Milizionäre zerstören mehr als 120 Dörfer im Westen des Sudan – Entwaffnung und Auflösung von Milizen gefordert
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert die Entwaffnung und Auflösung einer von der sudanesischen Armee aufgebauten Miliz, die mit ihrem gewalttätigen Vorgehen gegen die Zivilbevölkerung ganze Regionen in Süd- und Nord-Darfur entvölkert. Die so genannten „Rapid Support Forces“ sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass seit Januar 2014 mehr als 215.000 Zivilisten in Darfur fliehen mussten.
120.000 neue Flüchtlinge in Darfur innerhalb von nur zwei Wochen
120.000 Zivilisten mussten im Westen des Sudan innerhalb der letzten zwei Wochen vor neuen Kämpfen fliehen. Dies erklärte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Dienstag in Göttingen. Elf Jahre nach Beginn des Darfur-Konflikts nimmt die Gewalt immer mehr zu.
GfbV fordert konsequenten Einsatz Deutschlands für den Schutz der Zivilbevölkerung in Kriegen
Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ein Memorandum, in dem Schicksale von Frauen in Kriegen, auf der Flucht und in Nachkriegsgesellschaften dokumentiert werden. Weltweit erfahren sechs von zehn Frauen während ihres Lebens körperliche und sexuelle Gewalt.
Sudan gefährdet humanitäre Versorgung von mehr als eine Million notleidender Menschen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat der Regierung des Sudan vorgeworfen, mit dem Verbot der Arbeit des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK) das Leben von mehr als einer Million hungernden Zivilisten zu gefährden. Es ist es unverantwortlich, einer der bedeutendsten Hilfsorganisationen die Arbeitserlaubnis zu entziehen. Das IKRK sorgt mit 700 Helfern für die humanitäre Versorgung von mehr als einer der insgesamt 6,1 Millionen Not leidenden Menschen im Sudan.
Mangelnder Respekt gegenüber Helfern erschwert Versorgung von Notleidenden in Krisenregionen
Mangelnder Respekt vor Nothelfern in Krisenregionen gefährdet die Versorgung notleidender Zivilisten in vielen Teilen der Welt in höchstem Maße, klagt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich der Veröffentlichung neuester Zahlen.
Angesichts von immer neuer Gewalt in Darfur hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen besseren Schutz der Zivilbevölkerung in der umkämpften Konfliktregion im Westen des Sudan gefordert. Luftangriffe, Vergewaltigungen, chronische Unterversorgung der Flüchtlinge, Ausweisung ausländischer Helfer, Stopp von Patrouillen von UNAMID-Blauhelmsoldaten und interethnische Kämpfe machen den 1,7 Millionen Kriegsflüchtlingen in Darfur das Leben zur Hölle.
Darfur: Flüchtlinge im Westsudan brauchen dringend mehr Hilfe und Schutz – UN-Friedenstruppe kritisiert
Im Westen des Sudan droht eine Flüchtlingstragödie, wenn die internationale Gemeinschaft ihre humanitäre Hilfe und den Schutz der Zivilbevölkerung nicht verstärkt, warnte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Mittwoch in Göttingen. In den vergangenen zehn Jahren des Darfur-Konflikts ging es den Flüchtlingen noch nie so schlecht wie heute.
Mehr als 331.000 neue Flüchtlinge seit Januar 2013 – „Frieden im West-Sudan ist Fiktion!“
Mehr als 331.000 Menschen sind seit Januar 2013 vor neuer Gewalt im Westen des Sudan geflohen. Dies berichtete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag in Göttingen. Während die internationale Gemeinschaft noch an der Fiktion eines Friedens im West-Sudan festhält, spitzt sich die Lage der Zivilbevölkerung in vielen Regionen im Osten und Süden von Darfur dramatisch zu.
56.000 Menschen fliehen vor Gewalt im Westen des Sudan
Rund 56.000 Menschen sind in den vergangenen zehn Tagen vor Kämpfen in Darfur im Westen des Sudan geflohen. Dies berichtete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Donnerstag in Göttingen. Im Nachbarland Tschad suchten 20.000 Flüchtlinge Schutz, nachdem Milizen ihre in der Nähe der Grenze gelegenen Dörfer zerstört hatten.