430.000 neue Flüchtlinge in Darfur – 45 Darfuris im Mittelmeer ertrunken
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) beklagt die anhaltende Gewalt und Straflosigkeit im westsudanesischen Darfur. Auch zehn Jahre nach der Einschaltung des Internationalen Strafgerichtshofs gibt es keine Gerechtigkeit für Opfer von Vergewaltigungen, willkürlichen Verhaftungen, Folter und Vertreibung.
Deutschland soll den Schutz von Frauen im Krieg zum Leitmotto seiner G 7-Präsidentschaft machen
Zum Internationalen Frauentag hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die deutsche Bundesregierung aufgefordert, den Schutz von Frauen vor Gewalt im Krieg zu einem Leitmotto seiner G 7-Präsidentschaft zu machen. Die anhaltende Gewalt gegen Frauen und Mädchen in bewaffneten Konflikten im Irak, in der Ost-Ukraine, Darfur, Südsudan, Kongo, Nigeria, Mali, Indien und Burma zeigt, dass Frauen noch immer wenig Schutz in Kriegsgebieten bekommen.
UNAMID-Friedenstruppen dürfen Straflosigkeit in Darfur nicht fördern – Unabhängige Untersuchung notwendig
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) befürchtet, dass die internationale Friedenstruppe die Straflosigkeit in Darfur fördern könnte, und fordert deshalb neue Regeln für die UNAMID im Westen des Sudan bei der Untersuchung von mutmaßlichen Menschenrechtsverletzungen. Das Fehlverhalten der UNAMID-Rechercheure bei der Untersuchung einer mutmaßlichen Massenvergewaltigung in dem Ort Tabit in Nord-Darfur in den vergangenen Tagen muss Folgen für die zukünftige Arbeit haben, sonst wird das Vertrauen in Friedenstruppen weiter schwinden.
Streit um mutmaßliche Massenvergewaltigung in Darfur
Nach Jahren der Tabuisierung sexueller Gewalt im Krieg hat der Streit um eine mutmaßliche Massenvergewaltigung in Darfur eine öffentliche Diskussion im Sudan über das Ausmaß und die Folgen dieser Gewaltverbrechen ausgelöst. Den zehntausenden Opfern dieser international geächteten Kriegsführung im Westen des Sudan kann dies nur helfen.
Darfur: Mehr als 600 Vergewaltigungen seit März 2014
Die Behörden des Sudan müssen UN-Friedenstruppen die unabhängige Untersuchung einer Massenvergewaltigung von mehr als 200 Frauen und Mädchen in Darfur gestatten, fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Wenn die Berichte von Augenzeugen sich bestätigen, dann wurde am vergan-genen Wochenende eine der schlimmsten Massenvergewaltigungen in der Geschichte Darfurs verübt.
Zehn Jahre, nachdem der damalige US-Außenminister Colin Powell erstmals von einem Völkermord in Darfur sprach, gibt es noch immer keinen ausreichenden Schutz für die Zivilbevölkerung im Westen des Sudan. Dies berichtete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Mittwoch in Göttingen. Die Gewalt regierungsnaher Milizen in Darfur hält weiter an.
Massenmörder Omar Hassan al-Bashir muss endlich vor Gericht zur Rechenschaft gezogen werden!
Die internationale Staatengemeinschaft muss größere Anstrengungen unternehmen, den internationalen Haftbefehl gegen Sudans amtierenden Staatspräsidenten Omar Hassan al-Bashir zu vollstrecken. Diese Forderung erhebt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich des 25. Jahrestages des unblutigen Putsches, mit dem der Despot am 30. Juni 1989 die Macht an sich riss.
Starke Zunahme von Vergewaltigungen in Darfur – Friedenstruppen müssen Frauen besser schützen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) unterstützt die Forderung der Hollywood-Schauspielerin Angelina Jolie nach einem wirksameren Schutz vor sexueller Gewalt in Kriegen. So haben nach Recherchen der GfbV Vergewaltigungen in der Konfliktregion Darfur im Westen des Sudan in den vergangenen drei Monaten massiv zugenommen. „Es wurden 114 Vergewaltigungen von Flüchtlingsfrauen in Darfur zwischen März und Mai 2014 registriert“, berichtete der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Dienstag in Göttingen.
Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft hofiert Unrechtsregime Sudan – Proteste in Berlin
Die Werbekonferenz des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft für Investitionen im Sudan wurde von der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Mittwoch in Berlin mit einer kritischen Mahnwache begleitet. Die Menschenrechtsorganisation forderte auf Transparenten Freiheit für die zum Tode verurteilte Christin Mariam Yahia Ibrahim, erinnerte an die anhaltenden Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Darfur und Süd-Kordofan und protestierte gegen die Teilnahme sudanesischer Minister an der Konferenz.