Erdbeben-Sicherheit contra Menschenrechte: China will kulturelle Identität der Uiguren durch „Sanierungsmaßnahmen“ zerstören
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat der Regierung Chinas vorgeworfen, unter dem Vorwand der Erdbeben-Sicherheit einzigartige Kulturgüter ethnischer Minderheiten mutwillig zu zerstören. So lässt China seit Februar 2009 den Jahrhunderte alten Stadtkern Kashgars in der Provinz Xinjiang niederreißen, um dort vermeintlich erdbebensichere Wohnblocks zu errichten.
GfbV fordert Herkunftsnachweis für Uran für deutsche AKW: Uranabbau verseucht Ureinwohner-Gebiete!
Am Vortag der Anti-Atom-Menschenkette von Neckarwestheim nach Stuttgart erinnert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) daran, dass bereits ganz am Anfang des Urankreislaufs Menschen hohen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind. Die Uranminen befinden sich meist im Gebiet von Ureinwohnergemeinschaften wie bei den Adivasi in Indien, den Tuareg in Niger, den Aborigines in Australien oder den Lubicon-Cree-Indianern in Kanada.
Olaf Scholz soll sich für Freilassung schwer kranker chinesischer Menschenrechtlerin einsetzen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat den designierten Ersten Bürgermeister von Hamburg, Olaf Scholz, gebeten, sich für die Freilassung einer schwer erkrankten Menschenrechtlerin in Schanghai einzusetzen. Die 50 Jahre alte Mao Hengfeng gilt als die bekannteste inhaftierte Menschenrechtlerin und Kritikerin der staatlichen „Ein-Kind-Politik“ in Hamburgs chinesischer Partnerstadt.
Straflosigkeit schürt Spannungen im Nordwesten Chinas
Uiguren in Deutschland und in vielen anderen Staaten werden am morgigen Samstag mit Mahnwachen und Demonstrationen des Massakers von Gulja gedenken. Auch 14 Jahre nach dem Blutbad, bei dem am 5. Februar 1997 Hunderte Uiguren von chinesischen Sicherheitskräften getötet wurden, gibt es keine Gerechtigkeit für die Opfer und ihre Angehörigen.
UN-Hochkommissarin für Menschenrechte soll Schicksal von 376 Verurteilten klären
Die Hochkommissarin für Menschenrechte der Vereinten Nationen, Navanethem Pillay, soll das Schicksal von 376 Uiguren klären, die im Jahr 2010 wegen „Verbrechen gegen die nationale Sicherheit“ Chinas verurteilt wurden. Dies forderte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Dienstag.
Die EXPO-Weltausstellung in Schanghai wird von schweren Menschenrechtsverletzungen überschattet. In ihrem zweiten Menschenrechtsreport über Schanghai dokumentieren die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und die Tibet Initiative Deutschland e.V., Regionalgruppe Hamburg mehr als 1.900 willkürliche Verhaftungen, die in Hamburgs chinesischer Partnerstadt zwischen August 2008 und August 2010 registriert wurden. Landvertreibungen für den Bau der EXPO tragen entscheidend zur katastrophalen Lage der Menschenrechte in der chinesischen Metropole bei.
Menschenrechtsreport Nr. 62: Anhaltende Verfolgung von Uiguren in China
In dem vorliegenden Menschenrechtsreport werden auf der Grundlage von Augenzeugenberichten die Ereignisse rekonstruiert und Hintergründe der Auseinandersetzungen aufgezeigt. Bis heute ist unklar, wieviele Menschen den blutigen Auseinandersetzungen zum Opfer fielen.
Der mehr als 2000 Jahre alten Altstadt der Stadt Kashgar im Nordwesten Chinas droht die Zerstörung. In den kommenden fünf Jahren sollen rund 200.000 Menschen in so genannte erdbebensichere Wohnblocks umgesiedelt werden. Das Projekt, das am 27. Februar 2009 begann, sieht die Zerstörung von 85 Prozent der Jahrhunderte alten Bausubstanz vor. Kashgar gilt als die kulturhistorisch bedeutendste islamische Stadt Zentralasiens. Nur 15 Prozent der alten Häuser sollen im Rahmen eines Freilichtmuseums erhalten werden, um den alljährlich 1,5 Millionen Touristen aus dem In-und Ausland die alte islamische Kultur vor Augen zu führen.
Menschenrechtsreport Nr. 59: 50 Jahre Volksaufstand in Tibet
50 Jahre nach dem Volksaufstand und der Flucht des Dalai Lama steht Tibet an einem Scheideweg. Niemals zuvor war seit der Kulturrevolution in den 60er-Jahren der Druck Chinas zur Assimilation auf die Tibeter so groß wie heute.