu stoßen.
Deutschem Menschenrechtler Zugang zu UN-Konferenz verwehrt
Nach dem Ausschluss eines deutschen Menschenrechtlers von einer UN-Konferenz in New York hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) der Weltorganisation vorgeworfen, ihre eigenen Prinzipien verraten zu haben.