Neue Verhaftungen in Tibet – Rund 500 Massenproteste pro Tag in China
„Wenn die Bundesregierung gegenüber Chinas Premierminister Wen Jiabao nur prominente Einzelfälle wie den Künstler Ai Weiwei anspricht, so wird sie der katastrophalen Lage der Menschenrechte in der Volksrepublik nicht gerecht“, kritisierte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Montag in Göttingen. Täglich finden in China rund 500 Massenproteste statt, auf die die Behörden mit brutaler Gewalt und Willkür reagieren.
Nach Ai Weiweis Freilassung: Deutsch-chinesische Regierungskonsultationen am Montag in Berlin (27.6.)
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat an Bundeskanzlerin Angela Merkel appelliert, sich nach der Freilassung Ai Weiweis bei den deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen auch für die Haftentlassung anderer chinesischer Regimekritiker zu engagieren. Mindestens 48 Dissidenten sind neben dem bekannten Künstler seit Mitte Februar 2011 in China festgenommen worden, doch ihr Schicksal wird in Europa kaum wahrgenommen.
Mehr als 10.000 Minderheitenangehörige in Burma erneut auf der Flucht – Chinas Energiehunger schürt Krieg in Burma
Anlässlich des Weltflüchtlingstages (20.6.) weist die Gesellschaft für bedrohte Völker auf ein kaum beachtetes Flüchtlingsdrama im Osten Burmas hin. Dort mussten in dieser Woche mehr als 10.000 Angehörige des Volkes der Kachin vor Kämpfen zwischen burmesischen Soldaten und der Kachin-Freiheitsbewegung fliehen.
Keine deutsche Rohstoffpartnerschaft mit Kasachstan ohne Menschenrechte!
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) kritisiert die von der deutschen Bundesregierung angekündigte Rohstoffpartnerschaft mit Kasachstan, da der zentralasiatische Staat grundlegende Menschenrechte und internationale Konventionen verletzt. Wenn ein Staat willkürlich Völkerrecht bricht, dann ist auf ihn auch in einer Rohstoffpartnerschaft kein Verlass.
China: Menschenrechtler wird illegal in Geheimgefängnis festgehalten
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wirft der chinesischen Regierung vor, politische Gefangene auch nach der Verbüßung ihrer regulären Haftstrafe illegal in Geheimgefängnissen festzuhalten und so gegen chinesisches Recht und international anerkannte Rechtsprinzipien zu verstoßen.
Ureinwohner leiden für „unseren“ Atomstrom – RWE muss für Schutz vor Radioaktivität in Uran-Abbaugebieten sorgen!
Mit einer Mahnwache vor der RWE-Hauptversammlung in Essen hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Mittwoch schwere Vorwürfe gegen den Energieversorger erhoben: „Ureinwohner leiden für „unseren“ Atomstrom!“, kritisierte die Menschenrechtsorganisation auf Schildern und forderte Schutzmaßnahmen nach deutschem Standard für Bergleute und Anwohner in der Nähe von Uran-Minen oder -Tagebau.
In der Volksrepublik China gibt es neben den Han-Chinesen, die 91 Prozent der über 1,3 Milliarden Einwohner des Landes stellen, 55 von offizieller Seite als „Minderheiten-Nationalitäten“ eingestufte ethnische Gruppen. Eine weniger bekannte Gruppe ist die der Hui, der größten muslimischen Minderheit in China.
Anhaltende Verhaftungen in Tibet – China nimmt Tibeter in Sippenhaft
Anlässlich der Verhaftung des chinesischen Aktionskünstlers Ai Weiwei und mehr als zwei Dutzend weiterer Dissidenten weist die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) darauf hin, dass Chinas Sicherheitskräfte auch nicht vor Sippenhaft zurückschrecken, um Regimekritiker festzusetzen.
Verfolgung von Regimegegnern in China nimmt stark zu – Westerwelle soll sich für Freilassung inhaftierter Kritiker einsetzen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) appelliert an Außenminister Guido Westerwelle, sich bei seiner geplanten China-Reise in der kommenden Woche (31.3. bis 2.4.2011) für die Freilassung von verfolgten Regimekritikern und für ein Ende der Einschüchterung von Dissidenten einzusetzen